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Hengsen

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Hengsen
Gemeinde Holzwickede
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Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=Hengsen 51° 29′ N, 7° 38′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 51° 29′ 3″ N, 7° 37′ 43″ O
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Fläche: 8,03 km²
Eingemeindung: 1. Januar 1968
Postleitzahl: 59439
Vorwahl: 02301
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Hengsen ist ein Ortsteil der westfälischen Gemeinde Holzwickede, Kreis Unna.

Geographie

Lage

Hengsen liegt im Süden der Gemeinde Holzwickede. Im Süden grenzt die Gemarkung streckenweise an die Ruhr.

Nachbargemeinden

Hengsen grenzte im Jahr 1967 im Uhrzeigersinn im Nordwesten beginnend an die Stadt Dortmund und an die Gemeinden Holzwickede, Opherdicke und Altendorf (alle im Kreis Unna) sowie Hennen, Ergste, Geisecke und Lichtendorf (alle damals im Kreis Iserlohn).

Geschichte

Hengsen gehörte im Spätmittelalter und der Frühen Neuzeit in der eigenen Bauerschaft (Henyckhuysen) im Kirchspiel Opherdicke und Amt Unna (historisch) zur Grafschaft Mark. Laut dem Schatzbuch der Grafschaft Mark von 1486 hatten die 10 Steuerpflichtigen Hofbesitzer in der Bauerschaft zwischen 1 oirt und 6 Goldgulden an Abgabe zu leisten. Darunter der größte Hof des Schulten mit 6 Goldgulden Abgabe.<ref>Aloys Meister: Die Grafschaft Mark, Festschrift zum Gedächtnis der 300-jährigen Vereinigung mit Brandenburg-Preußen. 2. Band, Dortmund 1909, S. 23 – Auszug aus dem Schatzbuch der Grafschaft Mark von 1486 (Bauerschaft Hengsen)</ref> Im Jahr 1705 waren in der Bauerschaft Heyinghausen 22 Steuerpflichtige mit Abgaben an die Rentei Unna im Kataster verzeichnet.<ref>Westfälisches Schatzungs- und Steuerregister, Band 6, Münster 1980. Darin: Kataster der Kontribuablen Güter in der Grafschaft Mark 1705, Bearb. von Willy Timm, S. 82/83</ref> Das Kloster Elsey besaß in Hengsen von 1325 bis 1811 mehrere Güter bzw. Ländereien sowie den Strengen Hof, Beckers Hof, Fienen Hof und vier Kotten.<ref>Edeltraud Klueting: Das (freiweltliche) adelige Damenstift Elsey. Geschichte, Verfassung und Grundherrschaft in Spätmittelalter und Frühneuzeit. Altenaer Beiträge, Band 14, 1980, S. 211/212</ref>

Das ehemalige Haus Vierbecke, Geburtsort der historischen Person Agnes von der Vierbecke, lag auf Hengsener Gebiet.

Die Gemeinde Hengsen gehörte bei der Errichtung der Ämter in der preußischen Provinz Westfalen zum Amt Aplerbeck im Kreis Dortmund. Am 1. April 1887 wechselte sie in den neugebildeten Kreis Hörde. Als dieser am 1. August 1929 aufgelöst wurde, kam Hengsen zum Landkreis Hamm. Dieser wurde im Oktober 1930 in Kreis Unna umbenannt.<ref></ref> Am 1. Januar 1968 wurden Hengsen und Opherdicke nach Holzwickede eingemeindet.<ref>Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 64.</ref>

Von 1961 bis 1992 wurden auf der „Ruhrtal-Bahn“ international beachtete Grasbahnrennen veranstaltet.<ref>Siehe Sonderausstellung der Heimatstube Holzwickede vom 14.7. bis 4.8.2019</ref> Die erhöhten Zuschauerränge der Bahn sind als Erdwall um das Oval noch heute auf dem Gelände des Standortübungsplatzes zur Schwerter Straße hin sichtbar.

Wappen

[[Datei:{{#property:p94}}|100px|links|Wappen der ehemaligen Gemeinde Hengsen, Kreis Unna]] Blasonierung: „In Rot drei aufrechte 2:1 gestellte goldene (gelbe) Hüllblätter.“<ref name="Wappen">Wappen von Hengsen</ref>
Wappenbegründung: Das Wappen wurde 1967 vom Staatsarchiv Münster gebilligt; zur aufsichtsrechtlichen Genehmigung kommt es wegen der kommunalen Neuordnung nicht mehr. Es entstammt dem Wappen der ortsansässigen Adelsfamilie von Lappe.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner
1931<ref>Handbuch der Ämter und Landgemeinden in der Rheinprovinz und in der Provinz Westfalen. Preußischer Landgemeindetag West, Berlin 1931.</ref> 0860
1956<ref>Otto Lucas: Kreis-Atlas Unna. Unna/Münster 1957.</ref> 1184
1961<ref>Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 198.</ref> 1130
1967<ref>Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 151.</ref> 1054
1987<ref>Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik (Hrsg.): Bevölkerung und Privathaushalte sowie Gebäude und Wohnungen. Ausgewählte Ergebnisse für Gemeindeteile. Regierungsbezirk Arnsberg. Düsseldorf 1990, S. 272.</ref> 1150

Sehenswürdigkeiten

Auf der Anhöhe des Kellerkopfs befindet sich das monumentale 130er-Denkmal am Kellerkopf.

Verkehr

Die Landesstraße L 673 verbindet Hengsen im Südwesten mit Geisecke, Schwerte, Westhofen und Garenfeld sowie im Osten mit Altendorf, Dellwig, Langschede, Fröndenberg/Ruhr und Wickede (Ruhr). Die Landesstraße L 677 führt in nördlicher Richtung nach Holzwickede und zum Flughafen Dortmund. Im Süden verbindet sie Hengsen mit Geisecke und Rheinen. Auf der Landesstraße L 678 fahren die Hengsener nach Opherdicke, Unna, Königsborn und Kamen.

Weblinks

Commons: Hengsen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

<references />