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Bruno Schwarze

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Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 14. November 2025 um 20:50 Uhr durch imported>Christoph Sager (Einzelnachweise: vollständiger Name).
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Bruno Carl Wilhelm Schwarze (* 31. Juli 1876 in Braunschweig;<ref name="MVZ1954">Verein Deutscher Ingenieure (Hrsg.): Mitglieder-Verzeichnis 1954. Hoppenstedts Wirtschaftsverlag, Essen 1954, S. 752 (dort als Bruno C. W. Schwarze geführt).</ref> † 16. April 1960 in Darmstadt)<ref> {{Internetquelle | hrsg= Hessisches Institut für Landesgeschichte | url= {{LAGIS/WeblinksZ|HB|4218}} | titel= Schwarze, Bruno | titelerg= {{LAGIS/Datenbanknamen|HB }} (Stand: {{FormatDate|2023-11-28 }})| werk= Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS) |abruf-verborgen=0 | abruf= 2025-01-14 }}</ref> war ein deutscher Ingenieur und Ministerialbeamter.

Werdegang

Schwarze absolvierte ein technisches Studium in seiner Geburtsstadt Braunschweig und studierte Volkswirtschaft und Jura in Berlin.<ref name="Schwippert">Hans Schwippert: Darmstädter Gespräch 1952. Mensch und Technik: Erzeugnis, Form, Gebrauch Darmstadt 1952, S. 248.</ref> In Braunschweig promovierte er zum Doktoringenieur mit der Dissertation „Härteuntersuchungen an Radreifenstoff nach dem Kohn-Brinellschen Kugeldruckverfahren“, die 1911 im Vieweg Verlag erschien.<ref>Besprechung der Dissertation in Stahl und Eisen. 32. Jg. Nr. 12, 21. März 1912, S. 60 (PDF).</ref>

1918 veröffentlichte Schwarze ein Handbuch über das Lehrlingswesen der preußisch-hessischen Staatseisenbahnverwaltung, in das er seine Erfahrungen als ehemaliges Vorstandsmitglied des Werkstättenamtes Guben einfließen ließ. Später wurde er Geheimer Baurat und vortragender Rat im Reichsverkehrsministerium.<ref>Zeitung des Vereins deutscher Eisenbahnverwaltungen. Band 61. 1921, S. 664.</ref> 1928 erschien ein weiteres Handbuch von ihm über die Personalausbildung bei der Deutschen Reichsbahn. Zu diesem Zeitpunkt war er Reichsbahndirektor und Mitglied der Hauptverwaltung der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft.<ref>Besprechung des Handbuchs von Rudolf Wiedwald in Reichs-Arbeitsblatt. Band 8, 1928, S. 496.</ref> 1941 war er Ministerialdirigent im Reichsverkehrsministerium.

Nach dem Zweiten Weltkrieg amtierte Schwarze von 1946 bis 1950 als Präsident des Oberprüfungsamts für den Höheren Technischen Verwaltungsdienst für die britische Zone/das Vereinigte Wirtschaftsgebiet (OPA) in Bielefeld.<ref>Walter Vogel: Westdeutschland 1945–1950. Teil 3: Einzelne Verwaltungszweige. Boldt, Boppard am Rhein 1983, ISBN 3-7646-1832-9, S. 319.</ref> Er war auch Leiter der Studien-Konferenzen und der Studienkurse der Deutschen Bundesbahn.<ref name="MVZ1954" /> Zudem war er Mitglied der Deutsch-Norwegischen Handelskammer und Herausgeber der Deutsch-Norwegischen Wirtschaftszeitschrift.<ref name="Schwippert" /> Er gehörte dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI) mit der Mitgliedsnummer 02101 an.<ref name="MVZ1954" />

Schwarze war mit der Malerin Elsa Schwarze von Arnim, Tochter von Karl von Arnim-Züsedom, verheiratet.<ref> {{Internetquelle | hrsg= Hessisches Institut für Landesgeschichte | url= {{LAGIS/WeblinksZ|HB|1970}} | titel= Schwarze von Arnim, Elsa | titelerg= {{LAGIS/Datenbanknamen|HB }} (Stand: {{FormatDate|2023-11-28 }})| werk= Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS) |abruf-verborgen=0 | abruf= 2025-01-14 }}</ref> Das Ehepaar lebte nach der Heirat 1934 zunächst in Berlin, während des Zweiten Weltkriegs in Norwegen, danach in Bielefeld und ab 1951 schließlich in Darmstadt,<ref>Renate Charlotte Hoffmann: Elsa Schwarze von Arnim. In: Claus K. Netuschil (Hrsg.): Der weibliche Blick: vergessene und verschollene Künstlerinnen in Darmstadt 1880–1930. Kunst-Archiv Darmstadt, Darmstadt 2013, ISBN 978-3-9808630-5-6, S. 178.</ref> wo Schwarze 1960 starb.

Ehrungen

  • Ernennung zum Geheimrat
  • Dr.-Ing. E. h.
  • Ehrenbürger der Technischen Hochschule Danzig<ref name="MVZ1954" />
  • Ehrenvorsitzender der Technisch-Wissenschaftlichen Lehrmittelzentrale (TWL)<ref name="MVZ1954" />
  • 1952: Großes Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland

Schriften (Auswahl)

  • Das Lehrlingswesen der preußisch-hessischen Staatseisenbahnverwaltung unter Berücksichtigung der Lehrlingsverhältnisse in Handwerks- und Fabrikbetrieben. Springer, Berlin 1918.
  • mit Richard Couvé: Die Personalausbildung bei der Deutschen Reichsbahn, ein Handbuch. Mit 92 Abbildungen, 23 Tafeln und den amtlichen Lehrplänen. Verlag der Verkehrswissenschaftlichen Lehrmittelgesellschaft bei der Deutschen Reichsbahn, Berlin 1928.
  • Das Unterrichts- und Bildungswesen der Deutschen Reichsbahn – Eine Einführung zu der Dienstvorschrift 128 für das Unterrichtswesen. Verkehrswissenschaftliche Lehrmittelgesellschaft bei der Deutschen Reichsbahn, Berlin 1932.
  • Reichsbahn und Wissenschaft – Ein Auskunftsbuch für Universitäten, Hochschulen und Behörden. Verkehrswissenschaftliche Lehrmittelgesellschaft bei der Deutschen Reichsbahn, Berlin 1933.
  • Die Technik, ihre Problematik und Praxis – Eine Einführung für Nichttechniker, insbesondere für nichttechnische Studierende aller Fakultäten. E. Schmidt, Berlin/Bielefeld/Detmold 1949 (unter Mitwirkung von Curt Ibert).

Literatur

  • Walter Vogel: Westdeutschland 1945 - 1950. Bd. 3, 1956

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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