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Meyer Prinstein

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Datei:Prinstein.jpg
Meyer Prinstein (1904)

Voller Name Meyer Prinstein
Nation Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten
Geburtstag 22. Dezember 1878
Geburtsort Szczuczyn
Größe 180 cm
Gewicht 74 kg
Sterbedatum 10. März 1925
Sterbeort New York City
Karriere
Disziplin Weitsprung, Dreisprung
Verein Irish American Athletic Club
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 3 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Olymp. Zwischenspiele 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
 Olympische Spiele
Gold Paris 1900 Dreisprung
Silber Paris 1900 Weitsprung
Gold St. Louis 1904 Dreisprung
Gold St. Louis 1904 Weitsprung
 Olympische Zwischenspiele
Gold Athen 1906 Weitsprung

Meyer Prinstein, auch Myer Prinstein, Geburtsname Mejer Prinsztejn (* 22. Dezember 1878 in Szczuczyn, Kongresspolen, Russisches Kaiserreich; † 10. März 1925 in New York City) war ein polnisch-US-amerikanischer Leichtathlet und mehrfacher Olympiasieger im Weitsprung und Dreisprung.

Karriere

Prinstein wurde im seinerzeit vom Russischen Kaiserreich okkupierten Teil Polens geboren. Seine jüdischen Eltern emigrierten 1883 mit ihren neun Kindern, von denen Meyer das drittgeborene Kind war, in die USA und ließen sich in Syracuse im Bundesstaat New York nieder. Prinstein besuchte die Syracuse University, wo er ein juristisches Studium absolvierte und sein sportliches Talent entwickelte.

Schon 1898 sprang Prinstein 7,235 m, was seinerzeit die weltweit beste Leistung eines Weitspringers war. Im April 1900 verbesserte er sich auf 7,50 m, was ihn zum Favoriten der Olympischen Spiele im selben Jahr machte.

Bei den Olympischen Spielen 1900 in Paris war Prinstein nach der Weitsprung-Qualifikation mit 7,18 m Erster. Der Endkampf fand jedoch an einem Sonntag statt. Obwohl ihn als Juden es nicht gestört hätte, an einem christlichen Feiertag zu starten, musste er auf das Finale verzichten, da die Methodistische Universität von Syracuse ihm für den Fall eines Starts mit der Exmatrikulation drohte. Sein Landsmann Alvin Kraenzlein hätte als Christ eher Grund gehabt, nicht zu starten, trat jedoch im Finale an und übertraf die Qualifikationsweite von Prinstein um 1 cm, was die Goldmedaille bedeutete. Die Vorkampfweite reichte für Prinstein aber immerhin zum zweiten Platz. Dennoch war er so verärgert, dass er daran gehindert werden musste, Kraenzlein nach dem Wettkampf einen Schlag zu verpassen. Einen Tag später gewann Prinstein die Goldmedaille im Dreisprung und bezwang dabei den Olympiasieger von 1896 James Connolly. Des Weiteren meldete Prinstein sich beim Standhochsprung an, trat jedoch nicht zum Wettkampf an.

Bei den Olympischen Spielen 1904 in St. Louis konnte er den Weitsprung- und den Dreisprungwettbewerb für sich entscheiden. Damit ist er der einzige Athlet der diese beiden Wettbewerbe bei den gleichen Olympischen Spielen gewann. Des Weiteren bewies er seine Vielseitigkeit mit einem fünften Platz beim 60-Meter-Lauf und beim 400-Meter-Lauf. Außerdem nahm er auch an dem 100-Meter-Lauf teil und wurde dort Vierter in seinem Vorlauf.

Bei den Olympischen Zwischenspielen 1906 in Athen gewann er erneut den Weitsprung. Im Dreisprung erreichte er nur den zehnten Platz. Er nahm auch am 100-Meter-Lauf teil, trat im Halbfinale jedoch nicht mehr an.

Prinstein war der erste jüdische Medaillensieger in der Leichtathletik. 1982 wurde er postum in die Hall of Fame des jüdischen Sports (International Jewish Sports Hall of Fame) und 2000 auch in die Hall of Fame der US-Leichtathletik (National Track & Field Hall of Fame) aufgenommen. Nach seiner Leichtathletkarriere wurde Meyer Prinstein Anwalt. Er starb frühzeitig an einem Herzleiden.

(Anmerkung: Das hier genannte Geburts- und Todesjahr gilt allgemein als gesichert. In einigen Veröffentlichungen wird dennoch als Geburtsjahr auch 1880 und als Todesjahr 1928 angegeben.)

Weblinks

Commons: Meyer Prinstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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1896: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Ellery Clark | 1900: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Alvin Kraenzlein | 1904: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Meyer Prinstein | Zwischenspiele 1906: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Meyer Prinstein | 1908: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Frank Irons | 1912: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Albert Gutterson | 1920: SchwedenSchweden William Petersson | 1924: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten DeHart Hubbard | 1928: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Ed Hamm | 1932: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Ed Gordon | 1936: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jesse Owens | 1948: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Willie Steele | 1952: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jerome Biffle | 1956: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Greg Bell | 1960: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Ralph Boston | 1964: Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Lynn Davies | 1968: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bob Beamon | 1972: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Randy Williams | 1976: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Arnie Robinson | 1980: Deutschland Demokratische Republik 1949Datei:Flag of East Germany.svg Lutz Dombrowski | 1984: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Carl Lewis | 1988: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Carl Lewis | 1992: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Carl Lewis | 1996: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Carl Lewis | 2000: KubaDatei:Flag of Cuba.svg Iván Pedroso | 2004: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dwight Phillips | 2008: PanamaDatei:Flag of Panama.svg Irving Saladino | 2012: Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Greg Rutherford | 2016: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jeff Henderson | 2020: GriechenlandDatei:Flag of Greece.svg Miltiadis Tendoglou | 2024: GriechenlandDatei:Flag of Greece.svg Miltiadis Tendoglou

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1896: Vereinigte Staaten 44Datei:Flag of the United States (1891-1896).svg James Connolly | 1900: Vereinigte Staaten 45Datei:Flag of the United States (1896-1908).svg Meyer Prinstein & Vereinigte Staaten 45Datei:Flag of the United States (1896-1908).svg Ray Ewry (aus dem Stand) | 1904: Vereinigte Staaten 45Datei:Flag of the United States (1896-1908).svg Meyer Prinstein & Vereinigte Staaten 45Datei:Flag of the United States (1896-1908).svg Ray Ewry (aus dem Stand) | Zwischenspiele 1906: Vereinigtes Konigreich 1801Datei:Flag of the United Kingdom.svg Peter O’Connor | 1908: Vereinigtes Konigreich 1801Datei:Flag of the United Kingdom.svg Tim Ahearne | 1912: SchwedenSchweden Gustaf Lindblom | 1920: FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg Vilho Tuulos | 1924: AustralienAustralien Nick Winter | 1928: Japan 1870Japan Mikio Oda | 1932: Japan 1870Japan Chūhei Nambu | 1936: Japan 1870Japan Naoto Tajima | 1948: SchwedenSchweden Arne Åhman | 1952: Brasilien 1889Datei:Flag of Brazil (1889-1960).svg Adhemar da Silva | 1956: Brasilien 1889Datei:Flag of Brazil (1889-1960).svg Adhemar da Silva | 1960: Polen 1944Datei:Flag of Poland (1928-1980).svg Józef Szmidt | 1964: Polen 1944Datei:Flag of Poland (1928-1980).svg Józef Szmidt | 1968: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Wiktor Sanejew | 1972: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Wiktor Sanejew | 1976: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Wiktor Sanejew | 1980: SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Jaak Uudmäe | 1984: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Al Joyner | 1988: Bulgarien 1971Datei:Flag of Bulgaria (1971-1990).svg Christo Markow | 1992: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mike Conley | 1996: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Kenny Harrison | 2000: Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jonathan Edwards | 2004: SchwedenSchweden Christian Olsson | 2008: PortugalPortugal Nelson Évora | 2012: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Christian Taylor | 2016: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Christian Taylor | 2020: PortugalPortugal Pedro Pichardo | 2024: SpanienSpanien Jordan Díaz

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