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Bukatschatscha

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Siedlung städtischen Typs
Bukatschatscha
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Flagge Wappen
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Föderationskreis Ferner Osten
Region Transbaikalien
Rajon Tschernyschewsk
Gegründet 1911
Siedlung städtischen Typs seit 1938
Bevölkerung 2359 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)<ref name="einwohner_aktuell">Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)</ref>
Höhe des Zentrums 750 m
Zeitzone UTC+9
Telefonvorwahl (+7) 30265
Postleitzahl 673492
Kfz-Kennzeichen 75, 80
OKATO 76 248 556
Geographische Lage
Koordinaten 52° 59′ N, 116° 55′ OKoordinaten: 52° 59′ 0″ N, 116° 55′ 0″ O
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Lage in Russland
Bukatschatscha (Region Transbaikalien)
Bukatschatscha (Region Transbaikalien)
Lage in der Region Transbaikalien

Bukatschatscha ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine Siedlung städtischen Typs in der Region Transbaikalien (Russland) mit 2359 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).<ref name="einwohner_aktuell" />

Geographie

Die Siedlung liegt in Transbaikalien an der Südostflanke des Nertscha-Kuenga-Gebirges, eines Mittelgebirges, das die Einzugsgebiete der linken Schilka-Nebenflüsse Nertscha und Kuenga trennt, etwa 250 Kilometer Luftlinie nordöstlich der Regionshauptstadt Tschita. Durch die Siedlung fließt die Agita, ein linker Nebenfluss der Kuenga.

Bukatschatscha gehört zum Rajon Tschernyschewsk und ist von dessen Verwaltungszentrum Tschernyschewsk gut 50 Kilometer in nördlicher Richtung entfernt. Der Siedlung sind administrativ auch die unterhalb in den Tälern von Agita und Kuenga bis zu 30 Kilometer entfernt liegenden kleinen Dörfer Buchta, Borodinsk und Ust-Gorbiza unterstellt.

Geschichte

Datei:Bukachacha view.JPG
Bukatschatscha

Der Ort wurde 1911 von Umsiedlern aus dem Gouvernement Kaluga gegründet. Der Ortsname ist ewenkischen Ursprungs, wird von der Bezeichnung bukatschan für einzeln stehende Hügel in einem Tal, wie sie in der Umgebung verbreitet sind, hergeleitet und als Viehhof interpretiert.<ref name="zabzd" />

Bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts war von ewenkischen Jägern über das Zutagetreten von Steinkohleflözen in der Gegend berichtet worden, die dann 1889 erstmals geologisch beschrieben und ab 1909 detaillierter untersucht wurden. 1916 begann der Unternehmer Sabeschtschanski mit dem Kohleabbau, der jedoch nach der Oktoberrevolution 1917 zunächst wieder zum Erliegen kam. Auf Veranlassung der Transbaikal-Eisenbahn, die Kohle für den Betrieb ihrer Dampflokomotiven benötigte, wurden ab 1924 wieder Erkundungsarbeiten aufgenommen, und im November 1930 ging die Kohlezeche Bukatschatscha in Betrieb. 1932 wurde eine Eisenbahnstrecke über 72 Kilometer von der Station Paschino (später imeni Kaganowitscha, heute Tschernyschewsk-Sabaikalski) an der Transsibirischen Eisenbahn herangeführt, zunächst schmalspurig mit der Spurweite 750 mm, aber bereits um 1940 umgebaut auf Breitspur.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/infojd.ruSchmalspurbahnen Transbaikaliens (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juni 2023. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot auf der Webseite von Sergei Bolaschenko (russisch)</ref>

Der im Zusammenhang mit der Aufnahme des Kohlebergbaus einige Kilometer nördlich der ursprünglichen Ortslage (seither Ortsteil Staraja Bukatschatscha, „Alt-Bukatschatscha“) entstandene und schnell gewachsene Ort erhielt 1938 den Status einer Siedlung städtischen Typs. Von April 1938 bis Juni 1942 existierte dort ein Häftlingslager im System der Gulag, Bukatschatscha-ITL oder BukatschatschLag genannt. Dessen bis zu 7500 Insassen wurden im Kohlebergbau eingesetzt.<ref>Bukatschatscha-ITL im Internetportal GULAG des Memorial Deutschland e. V. </ref>

Der Höhepunkt des Kohlebergbaus in und um Bukatschatscha fällt auf die 1950er- bis 1960er-Jahre, bei einem Maximum von 985.000 Tonnen Kohle 1965.<ref>Zeche Bukatschatscha im Transbaikalien-Handbuch (russisch)</ref> In den 1990er-Jahren wurde die Kohleförderung auf der zu großen Teilen abgebauten Lagerstätte zunehmend unrentabel. Nachdem es außerdem zu mehreren Bränden, darunter einem größeren im Sommer 1997 gekommen war, wurde das Bergwerk am 21. Januar 1998 geschlossen. Mit dem Wegfall des Hauptarbeitgebers verließen die meisten Bewohner den Ort, dessen Einwohnerzahl jetzt nur noch ein Fünftel der von 1959 beträgt.<ref name="zabzd">Handbuch der Transbaikal-Eisenbahn: Bukatschatscha. In: zabzd.rzd.ru. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 21. November 2011; abgerufen am 5. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/zabzd.rzd.ru</ref><ref>Bukatschatscha im Transbaikalien-Handbuch (russisch)</ref>

Bevölkerungsentwicklung

Jahr Einwohner
1923 212
1939 6.110
1959 13.184
1970 11.024
1979 9.471
1989 7.941
2002 3.525
2010 2.359

Anmerkung:: ab 1939 Volkszählungsdaten


Wirtschaft und Infrastruktur

Nach der Schließung der Kohlezeche 1998 sowie anderer früher existierender Betriebe (Metallwarenfabrik, Kalkwerk), gibt es heute nur noch eine kleine Textilfabrik, daneben Forstwirtschaft für lokale Bedürfnisse.

Der Ort ist über eine 72 Kilometer lange Eisenbahnstrecke mit Tschernyschewsk an der Transsibirischen Eisenbahn verbunden. Der Eisenbahnstrecke folgt durch das Tal der Agita und der Kuenga eine Straße, die ebenfalls in Tschernyschewsk von der föderalen Fernstraße M58 Amur abzweigt.

Einzelnachweise

<references />

<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Verwaltungszentrum: Tschita
Städte

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Siedlungen städtischen Typs

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Anmerkungen: S – Sitz eines Stadtkreises, R – Verwaltungszentrum eines Rajons, G – Geschlossenes administrativ-territoriales Gebilde (SATO), * – im Autonomen Kreis der Aginer Burjaten

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