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Reinhard Weitzel von Mudersbach

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Reinhard Ludwig Weitzel von Mudersbach (* 28. Februar 1853 in Wegenitz; † 26. April 1911 in Allenstein) war Fideikommissbesitzer und Mitglied des Deutschen Reichstags.

Leben

Reinhard Weitzel von Mudersbach stammt aus dem Adelsgeschlecht Weitzel von Mudersbach und war der älteste Sohn des 1860 nobilitierten Karl Ludwig von Weitzel-Mudersbach und der Luise Türcke.<ref>Gothaisches Genealogischen Taschenbuch der Briefadeligen Häuser 1909. In: GGT. „Der Gotha“. 3. Auflage. Weitzel von Mudersbach, Stammreihe. Justus Perthes, Gotha 1908, S. 887 f. (uni-duesseldorf.de).</ref> Er selbst besuchte als Zögling<ref>Walter von Leers: Die Zöglinge der Ritterakademie zu Brandenburg a. H. 1705–1913. In: Verein der ehemaligen Zöglinge der Ritterakademie zu Brandenburg a. H. (Hrsg.): Alumnatsverzeichnis. I von IV, Zögling Weitzel von Mudersbach, Reinhard Ludwig Friedrich Wilhelm Georg-No.: 1243. Selbstverlag. Druck P. Riemann, Belzig / Ludwigslust 1913, S. 274 (staatsbibliothek-berlin.de).</ref> von 1866 bis 1874 die Ritterakademie in Dom Brandenburg. Zeitgleich dort Schüler waren u. a. Friedrich Wilhelm von Loebell, Hermann Otto Louis Karl Graf von Schwerin, und Ernst von Jagow. Dann ging Weitzel von Mudersbach auf die Universitäten Straßburg und Leipzig. Er war seit 1875 Mitglied der Studentenverbindung Canitz-Gesellschaft Leipzig.<ref>Canitzgesellschaft e.V. (Hrsg.): 150 Jahre Canitzgesellschaft 1875 bis 2025. Eigenverlag, Berlin 2025, S. 246, Nr. 8.</ref> Er trat nach einjährigem Studium beim 23. Dragoner-Regiment in Darmstadt ein, nahm als Offizier den Abschied und übernahm 1881 den väterlichen Besitz im ostpreußischen Osterwein. Auf 1894 datiert sein Eintrag im Millionärs-Adressbuch.<ref>Albert Johannesson (Hrsg.): Deutsches Millionär-Adressbuch. 1894. Auflage. Weitzel von Mudersbach, Fideicommissbes., M.d R. Osterwein b.Osterode, O-Pr. Alb. Johannesson (Inh. Paul Grund). Selbstverlag des Ersten Berliner Reclame-Bureau, Centralstelle für die Verbreitung von Drucksachen, Berlin 1894, S. 205 (uni-duesseldorf.de).</ref>

Von 1898 bis 1903 war er Mitglied des Deutschen Reichstags für den Reichstagswahlkreis Regierungsbezirk Königsberg 8 und die Deutschkonservative Partei.<ref>Fritz Specht, Paul Schwabe: Die Reichstagswahlen von 1867 bis 1903. Eine Statistik der Reichstagswahlen nebst den Programmen der Parteien und einem Verzeichnis der gewählten Abgeordneten. 2. Auflage. Verlag Carl Heymann, Berlin 1904, S. 6.</ref> Zwischen 1901 und 1903 war er auch Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses.<ref>Bernhard Mann (Bearb.): Biographisches Handbuch für das Preußische Abgeordnetenhaus. 1867–1918. Mitarbeit von Martin Doerry, Cornelia Rauh und Thomas Kühne. In: Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Band 3. Droste, Düsseldorf 1988, ISBN 3-7700-5146-7, S. 409.</ref>

Seit 1888 war Reinhard mit Hildegard von Katzler verheiratet, die als Witwe in Merseburg lebte. Das Ehepaar hatte eine Tochter Luise, die mit dem Kunstmaler Wilhelm Marx liiert war. Die drei Söhne waren der Erbe Karl Ludwig Hermann Bernhard Rudolf, Bernhard Ludwig (* 1892; † 1939) und der Jurist Georg, verheiratet mit Renate von Katzler, wohnhaft 1940 in Berlin.

Nach der großen Wirtschaftskrise Anfang der 1930er Jahre betrug der Größenumfang des Rittergutes Osterwein, betreut durch Oberleutnant Karl Ludwig Weitzel von Mudersbach, noch 1420 ha, davon waren 3 ha Forsten.<ref>Hans Wehner: Landwirtschaftliches Adreßbuch der Domänen, Rittergüter, Güter und Höfe in der Provinz Ostpreußen 1932. In: Paul Niekammer Erben (Hrsg.): GAB Niekammer, III. Reprint des Originals der Niekammer Adressbuch GmbH Leipzig Auflage. Kreis Osterode, Osterwein. Klaus D. Becker, Potsdam 2021, ISBN 978-3-88372-345-7, S. 72.</ref>

Literatur

  • Gothaisches Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser. Band 8 des GGH. Verlag des Deutschen Adelsarchivs, Marburg 2022, S. 455–458. ISBN 978-3-9820762-5-6.
  • Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser 1940, GGT, B (Briefadel), Jg. 32. Zugleich Adelsmatrikel der Deutschen Adelsgenossenschaft. Justus Perthes, Gotha 1939, S. 581.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Abgeordnete des Reichstagswahlkreises Königsberg 8

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