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Schensi-Tanne

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Schensi-Tanne
Datei:Abies chensiensis - Botanischer Garten Freiburg - DSC06478.jpg

Schensi-Tanne im botanischen Garten Freiburg

Systematik
Ordnung: Koniferen (Coniferales)
Familie: Kieferngewächse (Pinaceae)
Unterfamilie: Abietoideae
Gattung: Tannen (Abies)
Sektion: Momi
Art: Schensi-Tanne
Wissenschaftlicher Name
Abies chensiensis
Van Tieghem

Die Schensi-Tanne (Abies chensiensis) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Kieferngewächse (Pinaceae). Ihr Verbreitungsgebiet umfasst China, Tibet und Indien.

Beschreibung

Datei:Abies chensiensis - Botanischer Garten Freiburg - DSC06476.jpg
Zweig
Datei:Abies chensiensis - Botanischer Garten Freiburg - DSC06477.jpg
Zweig mit männlichen Blütenzapfen

Die Schensi-Tanne wächst als immergrüner, geradstämmiger Baum, der Wuchshöhen von bis zu 50 Meter und Brusthöhendurchmesser von bis zu 250 Zentimeter erreichen kann. Die kurzen Hauptäste sind kräftig. Junge Bäume haben eine glatte, dunkelgrau Borke, die bei älteren Bäumen der Länge nach aufreißt. Zweige haben eine glänzend gelbgraue bis gelbbraune Rinde, welche nach dem Abwurf der Nadeln runde Narben aufweisen kann. Zwischen den Narben ist die Rinde aufgeraut.<ref name="Database" />

Die ei- bis kegelförmigen Knospen sind harzig und werden rund 10 Millimeter lang und 6 Millimeter dick. Die Knospenschuppen sind rotbraun gefärbt. Die Nadeln stehen mehr oder weniger kammartig angeordnet in zwei Reihen an den Zweigen. Die flachen Nadeln werden zwischen 1,5 und 4,8 Zentimeter lang und 2,5 bis 3,0 Millimeter breit. Sie sind an der Nadeloberseite dunkelgrün gefärbt und an der Basis verdreht. An der Nadelunterseite findet man zwei breite Stomatabänder.<ref name="Database"/>

Männliche Blütenzapfen werden rund 10 Millimeter groß. Die aufrecht an kurzen Stielen stehenden Zapfen sind oval-zylindrisch bis zylindrisch geformt, erreichen eine Länge von 7 bis 10 Zentimeter und einen Durchmesser von 3 bis 4 Zentimeter. Sie sind zu Blütebeginn grün gefärbt und zur Reife hin verfärben sie sich braun. Die Samenschuppen sind 1,5 bis 3 Zentimeter lang und 2,5 bis 3,5 Zentimeter breit. Die Deckschuppen sind rund dreiviertel mal so lang wie die Samenschuppen. Die braunen, eiförmigen Samen sind 8 bis 10 Millimeter lang und etwa 5 Millimeter dick. Sie besitzen einen rund 20 Millimeter langen, blass braun gefärbten Flügel.<ref name="Database"/>

Verbreitung und Standort

Das Verbreitungsgebiet der Schensi-Tanne reicht nach Norden bis Süd-Shaanxi und Süd-Gansu. Nach Osten verläuft die Verbreitungsgrenze durch West-Hubei, Südwest-Henan und den Südosten des Autonomen Gebietes Tibets. Die Westgrenze verläuft durch West-Sichuan. Nach Süden reicht es bis in den Nordwesten Yunnans und dem Nordosten Arunachal Pradeshs.<ref name="Database"/>

Die Schensi-Tanne ist eine Baumart des kalt-feuchten Klimas. Man findet sie in Höhenlagen von 2100 und 3500 Metern. Die jährlichen Niederschläge betragen zwischen 1000 und 2000 Millimeter.<ref name="Database"/>

Es werden sowohl Rein- als auch Mischbestände gebildet. Reinbestände kommen vor allem im Tsin-ling Shan vor. In höheren Lagen werden Mischbestände vor allem mit Farges Tanne (Abies fargesii), Larix potaninii, verschiedenen Fichten (Picea) sowie mit der Taiwan-Hemlocktanne (Tsuga chinensis) gebildet. In tieferen Lagen kommen vor allem Birken (Betula) zur Mischbestandsbildung.<ref name="Database"/>

Nutzung

Das weiche und leichte Holz von Abies chensiensis subsp. chinensis ist fein gemasert. Es findet vor allem als Konstruktionsholz Verwendung.<ref name="FOCacc" />

Systematik

Die Schensi-Tanne wird innerhalb der Gattung der Tannen (Abies) der Sektion Momi und der Untersektion Holophyllae zugeordnet. Synonyme für Abies chensiensis <templatestyles src="Person/styles.css" />Tieghem sind Abies firma <templatestyles src="Person/styles.css" />Masters und Abies shensiensis <templatestyles src="Person/styles.css" />Pritzel.<ref name="Database"/>

Unterarten

Die Art Abies chensiensis wird von Farjon in drei Unterarten unterteilt. Diese Unterteilung ist jedoch umstritten und wird nicht von allen Autoren geteilt.

  • Abies chensiensis <templatestyles src="Person/styles.css" />Van Tieghem subsp. chensiensis ist die Typusunterart. Sie kommt in China in Henan, Gansu, Shaanxi und Hubei vor.<ref name="IUCN1" />
  • Abies chensiensis subsp. salouenensis <templatestyles src="Person/styles.css" />(Bordères & Gaussen) Rushforth kommt in Nordwest-Yunnan, dem Südosten des Autonomen Gebietes Tibet sowie im Nordosten Arunachal Pradeshs vor. Sie gedeiht in den Bergen in Höhenlagen zwischen 2600 und 3200 Meter in Mischwäldern zusammen mit Quercus und Pinus. Die Nadeln dieser Unterart werden bis zu 7,5 Zentimeter lang. Die reifen Zapfen sind braun-gelb oder braun brown-yellow und 10 bis 14 × etwa 5 cm groß. Synonyme sind Abies salouenensis <templatestyles src="Person/styles.css" />Bordères & Gaussen, Abies ernestii var. salouenensis <templatestyles src="Person/styles.css" />(Bordères & Gaussen) W.C.Cheng & L.K.Fu sowie Abies recurvata var. salouenensis <templatestyles src="Person/styles.css" />(Bordères & Gaussen) C.T. Kuan. In der Flora of China ist sie als Abies ernestii var. salouenensis <templatestyles src="Person/styles.css" />(Bordères & Gaussen) W.C.Cheng & L.K.Fu beschrieben.<ref name="FOCaes" />
  • Abies chensiensis subsp. yulongxueshanensis <templatestyles src="Person/styles.css" />Rushforth (Syn.: Abies chensiensis var. yulongxueshanensis <templatestyles src="Person/styles.css" />(Rushforth) Silba) kommt im Lijiang Shan sowie im Yulong Xueshan im nördlichen Yunnan vor. Die Zapfen dieser Unterart werden 10 bis 14 Zentimeter lang.

Nach WCSP kommt unter dieser Art noch folgende Varietät hinzu:

  • Abies chensiensis var. ernestii <templatestyles src="Person/styles.css" />(Rehder) Tang S.Liu (Syn.: Abies beissneriana <templatestyles src="Person/styles.css" />Rehder & E.H.Wilson, Abies ernestii <templatestyles src="Person/styles.css" />Rehder): Sie kommt vom südöstlichen Tibet bis zum zentralen China vor.<ref name="WCSP" />

Gefährdung und Schutz

In der Roten Liste der IUCN werden sowohl die Abies chensiensis subsp. chensiensis als auch die Abies chensiensis subsp. yulongxueshanensis geführt. Beide Unterarten werden als „gefährdet“ eingestuft. Bei der Abies chensiensis subsp. yulongxueshanensis wird angegeben, dass eine Aktualisierung des Gefährdungsstatus nötig ist. Als Hauptgefährdungsgrund wird die Ausbeutung der Wälder im natürlichen Verbreitungsgebiet genannt, welche nicht durch den natürlichen Nachwuchs ausgeglichen werden kann.<ref name="IUCN1" /><ref name="IUCN2" />

Einzelnachweise

<references> <ref name="Database">Christopher J. Earle: Abies chensiensis. In: The Gymnosperm Database. 27. Mai 2011, abgerufen am 31. Oktober 2011 (englisch).</ref>

<ref name="FOCacc">Liguo Fu, Nan Li, Thomas S. Elias, Robert R. Mill: Abies chensiensis. In:</ref>

<ref name="FOCaes">Liguo Fu, Nan Li, Thomas S. Elias, Robert R. Mill: Abies ernestii var. salouenensis. In:</ref>

<ref name="IUCN1">[[[:Vorlage:IUCN/Weblink]] Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:IUCN“ ist nicht vorhanden.] in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2011. Eingestellt von: Conifer Specialist Group, 2000. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref>

<ref name="IUCN2">[[[:Vorlage:IUCN/Weblink]] Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:IUCN“ ist nicht vorhanden.] in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2011. Eingestellt von: Conifer Specialist Group, 1998. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref>

<ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref>

</references>