Zum Inhalt springen

Quelle (Bielefeld)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 8. März 2026 um 09:49 Uhr durch imported>Eriosw (Einwohnerentwicklung).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Quelle
Stadtbezirk Brackwede
Stadt Bielefeld
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(9375)&title=Quelle 52° 0′ N, 8° 29′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(9375) 52° 0′ 23″ N, 8° 28′ 36″ O
 {{#coordinates:52,006388888889|8,4766666666667|primary
dim=10000 globe= name=Quelle region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=city
  }}
Höhe: 151 (133–313) m ü. NHN
Fläche: 8,6 km²
Einwohner: 9375 (31. Dez. 2024)[Ohne Beleg]Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/NoEinwQuelle
Eingemeindung: 1. Januar 1970
Eingemeindet nach: Brackwede
Postleitzahl: 33649
Vorwahl: 0521
Datei:Stadtteil Quelle in Bielefeld.svg
Karte
Lage von Quelle in Bielefeld

Quelle ist ein Stadtteil der kreisfreien Stadt Bielefeld in Nordrhein-Westfalen und gehört zum Bielefelder Stadtbezirk Brackwede. Bis 1969 war Quelle eine eigenständige Gemeinde im Kreis Bielefeld.

Geografie

Gliederung und Lage

Die Stadt Bielefeld ist unterhalb der zehn Bezirke nicht weiter in administrative oder politische Einheiten gegliedert. Stadtteile sind in Bielefeld daher nur informelle Teilgebiete, deren Abgrenzung sich meist auf das Gebiet einer Altgemeinde bezieht. Zu statistischen Zwecken ist Bielefeld jedoch in 72 „statistische Bezirke“ eingeteilt. Die Altgemeinde Quelle entspricht dabei in etwa den statistischen Bezirken 37 Kupferheide und 38 Quelle.<ref>Statistische Bezirke von Bielefeld</ref>

Quelle liegt direkt südlich des Hauptkammes des Teutoburger Waldes und wird von der Lutter und vom Lichtebach durchflossen. Der höchste Punkt von Quelle liegt mit 313 m ü. NHN auf dem Hünenberg.

Nachbarorte

Im Westen grenzt Quelle an Steinhagen, im Norden an den Ortsteil Hoberge-Uerentrup des Bielefelder Stadtbezirks Dornberg und im Nordosten an den Stadtbezirk Gadderbaum. Östlich grenzt Quelle an die Ortsteile Brock und Kupferhammer des Stadtbezirks Brackwede und südlich an das ebenfalls zu Brackwede zählende Ummeln.

Geschichte

Erstbesiedlung

1036 wird der auf dem Boden des heutigen Ortsteils liegende Meyerhof Borckhusen (Meyer zu Borgsen) das erste Mal erwähnt. 1221 erfolgte die erste Erwähnung Quelles unter dem Namen Hof Cawelle in einer Schenkungsurkunde. Die Bauerschaft, zu der beide Höfe gehörten, hieß im Ravensberger Urbar von 1556 Borckhuisen; später änderte sich der Name der Bauerschaft zu Quelle.<ref>Heimatverein Quelle</ref>

Verwaltungsgliederung

Bis zur Franzosenzeit gehörte die Bauerschaft Quelle zur Vogtei Brackwede im Amt Sparrenberg der Grafschaft Ravensberg. Von 1807 bis 1813 gehörte Quelle zum Kanton Brackwede im Königreich Westphalen. 1816 kam die Gemeinde zum neuen Kreis Bielefeld. Im Kreis Bielefeld gehörte die Gemeinde zum Amt Brackwede. Zum Gemeindegebiet gehörte ursprünglich auch das Gebiet westlich der Lutter bis zum Johannistal und zum Hof Olderdissen. Dieses Gebiet wurde am 31. Januar 1907 in die Stadt Bielefeld eingegliedert<ref></ref> und gehört heute zum Stadtbezirk Dornberg.

Durch das Gesetz zur Neugliederung des Kreises Wiedenbrück und von Teilen des Kreises Bielefeld wurde Quelle zum 1. Januar 1970 in die Stadt Brackwede eingegliedert.<ref>Gesetz zur Neugliederung des Kreises Wiedenbrück und von Teilen des Kreises Bielefeld § 10. In: recht.nrw.de. 4. Dezember 1969, abgerufen am 1. Mai 2010.</ref> Brackwede seinerseits wurde im Zuge der Neugliederung des Raums Bielefeld zum 1. Januar 1973 nach Bielefeld eingemeindet.<ref>Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X.</ref>

Feuerwehr und Kirchengemeinde

Die Freiwillige Feuerwehr Quelle wurde am 21. August 1921 gegründet. Die Evangelisch-lutherische Johannes-Kirchengemeinde Quelle-Brock entstand 1958, als die damalige Kirchengemeinde Brackwede aufgeteilt wurde. Die Johannes-Kirchengemeinde gehört zum Kirchenkreis Gütersloh.<ref>Website Johanneskirchengemeinde</ref>

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
1799 0550 <ref>Peter Florens Weddigen: Westphälischer historisch-geographischer National-Kalender. Kleinenbremen 1805, § 1 Das Amt Sparrenberg, S. 29 (google.de).</ref>
1812 0701 <ref>Westfalen unter Hieronymus Napoleon. (Digitalisat) 1812, S. 47, abgerufen am 20. April 2010.</ref>
1864 0921 <ref name="handbuch1866">Topographisch-statistisches Handbuch des Regierungs-Bezirks Minden. (Digitalisat) 1866, S. 10, abgerufen am 22. April 2010.</ref>
1910 1831 <ref>Landkreis Bielefeld. Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 6. April 2023;.</ref>
1939 3808 <ref name="rademacher">Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>
1961 6387 <ref name="Bunermannkostering">Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 238.</ref>
1966 7080 <ref name="kreis">Landkreis Bielefeld (Hrsg.): 150 Jahre Landkreis Bielefeld. 1966.</ref>
2008 8451 <ref>Sozialleistungsbericht 2008. (PDF; 9,5 MB) Stadt Bielefeld, 31. Dezember 2008, S. 185, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 31. Januar 2012; abgerufen am 25. Mai 2010: „Einwohnerzahl der Statistischen Bezirke Quelle und Kupferheide“  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bielefeld.de</ref>
2014 8578 <ref>Statistische Bezirke Quelle und Kupferheide. Stadt Bielefeld Amt für Demographie und Statistik, abgerufen am 13. Oktober 2015.</ref>
2019 9246 <ref>Daten der Stadt Bielefeld</ref>
2022 9372 <ref>Daten der Stadt Bielefeld</ref>
2024 9375 <ref name="s2024">Stadt Bielefeld: Demographie und statistische Gebietsgliederung</ref>

Wappen

Datei:Wappen Quelle.png

Das Queller Wappen zeigt den Drei-Kaiser-Turm, dessen Bau im Dreikaiserjahr 1888 begann und der 1894 fertiggestellt wurde, auf drei roten Sparren auf Silber. Die drei Sparren deuten auf die Grafschaft Ravensberg, zu der Quelle früher gehörte, hin.

Bauwerke und Anlagen (Auswahl)

Städtische und Kirchen

  • Gemeinschaftshaus Quelle in der Carl-Severing-Straße
  • Evangelische Johanneskirche, Johannes dem Täufer gewidmet
  • Erwähnenswert ist der Friedhof im Ortsteil an der Magdalenenstraße mit einer kleinen Kapelle.<ref>Friedhof Quelle | Bielefeld. Abgerufen am 9. April 2024.</ref>

Hünenburg

Die Hünenburg ist eine Burgruine auf dem Hünenberg (302 m über NN.). Dieser liegt am Südhang des Teutoburger Waldes. Der 1894 errichtete Drei-Kaiser-Turm musste 1952 einem Fernmeldeturm weichen. 20 Jahre später wurde der Fernsehturm auf der Hünenburg rückgebaut, von der so neu entstandenen 40 m hohen Aussichtsplattform kann man einen Blick auf den Bielefelder Süden werfen. Gleichzeitig wurde ein neuer, 164 Meter hoher Fernmeldeturm Hünenburg gebaut, der auf den Ruinen der Burg steht.

Bildung und Verkehr

  • Allgemeinbildende Schulen im Ortsteil sind die Grundschule Quelle an der Carl-Severing-Str. 165, die seit 1878 an dieser Stelle in Betrieb ist, und die Gesamtschule Quelle.
  • Bielefeld-Quelle ist durch die Bundesstraße 61 und die L 756 an das Fernstraßennetz angeschlossen.
Datei:Bahnhof Quelle-Kupferheide.jpg
Haltepunkt Quelle-Kupferheide

Für den öffentlichen Personennahverkehr gelten der Westfalentarif und der NRW-Tarif.

Regelmäßige Veranstaltungen

Jedes Jahr findet ein Weihnachtsmarkt an der Johannes-Kirche in Quelle statt. Zu Christi Himmelfahrt wurde auf der Hünenburg jedes Jahr das Hünenburgfest ausgerichtet. Aufgrund der schwierigen Logistik und sinkender Besucherzahlen entschied die Queller Gemeinschaft als Veranstalter, das Fest einzustellen und durch den 2019 erstmals gefeierten Queller Sommer im Ortskern zu ersetzen.

Vereine

TuS Quelle

Datei:TusQuelleLogo.jpg
TuS-Quelle-Wappen

Im Mai 1919 gründete sich in der Gaststätte Büscher der Turn- und Sportverein Quelle (TuS Quelle). Der Verein besteht aus fünf Abteilungen: Fußball, Turnen, Tischtennis, Volleyball und Basketball. Für die mehr als 1900 Mitglieder stehen drei Turnhallen und zwei Sportplätze zur Verfügung. Die Vereinsfarben sind Blau-Weiß.

ASC-Hünenburg e. V.

Im Jahr 1953 wurde der ASC-Hünenburg e. V. (Automobilsportclub e. V. im ADAC) gegründet. Der Name ist angelehnt an die Burgruine Hünenburg. Im Jahr 2003 wurde der Verein aufgelöst, lebt in Teilen des 1973 gegründeten MSC-Hünenburg e. V. (Motorrad-Sport-Club e. V.), der sich an den ASC-Hünenburg e. V. seit Gründung angegliedert hatte, weiter.

Queller Gemeinschaft

Die Queller Gemeinschaft ist ein Verein, der das Ziel verfolgt, das Zusammenleben aller Einwohner von Quelle in sozialen, kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Lebensbereichen leichter, freundlicher und attraktiver zu gestalten. Sie zählt heute mehr als 230 Mitglieder.<ref>[1]</ref> In der Öffentlichkeit tritt die Queller Gemeinschaft vor allem als Veranstalter des Stadtteilfestes „Queller Sommer“<ref>[2]</ref> (bis 2017 Hünenburg-Fest) und eines Weihnachtsmarktes auf. Aus Anlass ihres vorausgegangenen 25. Geburtstags hat die Queller Gemeinschaft im Jahr 2008 im Herzen von Quelle eine Finnbahn<ref>[3]</ref> errichtet und den Einwohnern zum Geschenk gemacht.

HSG Quelle/Ummeln

Im Juni 1991 gab es einen Zusammenschluss der Handballvereine CVJM Quelle und CVJM Ummeln. Seitdem tritt die HSG Quelle/Ummeln (Handball- und Sportgemeinschaft) zusammen im Handball an. Der Verein besteht aus drei Abteilungen: Handball, Yoga und Frauenturnen. Der Verein zählt derzeit ca. 240 Mitglieder.<ref>HSG Quelle/Ummeln Handball</ref> Es stehen die Sporthallen der Gesamtschule Quelle sowie der Sporthalle im Nachbarstadtteil Ummeln zur Verfügung. Die Vereinsfarben sind Grün-Weiß.

Ehemaliger Rennplatz

Von 1905 bis in die 1960er-Jahre existierte in Quelle ein Rennplatz, auf dem Pferderennen und Fahrturniere durchgeführt wurden.<ref>Adolf Tjaden: Das Amt Brackwede. Ein Heimatbuch. Ludwig Bechauf, Bielefeld 1948.</ref> Im Zweiten Weltkrieg wurde der Rennplatz zeitweilig militärisch als Behelfsflugplatz genutzt. Anschließend wurde auf dem Gelände ein Verkehrsübungsplatz betrieben. Heute befindet sich auf diesem Gelände eine Neubausiedlung, deren Straßennamen (Am Rennplatz, Galoppweg usw.) an den ehemaligen Rennplatz erinnern.

Einzelnachweise

<references />

<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Brackwede:

Brackwede | Holtkamp | Quelle | Ummeln

Dornberg:

Babenhausen | Großdornberg | Hoberge-Uerentrup | Kirchdornberg | Niederdornberg-Deppendorf | Schröttinghausen

Gadderbaum:

Bethel

Heepen:

Altenhagen | Baumheide | Brake | Brönninghausen | Heepen | Milse | Oldentrup

Jöllenbeck:

Jöllenbeck | Theesen | Vilsendorf

Mitte:

(keine Gliederung in Stadtteile)

Schildesche:

Gellershagen | Sudbrack | Schildesche

Senne:

Buschkamp | Windelsbleiche | Windflöte

Sennestadt:

Dalbke | Eckardtsheim | Heideblümchen | Sennestadt

Stieghorst:

Hillegossen | Lämershagen-Gräfinghagen | Sieker | Stieghorst | Ubbedissen

Vorlage:Klappleiste/Ende