Relliehausen
Relliehausen Stadt Dassel
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| Das Ortswappen bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=Relliehausen 51° 47′ N, 9° 41′ O
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| Höhe: | 174 m | |||||
| Eingemeindung: | 1. April 1928 | |||||
| Postleitzahl: | 37586 | |||||
| Vorwahl: | 05564 | |||||
Lage von Relliehausen in Niedersachsen
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Relliehausen ist ein zur Stadt Dassel gehörendes Dorf im Landkreis Northeim. Relliehausen liegt an der Ilme zwischen Ellenser Wald und Solling.
Geschichte
Der Ort wurde am 31. Dezember 1119 erstmals unter dem Namen Regildingshusen urkundlich erwähnt.<ref name="dassel" /> Zwei dem Jahr 1022 zugeschriebene Erwähnungen als Regilindehusen und Regelindenhuson stammen aus Urkunden, die im 12. Jahrhundert gefälscht wurden.<ref name="ortsnamenbuch" /> In mittelalterlichen Urkunden wurde Relliehausen als im Suilbergau liegend erwähnt.<ref>ZEITSCHRIFT DER SAVIGNY-STIFTUNG FÜR RECHTSGESCHICHTE HERAUSGEGEBEN TOR P. T. Roth, E. I. Bekkeb, H. Böhlau, A. Pernice, R. Schbödeb. FÜNFTER BAND ^VJII. BAND DER ZEITSCHRIFT FÜR RECHTSGESCHICHTE GERMANISTISCHE ABTHEILUNG WEIMAR HERMANN BÖHLAU 1884, S. 33.</ref> Daher lag der Ort dann im unmittelbaren Einflussbereich der Grafen von Dassel. 1310 wurde er an das Bistum Hildesheim verkauft und von Hunnesrück aus verwaltet. 1523 mussten die Bischöfe gemäß dem Quedlinburger Rezess Relliehausen an das welfische Fürstentum Calenberg abgeben. Relliehausen wurde nun von der Erichsburg aus verwaltet. 1643 wurde die Rückgabe an das Bistum Hildesheim vertraglich vereinbart. Die Welfen zeigten sich davon unbeeindruckt. Sie stellten die Zuordnung von 1643 als hildesheimische Behauptung dar<ref>Friedrich von der Decken: Herzog Georg von Braunschweig und Lüneburg. Beiträge zur Geschichte des dreißigjährigen Krieges, Band 4, S. 333–335.</ref> und nannten Relliehausen offen ein Vorwerk der Erichsburg. Die Differenzen spitzten sich zu, als der welfische General Scharnhorst eine militärische Karte erstellte, in der er Relliehausen als welfische Exklave auf dem hildesheimischen Gebiet um Hunnesrück und Dassel darstellte, das selbst Exklave auf welfischem Gebiet war.<ref>Hans-Walter Klewitz: Studien zur territorialen Entwicklung des Bistums Hildesheim, mit Anhang: "Topographisch militairische Charte des Bistums Hildesheim, aufgenommen und gezeichnet unter Direktion des Oberstleutnants Scharnhorst von kurhannoverschen Topographen", in: Veröffentlichungen der Historischen Kommission 13, Vandenhoeck & Ruprecht 1932.</ref> Die Hildesheimer Bischöfe behielten die Ruhe. Wenige Jahre später wurden beide Parteien von Truppen Napoleons überrannt und besetzt, und Relliehausen fand sich in der Karte des Departements der Leine wieder. 1928 wurde der Ort nach Dassel eingemeindet.<ref>Werner Hillebrand: Handbuch der niedersächsischen Stadtarchive, Vandenhoeck & Ruprecht, 1981, S. 53.</ref>
- Einwohnerentwicklung
| Jahr | 1848<ref name="hannover" /> | 1910<ref name="gemverz" /> |
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| Einwohner | 46 | 186 |
Religion
Nach dem Zweiten Weltkrieg bauten die Menschen lutherischen Glaubens eine Kapelle, die Marienkapelle. 2012 nahm man ihre Profanierung vor.<ref> (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref>
Wirtschaft
Relliehausen ist seit Jahrhunderten ein bekannter Standort der Papierindustrie. So wurde 1584 von Herzog Erich dem Jüngeren von Calenberg-Braunschweig eine Konzession für die Einrichtung einer Papiermühle an Meister Merten Spieß erteilt.<ref>Dietrich Denecke: Wirtschaftsanlagen. In: Erhard Kühlhorn (Hrsg.): Historisch-Landeskundliche Exkursionskarte von Niedersachsen.Blatt Moringen. Lax, Hildesheim 1976, ISBN 3-7848-3624-0, S. 218.</ref> Sie stellte Büttenpapier her. Auf diesen Betrieb geht die heutige Hahnemühle FineArt GmbH zurück.
Zudem ist eine Niederlassung der Firma Cytiva (bis 2020 GE Healthcare) hier ansässig.
Das in der Geschichte umstrittene Vorwerk ist heute eine Außenstelle der Georg-August-Universität Göttingen und dient agrarwissenschaftlichen Forschungen sowie dem Betrieb einer Biogasanlage.<ref>Lars Pingel: Brennstoffzellennutzung in der Biogastechnik, 2008, S. 23–24.</ref> Am 6. August 2020 brannten auf dem Versuchsgut eine Scheune und Teile der Versuchsanlage für Schweine ab.<ref>Brand in Gebäuden der Uni Göttingen: Über 1000 Tiere sterben im Feuer. In: www.hna.de. 7. August 2020, abgerufen am 7. August 2020.</ref><ref>Update (19:30 Uhr): Großbrand im Dassler Ortsteil Relliehausen: Scheune mit Tieren steht in Vollbrand. In: einbeck-news.de. Abgerufen am 7. August 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Politik
Ortsrat
Relliehausen hat einen fünfköpfigen Ortsrat, der seit der Kommunalwahl 2021 ausschließlich von Mitgliedern der "Bürgergemeinschaft Relliehausen" besetzt ist. Die Wahlbeteiligung lag bei 73,17 Prozent.<ref>Ergebnis Ortsratswahl 2021. Abgerufen am 10. Juli 2022.</ref>
Ortsbürgermeister
Ortsbürgermeister ist Stefan Guhl, stellvertretende Ortsbürgermeisterin ist Ann Kathrin Domigall.
Wappen
Das Wappen der Ortschaft Relliehausen besteht aus zwei gekreuzten silbernen Rossköpfen, die das Zeichen des Verbands Hannoverscher Warmblutzüchter im Gestütswerk Relliehausen symbolisieren, während das Wasserrad die Nutzung der Wasserkraft der Ilme darstellt.
Persönlichkeiten
- August von Wissell (1765–1838), hannoverischer Generalmajor
Weblinks
- Relliehausen auf der Internetseite der Stadt Dassel, abgerufen am 27. Mai 2014
Einzelnachweise
<references> <ref name="dassel">
Relliehausen. Stadt Dassel, abgerufen am 10. April 2017.
</ref> <ref name="ortsnamenbuch"> Kirstin Casemir, Franziska Menzel, Uwe Ohainski: Die Ortsnamen des Landkreises Northeim. Hrsg.: Jürgen Udolph (= Niedersächsisches Ortsnamenbuch (NOB). Teil V). Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2005, ISBN 3-89534-607-1, S. 316–317. </ref> <ref name="gemverz"> Der Landkreis Einbeck. Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 23. Mai 2023. </ref> <ref name="hannover">
Friedrich W. Harseim, C. Schlüter (Hrsg.): Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover. Schlüter, 1848, S. 75 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).
</ref> </references>
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