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Dimitar Nenow

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Dimitar Nenow (auch Dimitar Nenov, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); * 19. Dezember 1901 in Rasgrad; † 30. August 1953 in Sofia)<ref name=MGG>Svetlana Nejčeva: Nenov, Dimităr. In: Ludwig Finscher (Hrsg.): Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Zweite Ausgabe, Personenteil, Band 12 (Mercadante – Paix). Bärenreiter/Metzler, Kassel u. a. 2004, ISBN 3-7618-1122-5 (Online-Ausgabe, für Vollzugriff Abonnement erforderlich)</ref> war ein bulgarischer Komponist.

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Dimitar Nenow mit dem Sofioter Duchow-Quintett 1934

Nenow studierte Klavier bei Andrej Stojanow. 1920 ging er nach Dresden, um an der Technischen Hochschule Architektur zu studieren. Zugleich nahm er am Konservatorium der Stadt Klavierunterricht bei Karl Fehling und Unterricht in Musiktheorie und Komposition bei Theodor Blumer und Paul Büttner.<ref name=MGG /> Zwischen 1925 und 1927 war er musikalischer Leiter des Thea-Jolles-Balletts.

Nach dem Abschluss seines Studiums kehrte Nenow 1927 nach Bulgarien zurück und arbeitete bis 1930 als Architekt beim Bauministerium, außerdem von 1929 bis 1932 bei der Eisenbahndirektion. 1931 vervollkommnete er seine Klavierausbildung bei Egon Petri in Zakopane, eine Ausbildung am Konservatorium von Bologna beendete er im Folgejahr.<ref name=NG>Mariyana Buleva, Asen Atanasov: Nenov, Dimitar. In: Grove Music Online (englisch; Abonnement erforderlich).</ref>

1933 gehörte Nenow zu den Gründungsmitgliedern der Gesellschaft für zeitgenössische Musik in Sofia, deren Sekretär und Schatzmeister er wurde. Daneben gab er Klavierunterricht und leitete Mitte der 1930er Jahre ein privates Konservatorium. 1943 wurde er Klavierprofessor an der Staatlichen Musikakademie.<ref name=NG /> Zu seinen Schülern zählten u. a. Lasar Nikolow und Stefan Remenkow.<ref> Ivo Varbanov: Reviving a Bulgarian Blockbuster. In: www.kickstarter.com. 2015, abgerufen am 22. Januar 2019.</ref>

Als Klaviersolist trat Nenow außer in Bulgarien u. a. auch in Dänemark, Deutschland, Italien, Rumänien, Tschechoslowakei, Ungarn, Polen, Griechenland, Syrien, Palästina und Ägypten auf.<ref name=MGG /> Zwischen 1937 und 1947 leitete er ein Klaviertrio mit dem Geiger Christo Obreschkow (Hristo Obreshkov) – später ersetzt durch Petar Christoskow (Petar Hristoskov) – und dem Cellisten Konstantin Popow. Als Kammermusiker trat er auch mit dem Geiger Wladimir Awramow (Vladimir Avramov) auf.<ref name=ubc>Biographie und Werkliste bei Union of Bulgarian Composers</ref> Im kommunistischen Regime ab 1944 wurde ihm zeitweise „westlicher Modernismus“ vorgeworfen.<ref name=hyp>Lebenslauf bei Hyperion Records</ref> Später wurde er rehabilitiert und 1952 mit dem Dimitroff-Preis ausgezeichnet.<ref name=hyp />

Nenow komponierte u. a. eine Sinfonie, eine Ballade und vier Suiten für Orchester, ein Klavierkonzert und zwei Balladen für Klavier und Orchester, eine sinfonische Dichtung für Solisten, Chor und Orchester, Orchesterlieder, Kammermusik und Klavierwerke. Stilistisch verband er Elemente der bulgarischen Volksmusik mit Einflüssen der Spätromantik und der frühen Moderne im Gefolge von Alexander Skrjabin.<ref name=NG />

Weblinks

Commons: Dimitar Nenow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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