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Karl Hinckeldeyn

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Datei:WP Karl Hinckeldeyn.jpg
Karl Hinckeldeyn
Datei:Posen Damals – Karl Hinckeldeyn – Kaiser Wilhelm-Bibliothek.png
Ehem. Kaiser-Wilhelm-Bibliothek in Posen
Datei:Posen Damals – Karl Hinckeldeyn – Kaiser Friedrich-Museum.png
Ehem. Kaiser-Friedrich-Museum in Posen
Datei:Dek04.jpg
Kanalbrücke über die Stever in Olfen

Karl Adolf Hinckeldeyn<ref>„Exzellenz Wirklicher Geheimrat Karl Adolf Winckeldeyn“, In: Vaterstädtische Blätter, 1907</ref> (* 5. Februar 1847 in Lübeck; † 21. Mai 1927 ebenda) war ein deutscher Architekt und preußischer Baubeamter.

Datei:PolandSzczecinMAcademy.JPG
Seefahrtshochschule Szczecin, ehem. Zolldirektion Stettin, Ansicht 2006

Leben

Herkunft

Karl Hinckeldeyn war der Sohn des Kunst- und Handelsgärtners Carl Adolph Georg Heinrich Hinckeldeyn.

Der lübeckische Arzt Johannes Carl Heinr. Friedr. Hinckeldeyn war sein älterer Bruder.

Die Begründerin der heutigen lübeckischen Thomas-Mann-Schule, Ida Hinckeldeyn, war seine Schwester.

Laufbahn

Nach dem Abitur am Katharineum zu Lübeck Ostern 1867<ref>Hermann Genzken: Die Abiturienten des Katharineums zu Lübeck (Gymnasium und Realgymnasium) von Ostern 1807 bis 1907. Borchers, Lübeck 1907, Nr. 637; urn:nbn:de:hbz:061:1-305545. Friedrich Richard Krauel war sein Mitabiturient.</ref> studierte er an der Berliner Bauakademie und legte 1872 die 1. Staatsprüfung ab. Anschließend übernahm er die örtliche Leitung des Baus des Berliner Hotels Kaiserhof. 1877 legte er die 2. Staatsprüfung in der Fachrichtung Architektur ab. Nach einer Studienreise nach Italien übernahm er als Regierungsbaumeister (Assessor in der öffentlichen Bauverwaltung) die Leitung des Umbaus des Berliner Zeughauses.<ref>Vorlage:ZentralblBauverw</ref> 1883 wurde er Schriftleiter beim Zentralblatt der Bauverwaltung. Ab 1884 war er als Technischer Attaché an die Deutsche Botschaft Washington abgeordnet. Als Frucht dieser Zeit veröffentlichte er zusammen mit Paul Graef 1897 mit Neubauten in Nordamerika eine der ersten kritischen Studien in deutscher Sprache über die Architektur in den USA.

1888 wurde Land-Bauinspektor Hinckeldeyn zum preußischen Regierungs- und Baurat ernannt.<ref>Local- und vermischte Notizen. In: Lübeckische Blätter, 30. Jahrgang, Nummer 59, Ausgabe vom 22. Juli 1888, S. 364.</ref>

1893 wurde Hinckeldeyn Geheimer Baurat, 1894 Mitglied der preußischen Akademie des Bauwesens und 1896 Oberbaudirektor. In dieser Zeit entwarf er als Architekt das Schiffshebewerk Henrichenburg<ref>Altes Schiffshebewerk Henrichenburg. In: StructuraeVorlage:Abrufdatum</ref> und verschiedene Brücken des Dortmund-Ems-Kanals, unter anderem die Kanalbrücken über die Lippe und die Stever in Olfen.<ref>Kanalbrücke über die Stever. In: StructuraeVorlage:Abrufdatum</ref> 1900 wurde Hinckeldeyn zum Ministerialdirigenten befördert, 1903 als erster Nicht-Jurist zum Ministerialdirektor. 1907 wurde Hinckeldeyn Wirklicher Geheimer Rat mit der Anrede „Exzellenz“. Zuletzt baute er an der Hakenterrasse in Stettin die Hauptzolldirektion (Bauzeit 1914–1921, weitergeführt von Heinrich Osterwold aus Mölln; ab 1923 als Landesfinanzamt).<ref>Die Hakenterrasse / Wały Chrobrego, Stettin.Pomorze Zachodnie Travel; abgerufen am 19. Mai 2019.</ref> Am 1. April 1919 schied er aus dem preußischen Staatsdienst aus und übersiedelte in seine Geburtsstadt Lübeck, wo er 1927 starb.

Bauten

Literatur

  • Vorlage:ZentralblBauverw
  • Vorlage:ZentralblBauverw
  • Acta Borussica. Neue Folge, 1. Reihe: Die Protokolle des Preußischen Staatsministeriums 1817–1934/38, Band 9: 23. Oktober 1900 bis 13. Juli 1909. S. 368 (Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften).
  • Arnold Lewis: Hinckeldeyn, Vogel, and American Architecture. In: Journal of the Society of Architectural Historians, Dezember 1972, 31, No. 4, S. 276–290.
  • Markus Tubbesing: Ein preußischer Pionier im transatlantischen Diskurs. Ministerial-Oberbaudirektor und Wirklicher Geheimrat Excellenz Karl Hinckeldeyn. In: Informationen zur modernen Stadtgeschichte (IMS), Ausgabe 1/2010, S. 54–67; ISSN 0340-1774.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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