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Hamman-Zeichen

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Das Hamman-Zeichen ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), auch Hamman’s crunch) ist ein klinisches Zeichen für ein spontanes Mediastinalemphysem oder einen linksseitigen Pneumothorax. Es ist pathogenetisch nicht vollständig klar, was das Hamman-Zeichen verursacht, doch es wird angenommen, dass das kontrahierende Herz die Luft im Thorax hin- und herbewegt und es so zu diesem Phänomen kommt. Bei dem Hamman-Zeichen handelt es sich um ein auskultatorisch, pulssynchrones „Klicken“ oder „Gluckern“. Das Geräusch ist meist systolisch und über dem Herzen am besten zu hören. Aufgrund seiner Seltenheit und wird das Hamman-Zeichen oft falsch interpretiert.

Das Hamman-Zeichen kann bei etwa der Hälfte der Patienten mit spontanem Mediastinalemphysem nachgewiesen werden.<ref>Igor Z. Abolnik, Izidore S. Lossos, Raphael Breuer: Spontaneous Pneumomediastinum. In: Chest. Band 100, Nr. 1, 1991, S. 93–95, doi:10.1378/chest.100.1.93, PMID 1824034.</ref><ref>Matthias E. Liechti, E. Achermann: Pneumomediastinum. In: DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift. Band 127, Nr. 43, 2002, S. 2273–2276, doi:10.1055/s-2002-35014, PMID 12397542.</ref>

Da das Hamman-Zeichen zwar auf ein Mediastinalemphysem oder einen Pneumothorax hinweisen, jedoch nicht zur Diagnose ausreicht, sollte weitere Diagnostik, z. B. ein Röntgen-Thorax, durchgeführt werden.

Das Zeichen wurde benannt nach dem amerikanischen Internisten Louis Virgil Hamman (1877–1946), der das Zeichen 1939 erstmals beschrieb.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Hamman’s sign bei whonamedit.com (Memento vom 21. Januar 2025 im Internet Archive)</ref><ref>L. Hamann: Spontaneous mediastinal emphysema. In: Bull. Johns Hopkins Hosp., 1939, 64, S. 1–21.</ref>

Einzelnachweise

<references />