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Paul-Dierichs-Stiftung

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Paul-Dierichs-Stiftung
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Rechtsform Rechtsfähige Stiftung
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Auflösung 2003 Liquidation
Gründer Paul Dierichs (1976–1996), Rainer Dierichs (bis 2003)
Sitz Kassel
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Nachfolger Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Zweck Förderung der Bürgerverantwortung
Vorsitz Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Geschäftsführung Wolfgang Mentzel
Eigentümer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Umsatz Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Stiftungskapital Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Beschäftigte Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Freiwillige Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Mitglieder Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Website Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)

Die Paul-Dierichs-Stiftung (Eigenschreibweise teils auch Paul Dierichs-Stiftung) bestand von 1976 bis 2003 und hatte ihren Sitz in Kassel. Die vom damaligen Herausgeber und Verleger der Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen (HNA), Paul Dierichs (1901–1996), ins Leben gerufene und nach ihm benannte Stiftung hatte zum Ziel, das gesellschaftliche Zusammenleben zu fördern, insbesondere im unmittelbaren Erfahrungs- und Verantwortungsbereich des einzelnen Bürgers.<ref name="Mentzel">Wolfgang Mentzel: Stiftungen aus Vergangenheit und Gegenwart. Hrsg.: Rolf Hauer. Mohr Siebeck Verlag, Tübingen 1982, ISBN 3-16-944484-0, Die „Paul-Dierichs-Stiftung“, S. 331–335.</ref><ref name="stadt-kassel-17-08-2007">Trauerfeier für Rainer Dierichs. Stadt Kassel, 17. August 2007, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 16. Februar 2018; abgerufen am 16. Februar 2018.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.stadt-kassel.de</ref>

Geschichte

Der Stifter Dierichs förderte insbesondere in Nordhessen Wissenschaft, Kunst und soziales Engagement und gehörte unter anderem zu den Wegbereitern der 1970 gegründeten Gesamthochschule Kassel. Mit der 1976 von ihm gegründeten Stiftung wollte er die Bürgerverantwortung fördern und beispielhaftes Engagement von Einzelpersonen oder Gruppen bekanntmachen, sein Motiv zur Gründung der Stiftung lautete: „Beispiele fördern und dadurch helfen, neue zu finden.“ Die Stiftung konzentrierte sich dabei vor allem auf das Nordhessen und Südniedersachsen umfassende Verbreitungsgebiet der HNA, die Dierichs zu einer der bedeutenden Regionalzeitungen in der Bundesrepublik ausgebaut hatte. Seit der Wiedervereinigung Deutschlands wurden von der Paul-Dierichs-Stiftung auch Initiativen und Projekte in den angrenzenden (neuen) Bundesländern Sachsen-Anhalt und Thüringen gefördert. Darüber hinaus stiftete Paul Dierichs der Stadt Bochum und den Staatlichen Museen Kassel antike und moderne Kunstgegenstände; so ermöglichte zum Beispiel seine Stiftung 1976 der Universität Bochum die Erweiterung ihrer Kunstsammlungen durch Ankäufe wichtiger Skulpturen der Kunst nach 1945 sowie antiker Bildnisse.<ref name="Mentzel" /><ref name="stadt-kassel-17-08-2007" /><ref>Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum - Campusmuseum. Sammlung Moderne. Ruhr-Universität Bochum, abgerufen am 16. Februar 2018.</ref><ref>Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum: Campusmuseum, Sammlung Moderne. Ruhr-Universität Bochum, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 29. November 2012; abgerufen am 16. Februar 2018.</ref>

Nach dem Generationswechsel in der Leitung der Dierichs Mediengruppe übernahm Rainer Dierichs (1939–2007) auch die Verantwortung für die Stiftung. Rainer Dierichs setzte das Stiftungswerk seines Vaters als Mäzen fort und verband es mit „den Möglichkeiten einer Tageszeitung, den gesellschaftlichen Wert ehrenamtlichen Engagements einer großen Leserschaft zu vermitteln“.<ref name="stadt-kassel-17-08-2007" />

Die Stiftung vergab den Paul-Dierichs-Preis und zeichnete damit jährlich mehrere Einzelpersonen oder Gruppen aus, die sich in eigener Initiative und uneigennützig für das Wohl ihrer Mitmenschen und der Gemeinschaft eingesetzt und das soziale, politische und kulturelle Leben bereichert hatten. Von 1976 bis 2001 wurden mehr als 300 Initiativen von Bürgerinnen und Bürgern im Verbreitungsgebiet der HNA für ihr vorbildliches Engagement ausgezeichnet.<ref name="Mentzel" /><ref name="stadt-kassel-17-08-2007" /><ref>Paul-Dierichs-Stiftung. Regio-Wiki der Hessischen/Niedersächsischen Allgemeine (HNA), abgerufen am 3. September 2010 (Ergänzender Weblink gemäß WP:Belege).</ref>

Die Preisvergaben erfolgten durch ein von der Stiftung berufenes Kuratorium, dem unter anderem zeitweise die Schriftstellerin Christine Brückner angehörte.<ref name="HNA-26-09-1977">„…was ein einzelner vermag“. Paul-Dierichs-Stiftung verlieh zum zweiten Male Preise. In: Hessische/Niedersächsische Allgemeine. 26. September 1977 (Sonderseite).</ref> Die Geschäftsstelle der Stiftung befand sich im Pressehaus der HNA in Kassel, langjähriger (hauptamtlicher) Geschäftsführer war Wolfgang Mentzel (1927–2010).<ref name="Mentzel" /><ref>Karla Fohrbeck, Andreas Johannes Wiesand: Handbuch der Kulturpreise und der individuellen Künstlerförderung in der Bundesrepublik Deutschland 1978. DuMont, Köln 1978, ISBN 3-7701-1089-7, S. 88 f.</ref>

Ehrengast bei der ersten Preisverleihung im Januar 1977 war der damalige hessische Ministerpräsident Holger Börner (SPD).<ref>Wolfgang Mentzel: Die „Paul-Dierichs-Stiftung“. In: Rolf Hauer (Hrsg.): Stiftungen aus Vergangenheit und Gegenwart. Mohr Siebeck Verlag, Tübingen 1982, ISBN 3-16-944484-0, S. 336.</ref> Anlässlich der 10. Verleihung der Preise, die im September 1985 in Kassel stattfand, hielt die Politikerin Hildegard Hamm-Brücher (damals FDP) einen Festvortrag zum Thema „Unsere Demokratie mit Menschentum erfüllen“.<ref>Bestand Hamm-Brücher, Hildegard → 23). (PDF-Datei; 594 kB) In: Bestand: ED 379; Hamm-Brücher, Hildegard. Institut für Zeitgeschichte (IfZ), 7. September 1985, S. 5 von 216, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 5. Mai 2014; abgerufen am 29. August 2010.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ifz-muenchen.de</ref> Festredner bei der Auszeichnung der Preisträger im Jahr 2000 war der damalige hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU). Über die Verleihung der Preise und über die Preisträger wurde jeweils in Presseberichten und auf Sonderseiten in der HNA ausführlich berichtet.

Anlass für die Einstellung der Stiftungstätigkeit war die im Jahr 2002 erfolgte Übernahme der Dierichs Mediengruppe durch die in München ansässige Ippen-Gruppe (u. a. Herausgeber des Münchner Merkur), wodurch die verlegerischen Aktivitäten der Familie Dierichs und die damit eng verbundene Beziehung der Stiftung zum Verlag Dierichs und zur HNA beendet wurden. Die Liquidation der Stiftung wurde 2003 vom Stiftungskuratorium beschlossen und im Jahr 2006 beendet.<ref>335: Erlöschen der Paul-Dierichs-Stiftung mit Sitz in Kassel. (PDF 234 kB) In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. Regierungspräsidium Kassel, 3. April 2006, S. 834, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 19. Dezember 2015; abgerufen am 29. August 2010.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/stanz.ms-visucom.de</ref>

Paul-Dierichs-Preis

Der Paul-Dierichs-Preis war mit Preisgeldern von 5000 DM und höher dotiert, zusätzlich wurden mit 500 DM und höher dotierte Sonderpreise vergeben.<ref name="Mentzel"/> So erhielten zum Beispiel folgende Preisträger als Anerkennung ihrer gemeinnützigen Arbeit jeweils ein Preisgeld in Höhe von 5000 DM: 1978 der Gründer der Kasseler Musiktage, Richard Baum, 1992 der Burgverein Hatzfeld und 1994 der Trägerverein der KZ-Gedenkstätte Moringen. Die Initiatorin des Projekts „Zahnärzte und Patienten helfen Kindern in Not“, Birgit Utech, erhielt 1999 ein Preisgeld in Höhe von 7500 DM.<ref name="burgverein-hatzfeld">Unser Verein: Geschichte → 1992. Verein für Burg - und Heimatgeschichte, Hatzfeld e. V., abgerufen am 29. August 2010.</ref><ref name="gedenkstaette-moringen">10.9.1994. In: Ereignisse aus der Geschichte der KZ-Gedenkstätte Moringen. KZ-Gedenkstätte Moringen, abgerufen am 29. August 2010.</ref><ref name="Urkunde">Die Paul Dierichs-Stiftung hat… (PDF-Datei; 54 kB) Zahnärzte und Patienten helfen Kindern in Not e. V., 18. September 1999, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 14. Dezember 2015; abgerufen am 29. August 2010 (Urkunde der Paul Dierichs-Stiftung über die Preisverleihung).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.zphkinder.de</ref>

Zu den Preisträgern gehören unter anderem:

Literatur

  • Wolfgang Mentzel: Stiftungen aus Vergangenheit und Gegenwart. Hrsg.: Rolf Hauer. Mohr Siebeck Verlag, Tübingen 1982, ISBN 3-16-944484-0, Die „Paul-Dierichs-Stiftung“, S. 331–335.
  • Max Imdahl; Norbert Kunisch (Hrsg.): Plastik. Antike und moderne Kunst der Sammlung Dierichs in der Ruhr-Universität Bochum. Dierichs, Bonn 1979, ISBN 3-7749-1686-1.
  • Karla Fohrbeck, Andreas Johannes Wiesand: Handbuch der Kulturpreise und der individuellen Künstlerförderung in der Bundesrepublik Deutschland 1978. DuMont, Köln 1978, ISBN 3-7701-1089-7, S. 88 f.* Lothar Orzechowski: Dr. Paul Dierichs. Person und Institution. In: Paul Dierichs zu seinem 75. Geburtstag von seinen Mitarbeitern. Druck + Verlag Paul Dierichs, Kassel 1976. (Festschrift)

Weblinks

Einzelnachweise

<references />