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Afferde (Unna)

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Afferde
Stadt Unna
Das Ortswappen bitte nur als Dateipfad angeben!
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1825)&title=Afferde 51° 34′ N, 7° 39′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1825) 51° 33′ 34″ N, 7° 38′ 55″ O
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Fläche: 5,21 km²
Einwohner: 1825 (31. Dez. 2013)[Ohne Beleg]Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/NoEinwQuelle
Eingemeindung: 1. Januar 1968
Postleitzahl: 59425
Vorwahl: 02303

Afferde ist ein Stadtteil der westfälischen Stadt Unna im gleichnamigen Kreis mit mehr als 1800 Einwohnern.

Geographie

Lage

Afferde liegt im Nordwesten der Stadt Unna.

Nachbargemeinden

Afferde grenzte im Jahr 1967 im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an die Gemeinde Südkamen, an die Stadt Unna und an die Gemeinden Massen und Methler (alle im Kreis Unna).

Geschichte

Afferde wurde erstmals urkundlich 1253 als curtim nostram in Afforde sitam erwähnt. Im Jahr 1302 wurde ein Wenemaro de Afforde urkundlich erwähnt sowie 1346 ein Lambracht de schulthete van Afforde und 1350 ein Herman van Afforde. Die Benennung des Ortsnamens liegt angesichts der Topographie wahrscheinlich in der „Lage abseits einer Furt“ des Massener Baches, der von Afferde nicht weit entfernt ist.<ref>Birgit Meineke: Die Ortsnamen der Stadt Hamm und des Kreises Unna, in: Westfälisches Ortsnamenbuch (WOB), Band 15, Bielefeld 2021, S. 25/26.</ref>

Afferde gehörte im Spätmittelalter und der Frühen Neuzeit in eigener Bauerschaft (Aefferen) im Kirchspiel und Amt Unna zur Grafschaft Mark. Laut dem Schatzbuch der Grafschaft Mark von 1486 hatten die 14 Steuerpflichtigen in der Bauerschaft zwischen zwei oirt und sechs Goldgulden an Abgabe zu leisten.<ref>Aloys Meister: Die Grafschaft Mark, Festschrift zum Gedächtnis der 300-jährigen Vereinigung mit Brandenburg-Preußen. 2. Band, Dortmund 1909, S. 21 – Auszug aus dem Schatzbuch der Grafschaft Mark von 1486 (Bauerschaft Afferde).</ref> Im Jahr 1705 waren in der Bauerschaft (Baurschaft Afferde) 17 Steuerpflichtige mit Abgaben an die Rentei Hamm im Kataster verzeichnet.<ref>Westfälisches Schatzungs- und Steuerregister, Band 6, Münster 1980. Darin: Kataster der Kontribuablen Güter in der Grafschaft Mark 1705, Bearb. von Willy Timm, S. 86–87.</ref>

Im 19. Jahrhundert gehörte die Landgemeinde Afferde bei der Errichtung der Ämter in der preußischen Provinz Westfalen zum Amt Unna, dann zum Amt Unna-Kamen im Kreis Hamm. Im Jahr 1885 gab es in der Landgemeinde Afferde auf 500 ha Fläche, davon 398 ha Ackerland, 10 ha Wiesen, 1 ha Holzungen, 3 Wohnplätze, 47 Wohnhäuser mit 63 Haushaltungen und 429 Einwohner.<ref>Gemeindelexikon für die Provinz Westfalen, Berlin 1887, S. 74–75, Online-Ausgabe.[1]</ref>

Heute noch erhalten ist der vom Haus Brockhausen zu unterscheidende Oberhof Brockhausen (Haupthof einer sogenannten Villikation). Anlässlich der Auskreisung der Stadt Hamm am 1. April 1901 wurde aus dem Kreis der Landkreis Hamm. Nach einer Gebietserweiterung im Jahr 1929 wurde dieser im Oktober 1930 in Kreis Unna umbenannt.<ref name="Reekers"></ref> Von 1799 bis 1964 stand in der Afferder Bauerschaft Vaersthausen die zur Saline Königsborn gehörende Feuermaschine; außerdem bestanden hier zwei große Gradierwerke. Am 1. Januar 1968 wurden die bisherigen Gemeinden Afferde, Billmerich, Hemmerde, Kessebüren, Lünern, Massen, Mühlhausen, Siddinghausen, Stockum, Uelzen und Westhemmerde mit der Stadt Unna zusammengeschlossen. Das bisherige Amt Unna-Kamen wurde aufgelöst.<ref>Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 65.
Willy Timm: Unna 1968 – Die kommunale Neugliederung der Stadt Unna und ihre Vorgeschichte. Verlag Hellweg-Bücherei, Unna 1993, ISBN 3-87298-057-2.</ref>

Wappen

[[Datei:{{#property:p94}}|100px|links|Wappen der ehemaligen Gemeinde Afferde, Kreis Unna]] Blasonierung: „In Gold (Gelb) über dreireihig rot-silbern (weiß) geschachtem Schildfuß das silberne (weiße) Maschinenhaus der Saline Königshorn mit roten Dächern.“<ref name="Wappen">Wappen von Afferde</ref>
Wappenbegründung: Das Wappen wurde am 31. Oktober 1938 vom Oberpräsidenten der Provinz Westfalen genehmigt. Die Saline Königsborn war eine vom preußischen Staat im Jahr 1734 gegründete Saline im damaligen Afferder Ortsteil Königsborn und trug so wesentlich zur Entwicklung der Gemeinde bei. Der geschachte Schildfuß entstammt dem Wappen der Grafen von der Mark, frühere Landesherren über das Gemeindegebiet.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner
1849<ref></ref> 0277
1910<ref>Landkreis Hamm. Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 6. April 2023; abgerufen am 14. Februar 2026.</ref> 0725
1931<ref>Handbuch der Ämter und Landgemeinden in der Rheinprovinz und in der Provinz Westfalen, Preußischer Landgemeindetag West, Berlin 1931.</ref> 0686
1956<ref>Otto Lucas: Kreis-Atlas Unna. Unna/Münster 1957</ref> 0738
1961<ref>Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 155.</ref> 0703
1967<ref>Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 152.</ref> 0761
1987<ref>Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik (Hrsg.): Bevölkerung und Privathaushalte sowie Gebäude und Wohnungen. Ausgewählte Ergebnisse für Gemeindeteile. Regierungsbezirk Arnsberg. Düsseldorf 1990, S. 292.</ref> 1701
2013<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Einwohner in den Ortsteilen der Städte und Gemeinden des Kreises Unna (Memento vom 15. Mai 2016 im Internet Archive)</ref> 1825

Verkehr

Die Landesstraße L 663 verbindet Afferde im Südwesten mit Dortmund und Castrop-Rauxel und im Nordosten mit Kamen, Heeren-Werve, Flierich und Osterflierich. Auf der Kreisstraße K 39 gelangt man nach Methler und Unna.

Einzelnachweise

<references />

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