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Loricerinae

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Loricerinae
Datei:Loricera pilicornis bl.jpg

Schwarzer Krummhornkäfer (Loricera pilicornis)

Systematik
Überklasse: Sechsfüßer (Hexapoda)
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Käfer (Coleoptera)
Unterordnung: Adephaga
Familie: Laufkäfer (Carabidae)
Unterfamilie: Loricerinae
Wissenschaftlicher Name
Loricerinae
Bonelli, 1810

Die Loricerinae sind eine Unterfamilie der Laufkäfer (Carabidae). Weltweit sind 10 Arten in zwei Gattungen bekannt.<ref name="Kristensen/Beutel 132"/> In Europa kommt eine Art vor, eine weitere auf der Insel Madeira.<ref name="www.faunaeur.org">Loricerinae. Fauna Europaea, abgerufen am 23. Juli 2010.</ref>

Merkmale

Käfer

Die Loricera-Arten sehen mittelgroßen Arten der Gattung Agonum der Unterfamilie Platyninae ähnlich. Die Fühler haben einen langen Scapus und sind auf dem Pedicellus und dem dritten bis sechsten Glied mit sehr langen, aufrechten Haaren versehen. Die Deckflügel tragen 12 Längsfurchen, jedoch ohne verkürzte Furche an der Flügeldeckennaht.<ref name="Kristensen/Beutel 132"/> Die Arten erreichen eine Körperlänge von ca. 6 bis 9 Millimeter.

Larven

Die Kopfkapsel der Larven ist seitlich abgerundet. Die Fühler sind doppelt so lang, wie die sichelförmigen Mandibeln. Die Galea ist vom Stipes rechtwinkelig zur Mitte hin gerichtet. Sie ist länger als die Maxillarpalpen und das letzte Glied ist basal verdickt und fein granuliert und ansonsten lang reitgertenartig ausgezogen. Dieser distale Teil ist durch ein durchsichtiges Sekret überzogen. Die Labialpalpen sind schlank. Pro-, Meso- und Metanotum tragen gespaltene, flach liegende Härchen, was die Larven von denen der Sandlaufkäfer (Cicindelinae) unterscheidet, die diese Behaarung am Kopf und Pronotum aufweisen. Die Beine sind lang, die Tarsen sind verlängert.<ref name="Kristensen/Beutel 132"/>

Lebensweise

Die Arten der Gattung Loricera sind mehr oder weniger wasserliebend. Durch ihre modifizierten Fühler bzw. Maxillen sind sowohl die Imagines, als auch die Larven durch eine eigene Beutefangmethode charakterisiert. Sie machen Jagd auf Springschwänze.<ref name="Kristensen/Beutel 132"/>

Systematik und Verbreitung

Die Gattung Loricera umfasst neun holarktisch verbreitete Arten. Zwei Arten erreichen die Gebirge Mittelamerikas, südlich bis Guatemala.<ref name="Arnett" /> Einzige westpaläarktische, und damit auch europäische, Art ist Loricera pilicornis, die zirkumarktisch, auch in Nordamerika, verbreitet ist. Die auf Madeira nachgewiesene Gattung Elliptosoma ist monotypisch und umfasst nur die Art Elliptosoma wollastoni, sie wird von anderen Autoren als Untergattung von Loricera aufgefasst. Im Folgenden werden alle Subtaxa sowie die europäischen Arten aufgelistet:<ref name="Kristensen/Beutel 132"/>

Fossile Arten

Aus dem baltischen Bernstein sind ein imaginaler Käfer (beschrieben als Loricera groehni)<ref>Cai, C., Liu Y. & Huang, D. (2017): A new species of Loricera Latreille from Eocene Baltic amber (Coleoptera: Carabidae: Loricerinae). Alcheringa 41 (3): 315–320.</ref> und eine gut erhaltene Larve (beschrieben als Loricera electrica)<ref>Bernhard Klausnitzer (2003): Käferlarven (Insecta, Coleoptera) im Baltischen Bernstein - Möglichkeiten und Grenzen der Bestimmung. Entomologische Abhandlungen 61 (1): 103–108.</ref> bekannt geworden. Die große Ähnlichkeit der fossilen Funde zu den rezenten Arten lässt auf eine seit langer Zeit wenig veränderte Morphologie schließen. Der adulte Käfer ähnelt dabei eher Arten, die heute nur noch in Ostasien verbreitet sind.

Belege

Einzelnachweise

<references> <ref name="Kristensen/Beutel 132"></ref> <ref name="Arnett">Ross H. Arnett, Jr., Michael C. Thomas: American Beetles, Volume I: Archostemata, Myxophaga, Adephaga, Polyphaga: Staphyliniformia. CRC Press, Boca Raton etc., 2000. ISBN 0-8493-1925-0. auf Seite 72.</ref> </references>

Literatur

Weblinks

Commons: Loricerinae – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien