Emmerich Kerle
Emmerich Kerle (* 27. März 1916<ref>Prof. Emmerich Kerle wird 90 – Ausstellung im Casino. In: Innsbruck informiert, Nr. 6, Juni 2006, S. II (Digitalisat)</ref> in Innsbruck; † 25. August 2010 ebenda) war ein österreichischer Bildhauer und Kunsterzieher.
Leben
Emmerich Kerle besuchte die Gewerbeschule in Innsbruck bei Hans Pontiller und studierte von 1937 bis 1938 an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Josef Müllner und von 1939 bis 1941 an der Akademie der Bildenden Künste München bei Josef Wackerle. 1944 wurde er als Kriegsmaler in Finnland eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg unterrichtete er als Kunsterzieher am Akademischen Gymnasium Innsbruck, am Gymnasium in Stams, am Bischöflichen Gymnasium Paulinum in Schwaz und am Bundes-Oberstufenrealgymnasium Innsbruck.<ref name="pfarrepradl">Pfarre Pradl: Krippe</ref>
Im Jahr 1952 begann seine Tätigkeit als freischaffender Künstler in seinem Bildhauer-Atelier, das sich im Souterrain der Pradler Schutzengelkirche befand, für deren Gestaltung er auch arbeitete. Zu seinen Werken zählen Reliefs, Grabmäler, Krippen, sakrale und profane Skulpturen in Stein und Holz sowie Fassadengestaltungen im Rahmen der Kunst-am-Bau-Aktion des Landes Tirol in der Nachkriegszeit.
Werke
- Skulptur Tiroler Adler, Befreiungsdenkmal, Innsbruck, 1948
- Relief eines sterbenden Soldaten, Kriegerdenkmal Aldrans, um 1950<ref>Arnold, Wiesauer: Kriegerdenkmal. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 26. März 2022.</ref>
- Kriegerdenkmal, Kematen in Tirol, 1954<ref>Arnold, Wiesauer: Nischenbildstock, Kriegerdenkmal. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 15. August 2017.</ref>
- Mosaik Gedenken an gefallene Kameraden, Landesgendarmeriekommando für Tirol, 1955–1959<ref>Maireth, Wiesauer: Kunst am Bau an öffentlichen Gebäuden: Mosaik: Gedenken an gefallene Kameraden. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 5. Juli 2015.</ref>
- Relief hl. Florian, Gemeindeamt/Feuerwehrgerätehaus Volders, 1956<ref>Frick, Schmid-Pittl: Gemeindeamt, Gemeinde, FF-Gerätehaus. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 10. Juni 2016.</ref>
- Brunnen mit Skulptur Spielende Kinder, Freischwimmbad Wattens, 1956<ref>Maireth, Wiesauer: Kunst am Bau an öffentlichen Gebäuden: Brunnen mit Skulptur Spielende Kinder. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 15. August 2017.</ref>
- Reliefs mit Handwerksberufen im Eingangsbereich der Landesberufsschulen in Innsbruck, 1956<ref>Tiroler Fachberufsschule in Innsbruck – Fachberufe künstlerisch interpretiert (um 1956), Kulturraum Tirol</ref>
- Skulptur Vater Inn, Wohnblock Fennerstraße 17–19, Innsbruck, 1958<ref>Maireth, Wiesauer: Kunst am Bau an öffentlichen Gebäuden: Fassadenskulptur Vater Inn. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 15. August 2017.</ref>
- Wandbild, Volksschule Sellrain, 1959<ref>R. Dollinger, Wiesauer: Volkschule und Kindergarten. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 1. Februar 2016.</ref>
- Fassadenrelief Schutzengel, Portal und Kreuzwegstationen, Schutzengelkirche in Innsbruck-Pradl, 1966
- Schmiedeeisengitter und Fresko, Totengedenkkapelle der Pfarrkirche Pradl, 1967–1968<ref>Helmuth Öhler: Ein Raum der Erinnerung. In: Kontakte. Pfarrblatt der Pfarre Pradl, Nr. 179, Oktober 2011, (PDF; 1,6 MB)</ref>
- Brückenskulptur Steigendes Pferd, Obermieming, 1969<ref>Menardi, Wiesauer: Kunst am Bau an öffentlichen Gebäuden: Brückenskulptur steigendes Pferd. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 15. August 2017.</ref>
- Terrakottareliefs hl. Georg und verlorener Sohn, Aufbahrungshalle Kennelbach, 1974
- Steinplastik hl. Christophorus (Höhe: 8 Meter) in der Nähe des Ostportals des Arlberg-Straßentunnels, St. Jakob am Arlberg, 1978<ref>Wachter, Wiesauer: Denkmal mit Skulptur Hl. Christophorus. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 15. August 2017.</ref>
- Weihnachtskrippe aus Terrakotta, Pfarre Pradl, 1978–1988<ref name="pfarrepradl" />
- Porträtbüste Eduard Wallnöfer, Barwies, 1988–1989<ref>Maireth, Wiesauer: Kunst am Bau an öffentlichen Gebäuden: Porträtbüste Eduard Wallnöfer. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 15. August 2017.</ref>
- Brunnenfigur hl. Josef, Josefsbrunnen, Bischof-Reinhold-Stecher-Platz, Innsbruck, 1990–1991<ref>Maireth, Wiesauer: Kunst am Bau an öffentlichen Gebäuden: Laufbrunnen hl. Josef, Josefsbrunnen. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 15. August 2017.</ref>
Auszeichnungen
- Ehrenzeichen für Kunst und Kultur des Landes Tirol
- Ehrenzeichen für Kunst und Kultur der Stadt Innsbruck, 1989<ref>Stadt Innsbruck: Ehrenzeichen für Kunst und Kultur</ref>
Literatur
- Kerle, Emmerich. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts. Band 3: K–P. E. A. Seemann, Leipzig 1956, S. Vorlage:VonBis (Textarchiv – Internet Archive – Leseprobe).
Weblinks
Einzelnachweise
<references/>
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Kerle, Emmerich |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Bildhauer und Kunsterzieher |
| GEBURTSDATUM | 27. März 1916 |
| GEBURTSORT | Innsbruck |
| STERBEDATUM | 25. August 2010 |
| STERBEORT | Innsbruck |