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Lanthanchlorid

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Kristallstruktur
Kristallstruktur von Lanthan(III)-chlorid
Vorlage:Farbe La3+ 0 Vorlage:Farbe Cl
Kristallsystem

hexagonal

Raumgruppe

P63/m (Nr. 176)Vorlage:Raumgruppe/176

Gitterparameter

a = 748 pm
c = 436 pm

Koordinationszahlen

La[9], Cl[3]

Allgemeines
Name Lanthanchlorid
Andere Namen
Verhältnisformel LaCl3
Kurzbeschreibung

weißes Pulver<ref name="Thermofisher">Vorlage:Thermofisher</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
PubChem 64735
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 245,26 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte
  • 3,79 g·cm−3<ref name="hand" />
  • 2,23 g·cm−3 (Heptahydrat)<ref name="hand" />
Schmelzpunkt

860 °C<ref name="Thermofisher" />

Siedepunkt

1812 °C<ref>Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>

Löslichkeit
  • leicht in Wasser (861 g·l−1 bei 20 °C, Hexahydrat)<ref name="GESTIS" />
  • löslich in starken Mineralsäuren (wasserfrei)<ref name="ae">American Elements: Lanthanum chloride, Anhydrous, abgerufen am 6. Juni 2018.</ref>
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 290​‐​318​‐​317​‐​411
P: 273​‐​280​‐​302+352​‐​305+351+338​‐​406​‐​501<ref name="GESTIS" />
Toxikologische Daten

4184 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)<ref>T. D. Luckey: Introduction to heavy metal toxicity, safety and hormology. In: Environmental quality and safety. Supplement. Band 1, 1975, S. 1–3, PMID 1057514.</ref>

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Lanthanchlorid ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Chloride.

Gewinnung und Darstellung

Lanthanchlorid kann durch Reaktion von Lanthanoxid mit Chlorwasserstoff gewonnen werden.

<math>\mathrm{La_2O_3 + 6 \ HCl \longrightarrow 2 \ LaCl_3 + 3 \ H_2O}</math>

Lanthanchlorid kann ebenfalls über Reaktion mit Aluminiumchlorid bei 175 °C in einer ionischen Flüssigkeit erhalten werden.<ref>Sameera Shah, Tobias Pietsch, Michael Ruck: Facile Synthesis of Anhydrous Rare-Earth Trichlorides from their Oxides in Chloridoaluminate Ionic Liquids. In: Angew. Chem.Int. Ed. Band 63, 2024, S. e20231748, doi:10.1002/anie.202317480.</ref>

Eigenschaften

Lanthanchlorid bildet weiße hexagonale Kristalle, die hygroskopisch sind. Es kristallisiert in der Raumgruppe P63/m (Raumgruppen-Nr. 176)Vorlage:Raumgruppe/176 mit den Gitterparametern a = 748 pm, c = 436 pm und zwei Formeleinheiten pro Elementarzelle. Das Heptahydrat kristallisiert monoklin mit den Gitterparametern a = 1237 pm, b = 1068 pm, c = 923 pm und einem Winkel von 114,3°.<ref name="hand">Jean D’Ans, Ellen Lax: Taschenbuch für Chemiker und Physiker, Vols. 1–3: Elemente, anorganische Verbindungen und Materialien, Minerale, Vol. III, ISBN 978-3-540-60035-0, S. 1463 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.); abgerufen am 20. Juli 2010.</ref> Das Heptahydrat wandelt sich oberhalb von 90 °C in das Anhydrat um.<ref name="sa-h">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>

Verwendung

Lanthanchlorid wird als milde Lewis-Säure für chemische Reaktionen verwendet, die normalerweise saure Bedingungen erfordern, wie zum Beispiel der Umbau von Aldehyden zu Acetalen unter nahezu neutralen Bedingungen. Es dient auch als Katalysator beim Fluid catalytic cracking.<ref>Metall Rare Earth Limited: Lanthanchlorid, abgerufen am 30. Januar 2017.</ref> Das Heptyhydrat wird in der Medizin als Kalziumkanalblocker eingesetzt<ref name="sa-h" /> und dient weiterhin in der Wasserwirtschaft zur Eindämmung von Algenwachstum durch Bindung von Phosphaten.<ref>Blue Line: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Lanthanum chloride solution (Memento vom 14. August 2010 im Internet Archive).</ref>

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references />