Appliance
Eine Appliance ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), Gerät oder Vorrichtung) ist in der Informationstechnik ein kombiniertes Computersystem bestehend aus Hardware, Software und Firmware, das für einen bestimmten Anwendungszweck entworfen wurde. Eine Appliance ist ein vom Hersteller integriertes System, welches auf eine einfache Installation und Konfiguration ausgelegt ist. Anpassungen der Software oder Hardware durch den Nutzer sind nicht oder nur eingeschränkt vorgesehen. Das Gegenstück zu einer Appliance ist ein Universalrechner.
Beschreibung
Der Zweck einer Appliance ist auf eine Anwendung beschränkt, zum Beispiel Firewall, Unified Threat Management oder Telefonanlage. Die Hard- und Software ist für den Einsatzzweck optimiert. Eine Firewall hat beispielsweise mehrere Netzwerkports mit hohem Durchsatz und ein Network Attached Storage mehrere Massenspeichereinschübe for große Datenmengen. Soweit wirtschaftlich sinnvoll, können spezialisierte Hardware-Komponenten wie beispielsweise Field Programmable Gate Arrays oder anwendungsspezifische integrierte Schaltungen verbaut sein, um die Performance zu erhöhen. Oft handelt es sich aber um handelsübliche Computer-Hardware, die lediglich vom Formfaktor und der Ausstattung her für den Anwendungszweck optimiert ist. Beim Einsatz im Rechenzentrum ist eine Appliance für einen Einbau in einem 19-Zoll-Schrank vorgesehen.
Einfache Installation, leichte Bedienung, hohe Effizienz, Sicherheit und fehlerfreie Funktion stehen bei einer Appliance im Vordergrund. Die Software ist vom Hersteller speziell für die Appliance entwickelt. Im Regelfall greifen Hersteller auf vorhandene Betriebssysteme und zumindest teilweise auf Standardsystemsoftware zurück, die individualisiert und durch eigene Softwarekomponenten ergänzt wird. Somit erhält der Nutzer ein vorinstalliertes und weitgehend vorkonfiguriertes System, welches nur noch im vom Hersteller vorgesehenen Maße durch den Nutzer angepasst werden kann. Der Zugriff auf das Betriebssystem ist oft nicht vorgesehen und wird durch eine vom Hersteller bereitgestellte grafische Benutzeroberfläche versteckt.
Dieser Ansatz vereinfacht einerseits die Bedienung und erleichtert dem Hersteller die Erbringung von Support durch Vereinheitlichung. Andererseits schränkt es den Nutzer ein, da er bei Softwareupdates oder Anpassungen des Systems vom Hersteller abhängig ist.
Geschichte
Im Wesentlichen kehrt die IT-Industrie mit Appliances zu ihren Ursprüngen zurück.
Im Jahre 1969 erhob die US-amerikanische Regierung Anklage gegen IBM, um eine Entbündelung der Hard- und Software zu erzwingen. Bis dahin war es üblich, dass Hardware-Hersteller die Software ohne zusätzliche Zahlung (und in der Regel als Quellcode) an ihre Kunden weitergaben. Hierin sahen die ISV eine Wettbewerbsverzerrung.<ref>Burton Grad: A Personal Recollection: IBM's Unbundling of Software and Services (= IEEE Annals of the History of Computing. Band 24, Nr. 1). S. 64–71.</ref><ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig IBM Archives: 1960s.] IBM, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 12. November 2010 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „Rather than offer hardware, services and software exclusively in packages, marketers "unbundled" the components and offered them for sale individually. Unbundling gave birth to the multibillion-dollar software and services industries, of which IBM is today a world leader“Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Virtual Appliance
In Rechenzentren mit einer vorhandenen Servervirtualisierung gibt es einen Bedarf dafür, Appliances, die handelsübliche Server-Hardware verwenden, als virtuelle Maschine auf vorhandenen Server-Maschinen auszuführen. Hierfür hat sich der Begriff Virtual Appliance etabliert. Die Virtual Appliance beinhaltet lediglich die vom Hersteller spezialisierte Software mit Betriebssystem, die auf unterstützten Hypervisoren virtuell betrieben werden kann.
Beispiele
Beispiele für Appliances sind:
- IBM Netezza
- SAP HANA
- Cisco CUCM
- Oracle EXAdata
- FLUKE Networks Visual TruView™
- Teradata Teradata Appliance for Hadoop
Abgrenzung
Eine Appliance ähnelt einem eingebetteten System, da beide Hard- und Software für einen bestimmten Anwendungszweck integrieren. Der Unterschied besteht darin, dass die Appliance ein eigenständiges Computersystem darstellt, wohingegen beim eingebetteten System der Computer in einem größeren System oder Gerät eingebettet ist. Das eingebettete System hat eine kompakte Bauform und ist von der technischen Leistung (Rechenleistung, Speicherkapazität) deutlich eingeschränkter als eine Appliance.
Die Bündelung von Hard- und Software findet auch bei konvergenten und hyperkonvergenten Infrastrukturen statt.<ref>IBM Pure Systems: Ein erster Blick unters Blech - Integrierte Alternative zum Blade-Baukasten auf dv-dialog vom 19. April 2012</ref><ref>Konvergente Infrastruktur. Archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen am 10. Februar 2025.</ref> Der Zweck ist die Bündelung von Computing, Storage und Servervirtualisierung in einer gemeinsamen Plattform. Der Unterschied zur Appliance besteht darin, dass eine (hyper-)konvergente Infrastruktur nicht auf einen einzelnen Anwendungszweck beschränkt ist.
Einzelnachweise
<references />