Zum Inhalt springen

Abies beshanzuensis

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 13. Februar 2022 um 22:29 Uhr durch imported>Vogelfreund (Änderung 220171695 von Vogelfreund teilweise rückgängig gemacht; mindesten Weblink 3 ist tatsächlich Spam, sorry).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

<templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />

Abies beshanzuensis
Systematik
Ordnung: Koniferen (Coniferales)
Familie: Kieferngewächse (Pinaceae)
Unterfamilie: Abietoideae
Gattung: Tannen (Abies)
Sektion: Momi
Art: Abies beshanzuensis
Wissenschaftlicher Name
Abies beshanzuensis
Wu.

Abies beshanzuensis ist eine Pflanzenart aus der Familie der Kieferngewächse (Pinaceae). Diese in China endemische, gefährdete Art ist nur von einer einzigen, fünf Exemplare umfassenden, Baumgruppe bekannt.

Beschreibung

Abies beshanzuensis wächst als geradstämmiger Baum und kann Wuchshöhen von bis zu 30 Metern und Brusthöhendurchmesser von bis zu 80 Zentimetern erreichen. Die Äste gehen waagerecht vom Stamm ab. Die harzigen Knospen sind oval bis konisch geformt und gelbbraun gefärbt. Die Nadeln sind 1 bis 4,2 Zentimeter lang, 2,5 bis 3,5 Millimeter breit und besitzen eine eingekerbte Nadelspitze. Sie stehen kammartig angeordnet an den Zweigen und sind an der Nadelbasis verdreht. Die Nadeloberseite ist glänzend dunkelgrün gefärbt während die Nadelunterseite blasser ist. An der Nadelunterseite befinden sich zwei weiß gefärbte Stomatabänder.<ref name="Database" />

Junge Bäume besitzen eine glatte, hellgraue Rinde, welche später schuppig wird und der Länge nach aufreißt. Die Rinde der Zweige ist hell gelblich bis braungelblich. Bei manchen Zweigen verfärbt sie sich nach drei oder vier Jahren grauschwarz. Nach dem Abfall der Nadeln bleiben runde bis ovale Narben zurück.<ref name="Database"/>

Die männlichen Blütenzapfen sind gelblich und stehen an den Verzweigungen der Äste. Sie werden zwischen 2 und 2,5 Zentimeter groß. Die Befruchtung der weiblichen Blütenzapfen findet im Mai statt. Die aufrecht stehenden Zapfen werden 7 bis 11 Zentimeter lang und 3,5 bis 4,5 Zentimeter dick. Sie sind zylindrisch geformt und zur Reife im Oktober bis November braungelb bis hellbraun gefärbt. Die Samenschuppen werden 1,8 bis 2,4 Zentimeter lang und 2,5 bis 3 Zentimeter breit. Die eiförmigen und geflügelten Samen sind 6 bis 9 Millimeter lang und 3 bis 4 Millimeter dick. Mit dem Flügel werden sie 13 bis 19 Millimeter lang.<ref name="Database"/>

Verbreitung und Standort

Datei:Abies beshanzuensis distribution map.svg
Karte, in dem das Gebiet markiert ist, in dem das natürliche Vorkommen der Art liegt

Abies beshanzuensis kommt nur im Südwesten von Zhejiang im Baishanzu Shan vor. Als die Art 1963 entdeckt wurde wuchsen am natürlichen Standort nur sieben Exemplare. Drei wurden in den Botanischen Garten von Peking gebracht, wo sie nach kurzer Zeit starben. 1988 umfasste der Bestand nur mehr drei Exemplare. Im Jahr 1998 war der natürliche Bestand wieder auf fünf Bäume angewachsen.<ref name="IUCN" /> Der Standort der letzten Exemplare ist eine einzige Baumgruppe, welche sich nordöstlich von Qingyuan befindet.<ref name="Database"/>

Die Art stellt eine Baumart des maritimen Klimas mit warmen Sommern und kalt-nassen Wintern dar. Sie kommt in Höhenlagen von 1.500 bis 1.700 Metern vor. Der Jahresniederschlag beträgt rund 1.250 mm.<ref name="Database"/>

In der Baumgruppe kommen einige breitblättrige Laubbäume wie Ahorne (Acer), Scheinkastanien (Castanopsis), die Glänzende Buche (Fagus lucida), Lithocarpus hancei, Magnolia cylindrica und Eichen (Quercus) vor. Neben den Laubbäumen kommen auch Nadelbäume wie die Chinesische Kopfeibe (Cephalotaxus sinensis), die Chinesische Sicheltanne (Cryptomeria japonica var. sinensis), die Chinesische Eibe (Taxus sumatrana) und die Taiwan-Hemlocktanne (Tsuga chinensis) vor.<ref name="Database"/>

Systematik

Abies beshanzuensis wird innerhalb der Gattung der Tannen (Abies) der Sektion Momi und der Untersektion Firmae zugeordnet. Die Art wird von manchen Autoren mit Delavays Tanne (Abies delavayi) gleichgestellt. Die nächstverwandte Art scheint die Momi-Tanne (Abies firma) zu sein.<ref name="Database"/> Von manchen Autoren wird Abies ziyuanensis als Varietät von Abies beshanzuensis angesehen.<ref name="Flora" />

Gefährdung und Schutz

Da am natürlichen Standort nur mehr fünf Bäume stehen wird Abies beshanzuensis in der Roten Liste der IUCN als „vom Aussterben bedroht“ geführt. Als Hauptgefährdungsgründe werden die Ausbreitung der Landwirtschaft sowie Waldbrände in Verbindung mit der geringen Fortpflanzungsrate genannt.<ref name="IUCN"/>

Weblinks

Commons: Abies beshanzuensis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="Database">Christopher J. Earle: Abies beshanzuensis. In: The Gymnosperm Database. 23. Februar 2011, abgerufen am 31. Oktober 2011 (englisch).</ref> <ref name="Flora">Liguo Fu, Nan Li, Thomas S. Elias, Robert R. Mill: Abies beshanzuensis var. ziyuanensis. In:</ref> <ref name="IUCN">[[[:Vorlage:IUCN/Weblink]] Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:IUCN“ ist nicht vorhanden.] in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2014.3. Eingestellt von: Yang, Y., Zhang, D, Luscombe, D, Liao, W., Farjon, A., Katsuki, T., Xiang, Q. & Li, N., 2010. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> </references>