Zum Inhalt springen

Minoru Yanagida

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 9. Mai 2023 um 09:40 Uhr durch imported>Asakura Akira (Vergangenheit, einen in Europa nicht mehr zugänglichen Yahoo-ref ersetzt, Archivlinks).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Minoru Yanagida.jpg
Minoru Yanagida (2010)

Minoru Yanagida (jap. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); * 6. November 1954 in Kagoshima, Präfektur Kagoshima, gemeldet in Fukuyama, Präfektur Hiroshima) ist ein ehemaliger japanischer Politiker (DSPNFP→parteilos→DPDFP„alte“ DVP→parteiloses Mitglied der DVP-Sangiin-Fraktion), langjähriger Abgeordneter aus Hiroshima in beiden Kammern des Nationalparlaments und 2010 für kurze Zeit Justizminister.

Leben

Yanagida, der sein Studium an der Universität Tokio zwischenzeitlich unterbrach, um in einem Sushi-Restaurant zu arbeiten, war nach seinem Studienabschluss 1983 zunächst für Kōbe Seikōsho (Kobelco) tätig, wo er auch in der Gewerkschaft aktiv war. 1990 wechselte er in die Politik und kandidierte bei der Shūgiin-Wahl 1990 im SNTV-Fünfmandatswahlkreis Hiroshima 3 – dem Wahlkreis von Kiichi Miyazawa und Shizuka Kamei – als Kandidat der Demokratisch-Sozialistischen Partei (DSP) für das Parlament. Mit dem vierthöchsten Stimmenanteil gewann er einen Sitz; 1993 konnte er auch den SPJ-Kandidaten übertreffen und wurde auf Platz drei hinter Miyazawa und Kamei im Amt bestätigt.

Nach dem Scheitern der Anti-LDP-Koalitionen von Morihiro Hosokawa und Tsutomu Hata 1993/94 beteiligte sich Yanagida wie die meisten DSP-Mitglieder an der Gründung der Neuen Fortschrittspartei. Für diese kandidierte er 1996 im neu geschaffenen Einzelwahlkreis Hiroshima 7 und unterlag deutlich Kiichi Miyazawa. Zwei Jahre später kehrte Yanagida als unabhängiger Kandidat bei der Sangiin-Wahl 1998 als Abgeordneter für die Präfektur Hiroshima (zwei Mandate je Wahl) ins Parlament zurück. Anschließend schloss er sich der Demokratischen Partei an und gehört zur Demokratisch-Sozialistischen Gesellschaft, in der sich vor allem ehemalige DSP-Mitglieder sammeln. 2004 wurde er mit dem höchsten (vor Ikuo Kamei), 2010 und 2016<ref>Yomiuri Shimbun: Wahlergebnisse Sangiin 2016, Präfekturwahlkreise, Hiroshima</ref> mit dem zweithöchsten Stimmenanteil (hinter Yōichi Miyazawa) jeweils für weitere sechs Jahre bestätigt. Im Sangiin war er unter anderem Vorsitzender des Ausschusses für Gesundheit, Soziales und Arbeit (ab 2009) und Generalsekretär der DPJ-Sangiin-Fraktion (ab 2010).

Bei einer Kabinettsumbildung im September 2010 berief Premierminister Naoto Kan Yanagida als Justizminister in sein Kabinett und übertrug ihm außerdem die Zuständigkeit für die „Entführungsfrage [japanischer Staatsbürger durch die Demokratische Volksrepublik Korea]“. Am 14. November 2010 äußerte er auf einer Veranstaltung in seinem Wahlkreis, das Amt des Justizministers sei einfach: Mit zwei Standardsätzen könne er alle Fragen aus dem Parlament, auf die er keine Antwort wisse, beantworten ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), kobetsu no jian ni tsuite wa okotae o sashihikaemasu, „Ich sehe davon ab, Einzelfälle zu kommentieren“; {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), hō to shōko ni motozuite tekisetsu ni yatte orimasu, „Ich handele angemessen auf der Grundlage von Recht und Beweisen“).<ref>{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). In: Jiji Tsūshin. 22. November 2010, abgerufen am 22. November 2010 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Japans Justizminister tritt wegen verunglücktem Witz zurück. In: AFP. 22. November 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 24. Januar 2013; abgerufen am 22. November 2010.</ref> Die Opposition sah diese Äußerung als Missachtung des Parlaments, strebte eine „Rügeresolution“ im Sangiin an, wo sie die Mehrheit hält, und drohte, die Beratungen für den Zusatzhaushalt für das Fiskaljahr 2010 zu verzögern. Yanagida wurde von Kabinettssekretär Yoshito Sengoku gerügt und entschuldigte sich im Haushaltsausschuss des Sangiin für seine Aussagen. Am 22. November 2010 trat er von seinem Ministeramt zurück.<ref>Yanagida faces censure motion over Diet snub. In: The Japan Times. 18. November 2010, abgerufen am 22. November 2010 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Kan says he won't seek Yanagida's head over Diet gaffe. In: The Japan Times. 19. November 2010, abgerufen am 22. November 2010 (englisch).</ref><ref>Yanagida prospects looking grimmer. Kan defends justice chief as opposition plans censure. In: The Japan Times. 20. November 2010, abgerufen am 22. November 2010 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Yanagida denies he intends to resign. In: The Japan Times. 22. November 2010, abgerufen am 22. November 2010 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Yanagida announces resignation over verbal gaffe. In: The Japan Times. 22. November 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 15. Juli 2012; abgerufen am 22. November 2010 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Im Dezember 2021 kündigte Yanagida seinen Rückzug aus der Politik an<ref>柳田稔氏、政界引退を表明 元法相、参院広島選挙区. In: Chūgoku Shimbun. 22. Dezember 2021, abgerufen am 9. Mai 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und trat bei der Sangiin-Wahl 2022 nicht mehr an.

Weblinks

Commons: Minoru Yanagida – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />