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Wadi Howar

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Wadi Howar
Gelber Nil
Datei:ISS006-E-6474 - View of Sudan.jpg
Wadi Howar in Nord-Darfur von der ISS aus gesehen (Dezember 2002)

Wadi Howar in Nord-Darfur von der ISS aus gesehen (Dezember 2002)

Daten
Lage TschadDatei:Flag of Chad.svg Tschad
SudanDatei:Flag of Sudan.svg Sudan
Flusssystem Nil
Abfluss über Nil → Mittelmeer
Quelle Nördlich Hajjak
15° 0′ 51″ N, 23° 56′ 20″ O
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Quellhöhe ca. 990 m
Mündung bei Al Dabba (Debba)Koordinaten: 18° 3′ 26″ N, 30° 56′ 55″ O
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Mündungshöhe ca. 238 m
Höhenunterschied ca. 752 m
Sohlgefälle ca. 1,9 ‰
Länge 400 km
Einzugsgebiet etwa 170.000 km²<ref>Global Watersheds</ref>
fast auf ganzer Länge ausgetrocknet
Datei:Nile Map Sudan.png
Das Einzugsgebiet des Nil im Sudan mit dem Wadi Howar (Mitte)

Das Einzugsgebiet des Nil im Sudan mit dem Wadi Howar (Mitte)

Wadi Howar (arabisch وادي هور), auch Gelber Nil genannt, ist ein Wadi im Sudan.

Verlauf

Das 1100 km lange Flussbett kommt aus dem Tschad und bildet im Oberlauf die Staatsgrenze zum Sudan.<ref>University of Texas Libraries - Abeche Sheet ND 34, AMS 2, First Edition, 1943</ref> Hier trennt es Westdarfur und die Borkou-Ennedi-Tibesti-Region. In der Regenzeit fließt es maximal 100 Kilometer durch den sudanesischen Bundesstaat Norddarfur.

Klimageschichte

Während der sogenannten „grünen Sahara-Zeit“, dem Neolithischen Subpluvial (etwa 10.000 bis 3000 v. Chr.), mündete das Wadi Howar als wichtigster Nebenfluss aus der Sahara auf dem Gebiet des heutigen sudanesischen Bundesstaates asch-Schamaliyya bei Alt Dunqula in den Nil.<ref name="AID">Rudolph Kuper: Auf den Spuren der frühen Hirten. In: Aid. Band 15/2. Theiss, 1999, ISSN 0176-8522, S. 12–17.</ref>

Archäologie

Archäologische Fundstätten wie z. B. die napatanische Festung Gala Abu Ahmed zeugen von der Bedeutung des Wadis in historischer Zeit.<ref>Dieter Eigner, Friederike Jesse: Im Westen viel Neues - Die Grabungen 2008/09 in der Festung Gala Abu Ahmed. In: Der Antike Sudan. MittSAG 20, 2009. S. 141–158 (PDF)</ref>

Heutige Bedeutung

Die oberen Teile des Wadi stellen auch noch heute einen saisonalen Weidegrund für nomadische Gruppen der Kababish und Hawawir dar.

Krokodile

In einem fast ausgetrocknetem See leben maximal noch 6 Krokodile.

Literatur

  • Stefan Kröpelin: Zur Rekonstruktion der spätquartären Umwelt am unteren Wadi Howar (Südöstliche Sahara / NW-Sudan) - Late Quaternary Environments at the Lower Wadi Howar (Southeastern Sahara / NW Sudan). In: Berliner Geographische Abhandlungen. Band 54. Berlin 1993, ISBN 3-88009-054-8.
  • Gabriel, Baldur; Kröpelin, Stefan; Richter, Jürgen; Cziesla, Erwin: Parabeldünen am Wadi Howar., Geowissenschaften in unserer Zeit, 3(4), 105–112, 1985, doi:10.2312/geowissenschaften.1985.3.105

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein