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Schieferhakenschnabel

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Schieferhakenschnabel
Datei:White-sided Flowerpiercer - South Ecuador S4E2856 (23391895895).jpg

Schieferhakenschnabel (Diglossa albilatera), Männchen

Systematik
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Tangaren (Thraupidae)
Unterfamilie: Diglossinae
Gattung: Hakenschnäbel (Diglossa)
Art: Schieferhakenschnabel
Wissenschaftlicher Name
Diglossa albilatera
Lafresnaye, 1843

Der Schieferhakenschnabel (Diglossa albilatera) ist eine Vogelart aus der Familie der Tangaren (Thraupidae). Die Art kommt in Venezuela, Kolumbien, Ecuador und Peru vor. Der Bestand wird von der IUCN als nicht gefährdet (Least Concern) eingeschätzt.<ref>[[[:Vorlage:IUCN/Weblink]] Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:IUCN“ ist nicht vorhanden.] in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2010.2. Eingestellt von: BirdLife International, 2009. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref>

Merkmale

Datei:White-sided Flowerpiercer (female).jpg
Schieferhakenschnabel, Weibchen

Der Schieferhakenschnabel erreicht eine Körperlänge von etwa 12,2 bis 13,2 Zentimetern bei einem Gewicht von etwa 10 Gramm. Der nach oben gewandte schwarze Schnabel hat eine hakenförmige Spitze. Das Männchen ist fast vollkommen schieferschwarz. An der Seite hat es einen verdeckten weißen Büschel sowie weiße Unterflügeldecken. Der Geschlechtsdimorphismus ist bei dieser Art sehr ausgeprägt. So hat das Weibchen im Gegensatz zum Männchen eine olivbraune Oberseite. Die Unterseite ist gelblichbraun bis braun, wobei die seitlichen Flanken olivfarben bis gelblichbraun sind. Ähnlich wie beim Männchen hat es einen halbverdeckten weißer Fleck und weiße Unterflügeldecken.

Verbreitung und Lebensraum

Datei:Diglossa albilatera map.svg
Verbreitungsgebiet des Schieferhakenschnabel (grün)

Sie bewegen sich in den Stratifikationsschichten zwischen 0,5 und 4 Meter in verkümmerten Nebelwäldern, in feuchten Waldlichtungen mit Bambus und Gestrüpp und buschigen Hanglagen. Manchmal kann man sie bis in die städtischen Außenbezirke beobachten. Man findet diese Art in Höhen zwischen 1650 und 3300 Metern.

Verhalten

Normalerweise sieht man diesen Schieferhakenschnabel in Paaren oder kleineren Gruppen, wobei sie sich auch mit anderen Arten vermischen. Wie andere Hakenschnabel sind sie sehr flink und hinterhältig. Sehr oft sitzen sie tief im Laub, um Angriffe zum Beispiel von Kolibris zu verhindern. Während sie auf den Ästen ruhen, schlagen sie regelmäßig mit den Flügeln und spreizt die Schopffedern. Bei der Suche nach Nektar durchbohren sie mit ihrem Schnabel die Blumenkronen von blühenden Kletterpflanzen und Bäumen. Über kürzere Strecken jagen sie hin und wieder auch Insekten. Ihre Nester bauen sie aus Moos, Grass und Flechten. Die Eier sind grünblau mit dicken rotbraunen Markierungen.

Unterarten

Datei:Diglossa albilatera.JPG
Bild von Joseph Smit: Schieferhakenschnabel ♂ und ♀

Es sind vier Unterarten beschrieben, die sich vor allem in ihrer Färbung und ihrem Verbreitungsgebiet unterscheiden:

Etymologie

Der Gattungsname ist von griechisch dis, di- (= zwei) und glossa (= Zunge) abgeleitet und bezieht sich auf die typische U-förmige Zunge dieser Gattung. Das Wort albilatera setzt sich aus den lateinischen Worten albus (= weiß) und lateralis (= seitlich) zusammen. Das spiegelt sich ebenfalls im englischen Trivialnamen White-sided Flowerpiercer wider.

Literatur

Weblinks

Commons: Schieferhakenschnabel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />