Michael D. Higgins
Michael Daniel Higgins, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (* 18. April 1941 in Limerick), ist ein irischer Politiker der Irish Labour Party und war von 2011 bis 2025 Präsident von Irland.
Leben
Kindheit, Jugend und akademische Laufbahn
Michael Higgins ist der Sohn von John Higgins, einem Leutnant der Irisch-Republikanischen Armee im Irischen Unabhängigkeitskrieg. Im Alter von fünf Jahren gab ihn sein Vater in die Obhut eines Onkels und einer Tante, die in der Grafschaft Clare, in der Nähe von Newmarket-on-Fergus, einen Bauernhof bewirtschafteten.<ref>Brian McDonald Michael: Michael D: the boy, the man and the President. In: Irish Independent, 12. November 2011, abgerufen am 8. Juli 2019.</ref> Higgins besuchte das Saint Flannan’s College in Ennis. Nach der Schulzeit arbeitete er einige Monate in einer Fabrik im damals neuen, 1959 geschaffenen Zollfreigebiet Shannon Free Airport Industrial Estate am Flughafen Shannon.<ref name="Frank Connolly 16">Frank Connolly: Michael D – trade union activist, socialist, politician and poet. In: Liberty. Zeitschrift der Services, Industrial, Professional and Technical Union (SIPTU), Dublin, Heft Juli 2011, S. 16–17, hier S. 16.</ref> Er bestand die Aufnahmeprüfung für das Lehrerseminar in Drumcondra, konnte die Ausbildung jedoch nicht beginnen, weil er im Wohnheim des Lehrerseminars die Kaution für die Bettwäsche nicht bezahlen konnte.<ref name="Frank Connolly 16" /> So arbeitete er stattdessen zwei Jahre in Galway als Angestellter im örtlichen Büro des staatlichen Elektrizitätsversorgungsunternehmens Electricity Supply Board (ESB).<ref>Frank Connolly: Michael D – trade union activist, socialist, politician and poet. In: Liberty. Zeitschrift der Services, Industrial, Professional and Technical Union (SIPTU), Dublin, Heft July 2011, S. 16–17.</ref>
Das dort verdiente Geld ermöglichte ihm, als Erster in der Familie zu studieren. Sein Studium am University College Galway schloss er 1965 mit dem Bachelor of Commerce (B.Comm.) ab und erlangte dort außerdem 1966 den B.A. (Hauptfächer: Englisch, Soziologie und Politikwissenschaft)<ref name="John Cunningham">John Cunningham: Michael D. Higgins: formative years in Galway, 1961–1981. In: Sonderbeilage zur Connacht Tribune anlässlich der Wahl zum Präsidenten Irlands, November 2011, abgerufen am 8. Juli 2019.</ref> sowie 1967 an der Indiana University in Bloomington den Master of Arts (M.A.) im Fach Soziologie.<ref>IU extends congratulations to alumnus who will become Ireland's ninth president, 31. Oktober 2011, abgerufen am 8. Juli 2019.</ref>
Anschließend war Higgins Lecturer für Soziologie am University College Galway und Gastprofessor an der Southern Illinois University in Carbondale.<ref>Abdon Moriarty Pallasch: President Michael Higgins Visits the Midwest. In: Irish America, 12. Mai 2014, abgerufen am 8. Juli 2019.</ref> In den Jahren seiner Lehrtätigkeit in Galway machte er sich auch einen Namen als Dichter und Essayist.
Er spricht fließend Irisch<ref>Lise Hand: Auftritt der Kandidaten zur Präsidentschaftswahl 2011, Higgins kontert mit Gälisch. In: Independent online. 29. September 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 30. September 2011; abgerufen am 14. Dezember 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und besitzt Spanischkenntnisse.<ref>Universidad Internacional Menédez Pelayo: Der Präsident der Republik Irland lernt spanisch. 25. August 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 8. Mai 2014; abgerufen am 14. Dezember 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Politische Karriere
1968 trat Higgins der Irish Labour Party bei.<ref name="John Cunningham" /> 1973 ernannte der damalige Premierminister (Taoiseach), Liam Cosgrave, Higgins als Vertreter der Irish Labour Party zum Mitglied des Senats (Seanad Éireann). Bei den Senatswahlen 1977 erlitt er jedoch eine Niederlage und schied aus dem Senat aus.
1981 wurde er dann zum Mitglied des Unterhauses (Dáil Éireann) gewählt und vertrat dort bis zu seiner Wahlniederlage bei den Unterhauswahlen im November 1982 den Wahlkreis Galway West. Zugleich war er von Dezember 1981 bis 1982 erstmals Bürgermeister von Galway. Danach war er von 1983 wiederum Mitglied des Senats und gehörte dort zu den drei Vertretern der National University of Ireland, Galway. 1987 wurde er wiederum zum Mitglied des Dáil Éireann gewählt und vertrat dort bis zur Parlamentswahl 2011, bei der er nicht mehr antrat, wieder den Wahlkreis Galway West. Daneben war er zwischen 1990 und 1991 auch wieder Bürgermeister von Galway.
Am 12. Januar 1993 wurde er von Premierminister (Taoiseach) Albert Reynolds in der Koalitionsregierung von Fianna Fáil und Irish Labour Party zum Minister für Kunst, Kultur und die irischsprachigen Gebiete (Gaeltacht) ernannt. Dieses Amt bekleidete er bis zu seinem Rücktritt am 17. November 1994.
In der darauffolgenden Koalitionsregierung aus Fine Gael und Irish Labour Party ernannte ihn Premierminister John Bruton knapp einen Monat später am 15. Dezember 1994 ebenfalls zum Minister für Kunst, Kultur und die Gaeltacht; Higgins gehörte der Regierung bis zum Ende von Brutons Amtszeit am 26. Juni 1997 an.
Staatspräsident
Bei der Präsidentschaftswahl 2011 trat Higgins als Kandidat der Labour Party an und wurde mit 39,6 % der Stimmen mit deutlichem Vorsprung vor dem bis wenige Tage vor der Wahl in den Umfragen führenden Seán Gallagher zum Nachfolger von Mary McAleese bestimmt. Nach seiner Wahl erklärte Higgins, er habe seine Mitgliedschaft in der Labour Party beendet und den Parteivorsitz niedergelegt, da er das Präsidentenamt als ein unabhängiges Amt betrachte.<ref>Higgins declared president elect with one million votes. In: The Irish Times(online). 29. Oktober 2011, abgerufen am 28. Oktober 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Er trat das Amt am 11. November 2011 an.<ref>Higgins becomes president at Dublin Castle inauguration. In: The Irish Times. 11. November 2011. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2024. Suche im Internet Archive )</ref>
Bei der Präsidentschaftswahl 2018 trat Higgins erneut als Kandidat für das Präsidentenamt an, diesmal als unabhängiger Bewerber. Als Amtsinhaber war er für die Teilnahme automatisch qualifiziert.<ref>Minister Murphy makes Presidential Election Order, gov.ie, 28. Aug. 2018</ref><ref>Nomination of candidates auf Seite 4: How the President is Elected, gov.ie</ref> Er wurde mit Ausnahme von Sinn Féin von allen großen Parteien Irlands unterstützt.<ref>Kevin Doyle: Parties backing Higgins told to not use his image. In: Irish Independent (online). 18. Oktober 2018, abgerufen am 28. Oktober 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Higgins wurde gegen fünf andere Kandidaten bereits in der ersten Auszählrunde mit 55,8 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt.<ref>Presidential Election 2018/2018 Results: Overall Candidate Votes Throughout Counts. Presidential Returning Officer, 27. Oktober 2018, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 28. Oktober 2018; abgerufen am 28. Oktober 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Nach zwei Amtszeiten durfte er nicht kandidieren; er schied am 10. November 2025 aus dem Amt. Ihm folgte Catherine Connolly nach.
Familie
Higgins ist seit 1974 verheiratet.<ref>Homecoming planned for Michael D Higgins in Galway. In: The Irish Times, 30. Oktober 2011 (Foto mit Frau und Kindern).</ref> Seine Frau Sabina Higgins (geborene Coyne) ist eine Schauspielerin und kommt aus Cloonrane in County Galway, wo sie auf einem Bauernhof aufgewachsen ist.<ref>inauguration poems, American presidential. In: The Virgil Encyclopedia. John Wiley & Sons, Ltd, Oxford, UK 2014, ISBN 978-1-118-35135-2, S. 650–651, doi:10.1002/9781118351352.wbve1093.</ref><ref>Tim Luard: Exit Strategy20 December 1941. In: Escape from Hong KongAdmiral Chan Chak's Christmas-Day Dash, 1941. Hong Kong University Press, 2011, ISBN 978-988-8083-76-3, S. 51–59, doi:10.5790/hongkong/9789888083763.003.0007.</ref><ref name="Poll">CBS News/New York Times Iowa Poll, November #3, 2011. 10. Januar 2013, doi:10.3886/icpsr34476.</ref> Das Ehepaar hat eine Tochter und drei Söhne. Die Tochter Alice Mary wurde 2016 in den Seanad Éireann gewählt.<ref name="Poll" />
Ehrungen
- 1992 wurde er als erster Preisträger mit dem Sean MacBride Peace Prize ausgezeichnet.<ref>Sociological Association of Ireland (SAI): <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />President of Ireland, Michael D. Higgins (Sociologist) ( des Vorlage:IconExternal vom 27. September 2021 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., abgerufen am 8. Juli 2019.</ref>
- 2011 wurde er zum Mitglied der Royal Irish Academy gewählt.<ref>Members: Michael Daniel Higgins. Royal Irish Academy, abgerufen am 7. Mai 2019.</ref>
- Die National University of Ireland, Galway verlieh im Januar 2012 die Ehrendoktorwürde.<ref>Michael D Higgins NUI Honorary Degree Citation, abgerufen am 8. Juli 2019.</ref>
Weblinks
- Michael D. Higgins auf der Website des Präsidenten von Irland (englisch)
- Michael D. Higgins auf der Website des Oireachtas (englisch)
- Literatur von und über Michael D. Higgins im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Vorlage:IMDb/1
Einzelnachweise
<references />
<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />
Douglas Hyde | Seán Ó Ceallaigh | Éamon de Valera | Erskine Childers | Cearbhall Ó Dálaigh | Patrick Hillery | Mary Robinson | Mary McAleese | Michael D. Higgins | Catherine Connolly
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Higgins, Michael D. |
| ALTERNATIVNAMEN | Higgins, Michael Daniel (vollständiger Name); Ó hUiginn, Mícheál Dónal |
| KURZBESCHREIBUNG | irischer Dichter, Politologe, Politiker (Irish Labour Party) und irischer Staatspräsident |
| GEBURTSDATUM | 18. April 1941 |
| GEBURTSORT | Limerick |
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