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Gustav Davis

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Datei:Davis-gustav-in-1902-10-30-das-interessante-blatt-nr44-s27.jpg
Gustav Davis, um 1902

Gustav Davis (* 3. März 1856<ref>Meldezettel im Wiener Archivinformationssystem</ref> in Pressburg; † 21. August 1951 auf Gut Hohenlehen, Hollenstein an der Ybbs)<ref name="OLEXIKON" /> war ein österreichischer Journalist, Zeitungsherausgeber und Dramatiker<ref name="19510824NOS">Gustav Davis gestorben. In: Neues Oesterreich/Neues Österreich. Organ der demokratischen Einigung, 24. August 1951, S. 3 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/nos</ref> jüdischer Herkunft. Er wurde im Alter als Nestor der österreichischen Schriftsteller bezeichnet.<ref name="19500306DWP">Der Nestor der österreichischen Schriftsteller. In: Weltpresse. Unabhängige Nachrichten und Stimmen aus aller Welt / Weltpresse, 6. März 1950, S. 6 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/dwp</ref><ref name="19510126WKU">Er schrieb noch Texte für Johann Strauß. In: Wiener Kurier. Herausgegeben von den amerikanischen Streitkräften für die Wiener Bevölkerung, 26. Jänner 1951, S. 2 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/wku</ref>

Leben

Gustav Davis war das dritte Kind des Statthalterei-Sekretärs Joseph Dawid und dessen Ehefrau Maria (geb. Siegmund). Am 20. September 1892 heiratete Gustav Davis in der Wiener Votivkirche Karoline Winter.<ref name="OLEXIKON">Gustav Davis (1856-1951). In: operetten-lexikon.info. Abgerufen am 2. Januar 2025.</ref>

Er begann eine Offizierslaufbahn, wurde aber dann Journalist und 1900 Herausgeber und Gründer<ref>Auf der Seite des Gut Hohenlehnen heißt es: „...und gründete im Jahre 1900 die Kronenzeitung“</ref> der Kronenzeitung. Er schrieb unter dem Pseudonym G. Tannhofer. Das Blatt stieg innerhalb weniger Jahre zur auflagenstärksten Zeitung der k.u.k.-Monarchie auf. 1938 musste Davis die Leitung der Kronenzeitung abgeben.<ref name="OLEXIKON" />

Davis schrieb auch Theaterstücke wie Der Herrgott vom Grund oder Das Heiratsnest; bekannt wurde sein Lustspiel Katakomben (auch: Protektionskind), eine Paraderolle von Karl Skraup. Er verfasste auch Libretti, etwa zu den von Johann Strauss (Sohn) komponierten Operetten Waldmeister und Jabuka.

Anlässlich der Wiedereröffnung des Deutschen Volkstheaters nach dem Zweiten Weltkrieg am 10. Mai 1945 wurde Davis’ Stück Katakomben aufgeführt.<ref>Helmut Kretschmer: Der Wiederbeginn des kulturellen Lebens im Jahre 1945. In: Monatsblatt des Altert(h)ums-Vereines zu Wien / Monatsblatt des Vereines für Geschichte der Stadt Wien (früher Altertums-Verein zu Wien) / Nachrichtenblatt des Vereines für Geschichte der Stadt Wien (Neue Folge des „Monatsblattes“) / Wiener Geschichtsblätter / Beilage Dokumentationen und Informationen, Heft 3/1975, S. 252 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/maw</ref>

Gustav Davis starb am 21. August 1951 und wurde am 23. August auf dem Friedhof von Groß-Hollenstein beigesetzt.<ref name="19510824NOS" />

Ehrungen

Literatur

  • Gottfried Klikovits: Gustav Davis – Der Gründer und Herausgeber der „alten“ Kronen-Zeitung schuf vor etwa 100 Jahren das Jagdgut Hohenlehen. Forschungsarbeit. 2006 (archive.org [PDF; abgerufen am 26. April 2012] Insbesondere zum Gut Hohenlehen im Ybbstal; mit Werkverzeichnis im Anhang).

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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