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Werries

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Werries
Stadt Hamm
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=Werries 51° 41′ N, 7° 54′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 51° 41′ 11″ N, 7° 53′ 30″ O
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Eingemeindung: 1. Januar 1968
Eingemeindet nach: Uentrop
Postleitzahl: 59071
Vorwahlen: 02381, 02385, 02388
Datei:Hamm-Werries Ortstafel.png

Werries ist ein Ortsteil der westfälischen Stadt Hamm.

Datei:Glaselefant.jpg
Glaselefant im Maximilianpark

Geographie

Lage

Werries liegt östlich des Zentrums der Stadt Hamm. Im Norden bildet die Lippe die Grenze. Der Datteln-Hamm-Kanal liegt im Norden des damaligen Gemeindegebietes.

Gliederung

Zu Werries gehört die Maximiliansiedlung im Osten.

Nachbargemeinden

Werries grenzte im Jahr 1967 im Uhrzeigersinn im Nordosten beginnend an die Gemeinden Dolberg (damals im Kreis Beckum, heute zu Ahlen im Kreis Warendorf), Haaren, Braam-Ostwennemar, Hamm und Heessen (alle heute zu Hamm).

Geschichte

Werries wurde urkundlich 1220 erstmals als Weris in den Vogteirollen des Stifts Essen erwähnt. 1284 der Ort urkundlich Weryeis und 1392 Weries genannt.<ref>Willy Timm: Die Ortschaften der Grafschaft Mark in ihren urkundlichen Früherwähnungen und politischen Zuordnung bis zu Gegenwart, Unna 1991, S. 117.</ref> Der Ortsname beruht auf einer alten Flurbezeichnung bzw. einem Raumnamen für ein größeres Gebiet, der zunächst zum Namen der dortigen curtis wird. Die Herrenhäuser Ober- und Niederwerries liegen beiderseits der Lippe und dürften auf die alte curtis zurückgehen.<ref>Birgit Meineke: Die Ortsnamen der Stadt Hamm und des Kreises Unna, in: Westfälisches Ortsnamenbuch (WOB), Band 15, Bielefeld 2021, S. 384–386.</ref>

Haus Niederwerries war ab dem 14. Jahrhundert im Besitz der Familie von Neheim. Ab 1677 kam es an die Familie von Beverförde zu Werries bis 1733 Haus Niederwerries abgerissen wurde. Haus Oberwerries lag nördlich von Werries an der Lippe. Bereits 1284 wird eine Burg als Vorgängerbau des heutigen Schlosses im Lehnsregister der Grafen von Limburg-Styrum erwähnt. Die wehrhafte Anlage diente zur Grenzsicherung des Münsterlandes. Nach Besitzwechsel kam Haus Oberwerries schließlich auch an die Familie Beverförde zu Werries, die es zu einem Wasserschloss umbauen ließen. 1768 kam in Nachfolge Schloss Oberwerries an Familie von Elverfeldt genannt von Beverfoerde zu Werries, bis sie es im Jahr 1942 verkauften. Heute ist das Schloss im Besitz der Stadt Hamm.

Werries gehörte im Spätmittelalter und der Frühen Neuzeit in eigener Bauerschaft (buyrschap van Weries) im Amt Hamm zur Grafschaft Mark. Laut dem Schatzbuch der Grafschaft Mark von 1486 hatten die sieben Steuerpflichtigen in der Bauerschaft zwischen zwei oirt und sechs Goldgulden an Abgabe zu leisten. Größter Steuerzahler war Oisthoff mit sechs Goldgulden.<ref>Aloys Meister: Die Grafschaft Mark. Festschrift zum Gedächtnis der 300-jährigen Vereinigung mit Brandenburg-Preußen. 2. Band, Dortmund 1909, S. 42 – Auszug aus dem Schatzbuch der Grafschaft Mark von 1486 (Bauerschaft Werries).</ref> Im Jahr 1705 waren in der Bauerschaft Werries 13 Steuerpflichtige mit Abgaben an die Rentei Hamm im Kataster verzeichnet.<ref>Westfälisches Schatzungs- und Steuerregister, Band 6, Münster 1980. Darin: Kataster der Kontribuaben Güter in der Grafschaft Mark 1705, bearb. von Willy Timm, S. 33/34.</ref>

Im 19. Jahrhundert gehörte Werries bei der Errichtung der Ämter in der preußischen Provinz Westfalen zum Kirchspiel und Amt Rhynern im Kreis Hamm. Im Jahr 1885 gab es in der Landgemeinde Werries auf 404 ha Fläche, davon 244 ha Ackerland, 30 ha Wiesen, 63 ha Holzungen, 1 Wohnplatz, 26 Wohnhäuser mit 28 Haushaltungen und 173 Einwohner.<ref>Gemeindelexikon für die Provinz Westfalen, Berlin 1887, S. 78/79, Online-Ausgabe.[1]</ref> Anlässlich der Auskreisung der Stadt Hamm am 1. April 1901 wurde aus dem Kreis der Landkreis Hamm. Nach einer Gebietserweiterung im Jahr 1929 wurde dieser im Oktober 1930 in Kreis Unna umbenannt.<ref></ref>

Am 1. Januar 1968 wurden die ehemals selbständigen Gemeinden Braam-Ostwennemar (großenteils), Frielinghausen, Haaren, Norddinker, Schmehausen, Vöckinghausen und Werries in die Gemeinde Uentrop eingegliedert.<ref>Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 65.</ref> Mit der Gemeindegebietsreform, die am 1. Januar 1975 in Kraft trat, wurde die Gemeinde Uentrop mit 12.238 Einwohnern auf 39,46 km² in die kreisfreie Stadt Hamm eingegliedert.<ref>Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 125.</ref>

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner
1849<ref></ref> 0163
1910<ref>Landkreis Hamm. Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 6. April 2023; abgerufen am 14. Februar 2026.</ref> 0919
1931<ref>Handbuch der Ämter und Landgemeinden in der Rheinprovinz und in der Provinz Westfalen, Preußischer Landgemeindetag West, Berlin 1931.</ref> 3382
1956<ref>Otto Lucas: Kreis-Atlas Unna. Unna/Münster 1957.</ref> 4398
1961<ref>Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 264.</ref> 4101

Freizeit

Dem Freizeitvergnügen der Hammer Bevölkerung und weit darüber hinaus dient der Maximilianpark direkt hinter der alten Grenze zu Braam-Ostwennemar. Diese verläuft entlang der Bahnstrecke. Die Straßenbezeichnungen Grenzweg und Alter Grenzweg weisen auf sie hin.<ref>Als zweite Freizeitvergnügungstätte steht die Maximilian Eishalle der Hammer Eisbären in der Karl-Koßmann-Straße 1 zur Verfügung.</ref>

Verkehr

Straßen

Die Landesstraße L 736 führt durch das nördliche Ortsgebiet. Sie verbindet Werries in westlicher Richtung mit Hamm, Herringen, Rünthe und Lünen und in östlicher Richtung mit Uentrop, Vellinghausen und Heintrop-Büninghausen.

Die Kreisstraße K 2 führt nach Hamm und Uentrop, die K 10 nach Braam-Ostwennemar, Osttünnen und Rhynern.

Öffentlicher Personennahverkehr

Werries wird von den Linien 3 (bis Werries/Wendeplatz) der Stadtwerke Hamm sowie 1, 6 und 13 (bis Maximilianpark auf unterschiedlichen Linienwegen) aus Richtung Hamm bedient. Weiter nach Uentrop führt die Linie 5.

Einzelnachweise

<references />

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Vorlage:Klappleiste/Ende

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