Zum Inhalt springen

Amt Olpe

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 8. März 2026 um 15:56 Uhr durch imported>Eriosw (Einwohnerentwicklung).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wappen Deutschlandkarte
Datei:Wappen Amt Olpe.svg
Basisdaten (Stand 1969)
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:adm2nd(5540) 51° 2′ N, 7° 51′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:adm2nd(5540) 51° 2′ N, 7° 51′ O
 {{#coordinates:51,031088909833|7,8461736430822|primary
dim= globe= name= region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=adm2nd
  }}
Bestandszeitraum: 1843–1969
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Arnsberg
Kreis: Olpe
Fläche: 62,66 km²
Einwohner: 5540 (1961)Vorlage:Infobox Verwaltungseinheit in Deutschland/Wartung/Aufgelöst, auf manuelle EZW umzustellen
Bevölkerungsdichte: 88 Einwohner je km²
Amtsgliederung: 3 Gemeinden

Das Amt Olpe war ein Amt im Kreis Olpe in der Provinz Westfalen und in Nordrhein-Westfalen. Im Rahmen der nordrhein-westfälischen Gebietsreform wurde das Amt zum 1. Juli 1969 aufgelöst. Ein Amt Olpe mit ähnlichem Gebietsumfang existierte auch schon seit 1807 im seinerzeit zu Hessen-Darmstadt gehörenden Herzogtum Westfalen.

Geschichte

1807 entstand erstmals ein Amt Olpe in der hessen-darmstädtischen Provinz Westfalen durch den Zusammenschluss der Gerichte Olpe, Drolshagen und Wenden. Deren Gebiet hatte vorher das Amt Waldenburg gebildet.<ref>Harm Klueting: Das kurkölnische Herzogtum Westfalen als geistliches Territorium im 16. bis 18. Jahrhundert, in: Harm Klueting / Jens Foken: Das Herzogtum Westfalen Band 1. Das kurkölnische Herzogtum Westfalen von den Anfängen der kölnischen Herrschaft im südlichen Westfalen bis zur Säkularisation 1803, Münster 2009, S. 447</ref> Erster Amtmann war Johann Josef von Stockhausen. 1815 lässt sich Josef Zeppenfeld als Amtmann nachweisen. 1816 ging das Amt zusammen mit dem Herzogtum Westfalen an Preußen über.<ref>Schöne, S. 172.</ref> Schon ein Jahr später ging das Amt im neugegründeten Kreis Bilstein auf, der zwei Jahre später in Kreis Olpe umbenannt wurde. Das Amt bestand zunächst als Justizamt fort.<ref>GenWiki: Hessisches Amt Olpe</ref>

Für Verwaltungszwecke wurde im Kreis Olpe in den 1820er Jahren die Bürgermeisterei Olpe eingerichtet.<ref>Amtsblatt der Regierung Arnsberg. 1827, S. 121, abgerufen am 7. Juli 2022.</ref><ref>Zusammensetzung der Bürgermeisterei Olpe, Stand 1839</ref>

Im Rahmen der Einführung der Landgemeindeordnung für die Provinz Westfalen wurde 1843 im Kreis Olpe aus der Bürgermeisterei Olpe das Amt Olpe gebildet, anfänglich bestehend aus der Stadt Olpe, die zu dem Zeitpunkt noch eine Titularstadt war sowie den Gemeinden Kleusheim, Olpe-Land und Rhode.<ref>Amtsblatt der Regierung Arnsberg. 1843, S. 344, abgerufen am 7. Juli 2022.</ref>

Die Stadt Olpe schied im Jahr 1858 mit Annahme der neuen Städteordnung aus dem Amt aus und blieb seitdem amtsfrei.<ref>Amtsblatt der Regierung Arnsberg. 1858, S. 278, abgerufen am 7. Juli 2022.</ref>

Im Jahr 1961 hatte das Amt Olpe mit seinen drei Gemeinden Kleusheim, Olpe-Land und Rhode bei einer Fläche von 62,66 Quadratkilometern 5540 Einwohner.

Zum 1. Juli 1969 wurde das Amt Olpe durch das Gesetz zur Neugliederung des Landkreises Olpe aufgelöst. Die drei Gemeinden des Amtes wurden in die neue Stadt Olpe eingegliedert, die auch Rechtsnachfolgerin des Amtes ist.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
1871 2925 <ref>Die Gemeinden und Gutsbezirke der Provinz Westfalen 1871</ref>
1885 2972 <ref>Gemeindelexikon für die Provinz Westfalen 1885</ref>
1895 3063 <ref>Gemeindelexikon für die Provinz Westfalen 1895</ref>
1910 3491 <ref>Landkreis Olpe. Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 21. September 2022;.</ref>
1933 4258 <ref name="demand">Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>
1939 4322 <ref name="demand"/>
1950 5251 <ref>Volkszählung 1950</ref>
1961 5540

Literatur

  • Eduard Belke, Alfred Bruns, Helmut Müller: Kommunale Wappen des Herzogtums Westfalen. Kurkölnisches Sauerland, Arnsberg 1986, S. 174.
  • Manfred Schöne: Das Herzogtum Westfalen unter hessen-darmstädtischer Herrschaft 1802–1816, Olpe 1966, S. 172.

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Ämter im Kreis Olpe