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Wandhofen

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Wandhofen
Stadt Schwerte
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(2449)&title=Wandhofen 51° 26′ N, 7° 33′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(2449) 51° 25′ 50″ N, 7° 33′ 20″ O
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Einwohner: 2449 (23. Juli 2025)<ref> Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz NRW vom 04.07.2025</ref>
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 58239
Vorwahl: 02304
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Wandhofen ist ein Ortsteil der westfälischen Stadt Schwerte, Kreis Unna.

Geographie

Lage

Wandhofen liegt südlich des Schwerter Stadtzentrums. Die Ruhr bildet die östliche Grenze des Ortes.

Nachbargemeinden

Wandhofen grenzte im Jahr 1974 im Uhrzeigersinn im Westen beginnend an die Gemeinden Westhofen, Holzen, Schwerte, Villigst und Ergste (alle damals im Kreis Iserlohn).

Geschichte

Archäologische Ausgrabungen im geplanten Gewerbegebiet erbrachten 2016 Spuren einer in ihren Details ungewöhnlichen eisenzeitlichen Siedlung (ca. 8.–1. Jh. v. Chr.). Entdeckt wurden Gruben, Erdöfen und Pfostenhäuser sowie ein in dieser Region zuvor einmaliger Grundriss aus 18 massiven Pfosten, vermutlich ein Speicherbau.<ref>Deutsche Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte: Mirko Geisendorf: Der eisenzeitliche Siedlungsplatz von Schwerte-Wandhofen (Kreis Unna). Archäologische Quellen 2 (2018). Abgerufen am 5. Dezember 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Wandhofen gehörte im Spätmittelalter und der Frühen Neuzeit zur eigenen Bauerschaft (Wanthaven) und im Kirchspiel und Amt Schwerte zur Grafschaft Mark. Laut dem Schatzbuch der Grafschaft Mark von 1486 hatten die 12 Steuerpflichtigen in der Bauerschaft zwischen 2 oirt und 6 Goldgulden an Abgabe zu leisten. Größter Steuerzahler war Gabell Biscop mit 6 Goldgulden Abgabe.<ref>Aloys Meister: Die Grafschaft Mark, Festschrift zum Gedächtnis der 300-jährigen Vereinigung mit Brandenburg-Preußen. 2. Band, Dortmund 1909, S. 34 – Auszug aus dem Schatzbuch der Grafschaft Mark von 1486 (Bauerschaft Wandhofen).</ref>

Im 19. Jahrhundert gehörte die Landgemeinde Wandhofen bei der Errichtung der Ämter in der preußischen Provinz Westfalen zum Amt Westhofen im Kreis Dortmund. Am 1. April 1887 wechselte sie in den neugebildeten Kreis Hörde. Im Jahr 1885 gab es in der Landgemeinde Wandhofen auf 312 ha Fläche, davon 143 ha Ackerland, 17 ha Wiesen, 5 ha Holzungen, 2 Wohnplätze, 33 Wohnhäuser mit 60 Haushaltungen und 318 Einwohner.<ref>Gemeindelexikon für die Provinz Westfalen, Berlin 1887, S. 84/85, Online-Ausgabe.[1]</ref>

Als der Kreis Hörde am 1. August 1929 aufgelöst wurde, kam Wandhofen zum Landkreis Iserlohn.<ref></ref> Anlässlich der Gemeinde- und Kreisgebietsreform in Nordrhein-Westfalen wurde Wandhofen am 1. Januar 1975 in die Stadt Schwerte eingegliedert.<ref>Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 151.</ref>

Im Jahr 1987 hatte Wandhofen insgesamt 1876 Einwohner.<ref>Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik (Hrsg.): Bevölkerung und Privathaushalte sowie Gebäude und Wohnungen. Ausgewählte Ergebnisse für Gemeindeteile. Regierungsbezirk Arnsberg. Düsseldorf 1990, S. 282.</ref>

Verkehr

Die Landesstraße L 673 verbindet Wandhofen im Südwesten mit Westhofen und Garenfeld sowie im Osten mit Schwerte, Geisecke, Dellwig, Langschede, Fröndenberg/Ruhr und Wickede (Ruhr). Der Haltepunkt Wandhofen lag an der Bahnstrecke Dortmund–Iserlohn. Inzwischen passieren die Züge Wandhofen ohne Halt.

Literatur

Mirko Geisendorf: Der eisenzeitliche Siedlungsplatz von Schwerte-Wandhofen (Kreis Unna). Archäologische Quellen 2. Kerpen-Loogh 2018: Verlag Deutsche Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte. Auch im Open Access: hier

Weblinks

Commons: Wandhofen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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