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Lord of the Lost

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Lord of the Lost
Datei:Lord of the Lost Metal Frenzy 2025 34.jpg
Lord of the Lost auf dem Metal Frenzy Open Air 2025

Lord of the Lost auf dem Metal Frenzy Open Air 2025

Allgemeine Informationen
Herkunft Hamburg, Deutschland
Genre(s) Dark Rock
Aktive Jahre ab 2009<ref name="youtube">krone tv: Lord of the Lost: „Werden entweder geliebt oder gehasst!“ youtube.com, 11. Mai 2023, abgerufen am 12. Mai 2023.</ref>
Auflösung
Website www.lordofthelost.de
Gründungsmitglieder
Chris Harms („The Lord“)
Aktuelle Besetzung
Chris Harms („The Lord“)
Klaas Helmecke<ref name="artnoir">Madeleine Fuhrer: Lord Of The Lost – Empyrean. Artnoir.ch, 7. August 2016, abgerufen am 1. März 2018.</ref> („Class Grenayde“) (seit 2008)
Gerrit Heinemann<ref>„Nie von der Bildfläche verschwinden“ – Im Interview mit Gerrit Heinemann. Rockszene.de, abgerufen am 1. März 2018.</ref>(„Gared Dirge“) (seit 2010)
Niklas Kahl (seit 2017)
π (Pi) (seit 2017)
Benjamin Mundigler (seit 2024)
Ehemalige Mitglieder
Gitarre
Sensai (2008–2010)
Gitarre
Sebsta Lindström (2008–2011)
Schlagzeug
Any Wayst (2008–2011)
Schlagzeug
Christian „Disco“ Schellhorn (2012–2014)
Gitarre
Borislav Crnogorac („Bo Six“)<ref name="artnoir" /> (2009–2016)
Schlagzeug
Tobias Mertens (2014–2017)
Datei:LotL-Logo.jpg
Ehemaliges Bandlogo

Lord of the Lost (englisch für „Herr der Verlorenen“, kurz LOTL) ist eine deutsche Dark-Rock-Band aus Hamburg um den Sänger und Frontmann Chris Harms. Sie selbst legen Wert auf die Tatsache, dass sie nicht einfach nur aus Hamburg kommen, sondern aus Sankt Pauli.

Geschichte

Lord of the Lost wurde Mitte 2009<ref name="youtube">krone tv: Lord of the Lost: „Werden entweder geliebt oder gehasst!“ youtube.com, 11. Mai 2023, abgerufen am 12. Mai 2023.</ref> von Chris Harms gegründet. Harms war zuvor bereits von 1999 bis 2004 als Sänger und Gitarrist der Rockband Philiae aktiv und ab 2004 als Gitarrist und zweiter Sänger bei der Glam-Metal-Band The Pleasures sowie als Musiker bei verschiedenen Projekten wie Big Boy oder UnterART.<ref>Sonic Seducer, März 2010 (03/10), Lord of the Lost – Fürchte nicht die Angst, Seite 26</ref> Ursprünglich wurde es nur Lord genannt, doch stießen rasch befreundete Musiker hinzu und aus dem geplanten Soloprojekt entwickelte sich eine Band. Um eventuelle Namensstreitigkeiten mit Lordi und The Lords zu vermeiden, benannte sich die Band in Lord of the Lost um.<ref>Pamela Stahl: Interview mit Chris Harms (Lord of the Lost). Mindbreed Onlinemagazin, 21. Februar 2010, abgerufen am 13. Februar 2014.</ref><ref>Sonic Seducer, Oktober 2009 (10/09), Lord of the Lost – Unsterblich durch Musik, Seite 22</ref> Nachdem vorab bereits eine Single des Songs Dry the Rain veröffentlicht worden war, erschien im Frühjahr 2010 das Debütalbum Fears beim Independent-Label Out of Line.<ref>Swen Reuter: Rezension: LORD OF THE LOST – FEARS. Powermetal.de, 19. Februar 2010, abgerufen am 13. Februar 2014.</ref> Während der Aufnahmen für das zweite Album ging Lord of the Lost im Jahr 2010 auf ausgedehnte Tour, die auch ins Ausland führte, und gastierte auf verschiedenen Festivals wie dem Wave-Gotik-Treffen, dem Wacken Open Air oder dem M’era Luna Festival.

Im Frühjahr 2011 erschien unter dem Titel Sex on Legs die erste Single des zweiten Albums Antagony, das kurz darauf veröffentlicht wurde. Zudem unterstützte die Band Mono Inc. auf deren ersten Teil der Viva Hades Tour als Vorgruppe. Im Sommer 2012 erschien das dritte Album Die Tomorrow. Schon kurz vor der Veröffentlichung begann die Band die Arbeiten am vierten Album. Im Oktober spielten Lord of the Lost im Vorprogramm von Letzte Instanz auf ihrer Ewig-Tour. Im Frühjahr 2013 fand die Co-Headliner-Tour Darkness Kills (zusammen mit Unzucht) statt, im September folgte die We Are the Lost-Tour gemeinsam mit Lost Area. Im Oktober 2013 trat Lord of the Lost beim Gothic Meets Klassik im Leipziger Gewandhaus mit der Filharmonia Zielonogórska auf. Im Februar 2014 trennte sich die Band von ihrem Schlagzeuger Christian Schellhorn, seinen Platz übernahm Tobias Mertens. Im März 2014 ging die Band auf ihre erste Tour durch die Vereinigten Staaten, die sie zuvor durch Crowdfunding finanziert hatte. Innerhalb von zwei Monaten brachten Fans und Sponsoren 12.775 US-Dollar auf, das zuvor gesteckte Ziel von 10.000 US-Dollar wurde übertroffen.<ref>Help Bring Lord Of The Lost To The USA! – Crowdfundingprojektseite auf indiegogo.com. Abgerufen am 3. März 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Im März 2015 veröffentlichten Lord of the Lost mit Swan Songs ein reines Akustikalbum, das auf Platz 34 der deutschen Albumcharts einstieg. Die Livepremiere fand auf dem Out of Line Weekender in Berlin im selben Monat statt. 2015 veröffentlichten Lord of the Lost die EP Full Metal Whore. Die Tour zum Album stand unter dem Motto Make Love Make War mit den Supportbands Darkhaus, Eyes Shut Tight, Vlad in Tears und Erdling. Im Dezember 2015 kam A Night to Remember – Live Acoustic in Hamburg, die DVD samt Live-CD zur Akustiktour im Frühjahr, heraus.<ref>LORD OF THE LOST: A NIGHT TO REMEMBER – LIMITED DVD+2CD. In: www.outofline.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 31. Dezember 2017; abgerufen am 2. September 2016.</ref>

Die erste Single The Love of God zum Album Empyrean wurde im Mai 2016 veröffentlicht. Darauf folgte die erste große Europatour Make Europe Great Again (M.E.G.A.) der Band, gemeinsam mit Combichrist, Filter und (bei den deutschen Konzerten) Rabia Sorda. Empyrean wurde Ende Juli 2016 veröffentlicht und ist nach Antagony das zweite Konzeptalbum. Es folgten diverse Festivalauftritte wie das Castle Rock 17 in Mülheim an der Ruhr, wo die Band ihre Open-Air-Premiere als The Lord of the Lost Ensemble im akustisch-klassischen Gewand hatte, unterstützt von klassischen Musikern und dem Schlagzeuger Christian „Disco“ Schellhorn.<ref>Castle Rock Festival 2016 – Schloss Broich Mülheim an Ruhr – Vorbericht. In: Vita Nigra. Abgerufen am 3. September 2016.</ref> Im Dezember 2016 erklärte Gitarrist Bo Six aus beruflichen und privaten Gründen seinen Abschied von der Band.<ref>Sonic Seducer - Szene News, Rezensionen, Tourdaten - Sonic Seducer. Abgerufen am 13. Mai 2023.</ref> Anfang Januar 2017 präsentierte die Band mit π (Pi) ihren neuen Gitarristen.

Mertens verkündete im Juli 2017 aus privaten und beruflichen Gründen eine Auszeit bei Lord of the Lost.<ref>Tobias Mertens: Statement: Tobias Mertens – Facebook. 11. Juli 2017, abgerufen am 15. August 2017.</ref> Seitdem vertrat ihn Niklas Kahl bei Liveauftritten. Weihnachten 2017 wurde der Besetzungswechsel ganz vollzogen und Kahl als fester neuer Schlagzeuger präsentiert.<ref>Lord Of The Lost: Statement: Lord Of The Lost – Facebook. 25. Dezember 2017, abgerufen am 26. Dezember 2017.</ref> Im März 2020 erschien eine ZDF-Dokumentation,<ref>Leidenschaft, Alter! Wenn ein Senioren-Chor auf „Lord Of The Lost“ trifft. Abgerufen am 3. März 2023.</ref> die die Band und den Seniorenchor „Heaven Can Wait“ aus Hamburg bei der Aufnahme von einem gemeinsamen Lied begleitet haben. Nachdem der Iron-Maiden-Bassist Steve Harris im britischen Metal Hammer die Band lobend erwähnt hatte,<ref>Lord of the Lost: Foto: Lord Of The Lost - Facebook. 7. Januar 2020, abgerufen am 3. August 2022.</ref> sollten Lord of the Lost im Sommer 2020 als Support-Act für einige Shows der „Legacy Of The Beast-Tour“ auftreten. Coronabedingt musste die Tour wiederholt verschoben werden. 2022 konnte sie realisiert werden und resultierte in 18 Support-Shows in 16 Ländern. An der „The Future Past Tour - 2023“ von Iron Maiden haben Lord of the Lost bei neun Konzerten ebenfalls wieder als Vorgruppe teilgenommen.<ref>THE FUTUTRE PAST TOUR - 2023. In: ironmaiden.com. Abgerufen am 8. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Mit dem Lied Blood & Glitter nahmen Lord of the Lost am deutschen Vorentscheid Unser Lied für Liverpool für den Eurovision Song Contest 2023 teil.<ref name=":8">NDR: "Unser Lied für Liverpool": Diese acht Acts sind sicher dabei. Abgerufen am 27. Januar 2023.</ref> Sie entschieden den Wettbewerb mit knapp 40 % der Publikumsstimmen für sich und vertraten Deutschland am 13. Mai 2023 in Liverpool.<ref>Lord Of The Lost gewinnen ESC-Vorentscheid 2023. NDR, abgerufen am 4. März 2023.</ref><ref>Douze Points: Unser Lied für Liverpool: Das Ergebnis der deutschen Vorentscheidung für den ESC in der ARD. 3. März 2023, abgerufen am 4. März 2023.</ref> Dabei belegten sie mit 18 Punkten den letzten Platz.<ref>Loreen aus Schweden gewinnt den Eurovision Song Contest 2023. 14. Mai 2023, abgerufen am 14. Mai 2023.</ref>

2025 begann die Band, eine neue Albumtrilogie zu veröffentlichen. Opvs Noir, Vol. 1 erschien im August 2025, Opvs Noir, Vol. 2 folgte im Dezember des Jahres sowie Opvs Noir, Vol. 3 im April 2026. Für die dazugehörige Europatour „Tovr Noir“ und die Festivalsaison 2026 ersetzt Dom R. Crey (Ex-Equilibrium) Klaas Helmecke am Bass aufgrund dessen Auszeit aus gesundheitlichen Gründen.<ref>Heidi Skrobanski: Lord Of The Lost: Dom R. Crey hilft am Bass aus. In: Metal Hammer. 7. April 2026, abgerufen am 10. April 2026.</ref>

Stil

Lord of the Lost spielen Musik in einer Mischung aus „Härte und Melodie“ zwischen Rock und Metal, derweil die „Zielgruppe der Band primär im M’era-Luna-Umfeld“ zu suchen sei.<ref name="MHT">Konstantin Michaely: Lord of the Lost: Thornstar. Metal Hammer, abgerufen am 25. Juni 2021.</ref> In Besprechungen wird die Musik der Band mit den Dark-Rock-Veröffentlichungen von HIM und Type O Negative verglichen.<ref name="MTT">John Paul Romeo: Lord of the Lost: Thornstar. Metal Temple, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 28. Juni 2021; abgerufen am 25. Juni 2021.</ref> Als besonderes Merkmal gilt dabei der Gesang von Harms, „der vom schmachtenden Grufti-Bariton bis zu keifenden, aggressiven Screams und Shouts“ reiche.<ref name="MdeJudas">Jannik Kleemann: Lord of the Lost: Judas. Metal.de, abgerufen am 25. Juni 2021.</ref> Als musikalische Einflüsse nannte Harms im Szenemagazin Orkus Gruppen wie Rammstein, Marilyn Manson, Nine Inch Nails sowie die frühen Roxette.<ref name="orkus1">Orkus, März 2010 (Nr. 03), S. 40.</ref>

Rezeption

Datei:20170722 Köln Amphi Lord of the Lost 0067 Lord of the Lost.jpg
Lord of the Lost auf dem Amphi Festival 2017

Obwohl nicht immer als besonders innovativ wahrgenommen, erfuhr das Debütalbum Fears seitens der Musikpresse überwiegend wohlwollende Kritiken. Der Sonic Seducer lobte neben dem „angenehm tiefen und verheißungvollen Gesang“, auch die „düsteren, melodramatischen Momente“ und bezeichnete das Album als „finstere Melange der Musikstile, die das Werk frisch und abwechslungsreich anmuten lassen“.<ref name="sonic1">Sonic Seducer, März 2010 (03/10), Lord of the Lost – Fürchte nicht die Angst, Seite 27</ref> In Zillo wurde das Debüt „nicht wirklich originell oder gar bahnbrechend“ genannt, jedoch wurden die „harten, kompromissloseren Nummern“ gelobt.<ref>Zillo, April 2010 (04/10), Seite 67</ref> Orkus hingegen meinte, auf ein so „abwechslungsreiches, interessantes und dazu gutes Album“ habe man lange warten müssen.<ref>Orkus, März 2010 (Nr. 03), Seite 68</ref> Metal.de bezeichnete das Album als „absolut in Ordnung“, legte jedoch nahe, die Scheibe zuerst anzutesten, da sie „dem einen vielleicht zu hart, dem anderen vielleicht zu soft“ sein könnte.<ref>Alex Frodl: LORD OF THE LOST – „Fears“. In: Metal.de. 6. März 2020, abgerufen am 13. Februar 2014.</ref>

Das zweite Album Antagony erinnerte den Zillo-Redakteur gesanglich an eine „Wrestlingbegegnung von Ville Valo und Marilyn Manson“, zudem sei das Werk nicht so originell, wie man zunächst hätte erwarten können. Eine Steigerung vom Debüt sei jedoch erkennbar und die wandelbare Stimme Harms’ berge Potential für die Zukunft.<ref name="zillo1">Zillo, April 2011 (04/11), Lord of the Lost – Von Natur aus sündig, S. 54.</ref>

Die Tomorrow wurde von Kritikern insgesamt positiv aufgenommen. Metal.de sah eine Weiterentwicklung zum Vorgänger, die zwar „poppiger“ und „airplaytauglicher“, aber auch ausgereifter sei, und durchdachtere Texte aufweise.<ref>Saskia Pompe: Rezension: Lord of the Lost – Die Tomorrow. In: Metal.de. 5. September 2012, abgerufen am 13. Februar 2014.</ref> Erstmals wirkten an dem Album auch Gastmusiker mit, so z. B. Alexander Wesselsky von Eisbrecher und vorher Megaherz, Ulrike Goldmann von Blutengel, Erk Aircrag von Hocico und Martin Engler von Mono Inc. Das Album erreichte Platz 33 der deutschen Albumcharts.

Diskografie

Vorlage:Eingebundene Diskografie

Weblinks

Commons: Lord of the Lost – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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