Montana Austria
| Montana Austria | |
|---|---|
| Datei:Boeing 707-138B OE-IRA Montana at VIE 1977-b.jpgBoeing 707-138B der Montana Austria, Wien 1977 | |
| IATA-Code: | OF |
| Rufzeichen: | MONTANA |
| Gründung: | Oktober 1976 |
| Betrieb eingestellt: | 24. Juli 1981 |
| Sitz: | Wien, Datei:Flag of Austria.svg Österreich |
| Drehkreuz: | Flughafen Wien-Schwechat |
| Heimatflughafen: | Flughafen Wien-Schwechat |
| Unternehmensform: | GmbH |
| Flottenstärke: | 3 |
| Ziele: | international |
| Montana Austria hat den Betrieb 24. Juli 1981 eingestellt. Die kursiv gesetzten Angaben beziehen sich auf den letzten Stand vor Einstellung des Betriebes. | |
Montana Flugdienst GmbH (im Außenauftritt Montana Austria) war eine österreichische Fluggesellschaft mit Sitz in Wien, die von 1976 bis 1981 existierte.
Geschichte
Die Gesellschaft wurde von Flugkapitän Hans-Jörg Stöckl im Oktober 1976 gegründet, gegen heftigen Widerstand seitens des damaligen Monopolisten Austrian Airlines. Der Flugbetrieb wurde am 7. November 1976 mit einer Boeing 707 zwischen Wien und Bangkok aufgenommen.<ref>Leisure Airlines of Europe, K. Vomhof, 2001.</ref> Die spätere Flotte umfasste drei Boeing 707, darunter zwei Exemplare des Typs 707-138B, eine ursprünglich für Qantas angefertigte Sonderversion mit verkürztem Rumpf und längerer Reichweite. Montana flog hauptsächlich Touristenziele in Übersee an, vor allem Bangkok (via Bagdad/Sharjah) und New York. Daneben war Montana auch im Frachtgeschäft tätig und flog vor allem in der Nebensaison für andere Fluggesellschaften im ACMI.
Gegen Ende der 1970er Jahre geriet die Gesellschaft zunehmend in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Am 13. Mai 1981 wurde in Houston eine Maschine der Montana vom US-Zoll beschlagnahmt und die Crew verhaftet. Dadurch wurde ein geplanter Waffenschmuggel nach Südafrika, entgegen dem internationalen Embargo gegen das Apartheid-Regime, verhindert.<ref>Zoll ließ sich nicht täuschen. In: Arbeiter-Zeitung. Wien, 14. Mai 1981, S. 7.</ref> Am 24. Juli 1981 meldete Montana schließlich den Konkurs an, nachdem der Finanzier Carl Press die gestundeten Leasingraten für die Flugzeuge fällig gestellt hatte.<ref>Montana-Pleite: 2500 bangen um ihre Heimkehr. In: Arbeiter-Zeitung. Wien, 25. Juli 1981, S. 7.</ref>
Flotte
Bei Betriebseinstellung hatte Montana Austria drei Flugzeuge in Betrieb:<ref name="Flotte">Flottenhistorie auf ATDB.org</ref>
- 2 Boeing 707-138B, Kennzeichen OE-INA, OE-IRA (ex Braniff International Airways)
- 1 Boeing 707-396C OE-IDA (ex Wardair Canada)
Siehe auch
Literatur
- Bernhard Isidor Hengi, Herausgeber Josef Krauthäuser: Vergangen. Vergessen. Vorbei. Ehemalige Fluggesellschaften weltweit – Pleiten, Fusionen und Verkäufe ab 1970. NARA-Verlag, Allershausen 1999, ISBN 3-925671-27-7.
- Klaus Vomhof: Leisure Airlines of Europe. SCOVAL, Newcastle-upon-Tyne 2001, ISBN 1-902236-09-2.
Weblinks
- Montana Austria – die vergessene Airline, Bericht über die Fluggesellschaft auf austrianwings.info
- Abbildung der in den USA beschlagnahmten OE-IDA nach ihrem Umbau durch die US Air Force
Einzelnachweise
<references />
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