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Buchholz (Beelitz)

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Buchholz
Stadt Beelitz
Das Ortswappen bitte nur als Dateipfad angeben!
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(410)&title=Buchholz 52° 9′ N, 12° 56′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(410) 52° 9′ 27″ N, 12° 55′ 34″ O
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Höhe: 44 m ü. NN
Fläche: 11,3 km²
Einwohner: 410 (6. Nov. 2024)<ref name="EWZ">Amtsblatt für die Stadt Beelitz 23. Jg. Nr. 11, S. 4. (PDF) Abgerufen am 28. Januar 2025.</ref>
Bevölkerungsdichte: 36 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 2001
Postleitzahl: 14547
Vorwahl: 033204
Lage von Buchholz in Brandenburg

Buchholz, bis 2001 Buchholz bei Beelitz, davor bis 1998 Buchholz bei Treuenbrietzen, ist ein Ortsteil der Stadt Beelitz im Landkreis Potsdam-Mittelmark in Brandenburg.<ref>Nennung als Ortsteil von Beelitz im Kommunalverzeichnis Brandenburg, abgerufen am 22. April 2026</ref>

Geografie

Der Ort liegt 30 Kilometer südwestlich der Landeshauptstadt Potsdam an der B 2 zwischen Beelitz und Treuenbrietzen im Naturpark Nuthe-Nieplitz.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Karte des Naturparks Nuthe Nieplitz mit genauen Grenzen. (Memento vom 14. Juli 2010 im Internet Archive) (PDF; 926 kB) Land Brandenburg, Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (MUGV)</ref>

Etymologie und Geschichte

Buchholz wurde erstmals 1326 mit dem Personennamen Nicol de Bucholt urkundlich erwähnt. 1343 fand sich die Bezeichnung In Bucholt und Anfang des 17. Jahrhunderts der Vermerk vor alters Deutschbuchholz genant. Der Zusatz deutsch diente zur Abgrenzung von dem benachbarten Wendisch Buchholz – die heutige Wüstung wurde 1541 als das wendische buchholtz vermerkt.<ref>Reinhard E. Fischer: Die Ortsnamen der Länder Brandenburg und Berlin, Band 13 der Brandenburgischen Historischen Studien im Auftrag der Brandenburgischen Historischen Kommission, be.bra wissenschaft, Berlin 2005, S. 36, ISBN 3-937233-30-X, ISSN 1860-2436.</ref>

Besitzgeschichte

Vor dem Jahr 1375 stand das Gut unter der Herrschaft der Familie Korwitz, die sowohl das Obergericht als auch den Wagendienst innehatte. Das Dorf kam vor 1433 bis 1664 im Besitz der von der Groeben. Anschließend unterstand es von 1664 bis 1819 dem Amt Potsdam, bevor es von 1819 bis 1826 dem Amt Saarmund zugeordnet wurde. Ab 1826 bis 1872 lag die Zuständigkeit erneut beim Amt Potsdam, das in dieser Zeit über Ober‑ und Untergericht sowie über das bereits 1433 belegte Patrimonialgericht verfügte.<ref name="Rohrlach64">Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 64)</ref>

14. bis 16. Jahrhundert

Für das Jahr 1375 wurden insgesamt 42 Hufen angegeben, von denen der Pfarrer zwei Hufen und der Lehnschulze sechs Hufen besaß; außerdem ist von 17 Kossäten die Rede. Die Mühle wurde als wüst bezeichnet, während ein Krug vorhanden war. Im Jahr 1450 waren erneut 42 Hufen verzeichnet, darunter wiederum zwei Hufen des Pfarrers. 1481 wurden 13 verbrannte Erffen (=Erben) wieder besetzt. Für 1541 wird eine Zahl von drei Schock Kommunikanten überliefert.<ref name="Rohrlach64" /> Der Pfarrer besaß ein Pfarrhaus mit Garten, dazu kamen drei Morgen, die der Pfarre zugutekamen, sowie drei Morgen Wiesenwachs mit einem Ertrag von sechs Fudern jährlich. Die Kirche besaß ein Morgen Wiese und erhielt Brennholz sowie den Ertrag aus sieben Wispeln der zwei Pfarrhufen. Der Küster besaß ein Küsterhaus und ein kleines Gärtlein mit zwei Scheffeln Saat. Er erhielt außerdem 28 Scheffel Scheffelkorn, jährlich ein Schock Brot sowie von jedem Kommunikanten ein Paar Ostereier, und hatte Anspruch auf Brennholz wie der Pfarrer. Die Kirche besaß außerdem elf Morgen Wiesenwachs sowie zwei Bienenstöcke.<ref name="Rohrlach65">Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 65)</ref> Im Jahr 1580 war der eine Hausmann nicht mehr vorhanden.<ref name="Rohrlach64" />

17. Jahrhundert

Im Jahr 1624 wurden im Ort 17 Hufner, vierzehn Kossätenstellen sowie je ein Schmied und ein Hirte erwähnt; insgesamt zählte die Siedlung zu diesem Zeitpunkt vierzig Hufe. Für 1652 sind 15 Hufnerhöfe, darunter der Schulzenhof, sowie sechs Kossäten nachgewiesen; die Zahl der erfassten Einwohner betrug 21 Personen. In den Jahren 1682/1683 verzeichnete das Dorf 40 Mittelhufen und 14 Kossätenhöfe, von denen sechs wüst lagen.<ref name="Rohrlach64" />

18. Jahrhundert

Im Jahr 1700 lebten im Dorf der Lehnschulze mit sechs Hufen, 16 Bauern mit 34 Hufen, elf Kossäten und drei Halbkossäten. In einer Statistik aus dem Jahr 1732 erschienen: 17 Bauern, darunter erneut der Lehnschulze mit sechs Hufen sowie zwei Dreihufner und 14 Zweihufner. Aufgeführt wurden außerdem elf Kossäten und erneut drei Halbkossäten. Eine Statistik aus dem Jahr 1737 führte auf: den Lehnschulzen, 16 Bauern, 14 Kossäten, einen Erbschmied, einen Leineweber, drei Büdner, 27 Hausleute, einen Prediger, einen Küster, einen Krüger und einen Hausarmen. Im Jahr 1745 wurde von 17 Bauern und 14 Kossäten berichtet. Eine weitere Statistik aus dem Jahr 1765 führte auf: den Lehnschulzen mit sechs kontribuablen Hufen, zwei Bauern mit je drei Hufen, 14 Bauern mit je zwei Hufen, elf Ganzkossäten (darunter der Schmied) mit Beiländern, drei Halbkossäten mit etwas Acker, 13 Büdner, vier Paar Hausleute und fünf einzelne Einlieger. Im Jahr 1765 wurden genannt: 17 Bauern (darunter eine Witwe), 14 Kossäten, 13 Büdner, 43 Frauen, 50 Söhne und 59 Töchter. In Buchholz gab es 1772 einen Prediger, einen Schulzen, 15 Bauern, 19 Kossäten, einen Müller und eine Schmiede.<ref name="Rohrlach64" /> Die Dorfkirche entstand im 18. Jahrhundert.

19. Jahrhundert

Im Jahr 1801 umfasste der Ort insgesamt 17 Ganzbauern, elf Ganzkossäten, drei Halbkossäten, acht Büdner, neun Einlieger sowie einen Krug. Zur wirtschaftlichen Ausstattung gehörten 250 Morgen Holz, zudem bestanden 40 Bauernhufen und 53 Feuerstellen (= Haushaltungen). Für das Jahr 1837 wurde der Ort als Dorf mit 52 Wohnhäusern beschrieben. 1858 erschien das Dorf erneut in den statistischen Erhebungen und wies sechs öffentliche, 69 Wohn- und 188 Wirtschaftsgebäude auf. Die Fläche umfasste 3929 Morgen: 28 Morgen Gehöfte, 64 Morgen Gartenland, 1950 Morgen Acker, 567 Morgen Wiese, 784 Morgen Weide und 536 Morgen Wald.<ref name="Rohrlach64" />

20. und 21. Jahrhundert

Buchholz bestand im Jahr 1900 aus 100 Häusern; 1931 waren es 101 Wohnhäuser mit 123 Haushaltungen.<ref name="Rohrlach64" /> Für das Jahr 1939 wurden im Ort 15 land- und forstwirtschaftliche Betriebe mit 20–100 ha, 24 Betriebe mit 10–20 ha, 37 mit 5–10 ha sowie 7 Betriebe mit 0,5–5 ha nachgewiesen.

Im Jahr 1955 entstand die erste LPG Typ III mit zehn Mitgliedern und 61 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche (LN). 1960 bestand eine LPG Typ III mit 66 Mitgliedern und 412 ha LN. 1973 wurde die LPG Typ III Salzbrunn angeschlossen; zugleich bestand im Ort eine LPG Typ I mit 81 Mitgliedern und 234 ha LN, die bereits 1971 an die LPG Typ III angegliedert worden war. 1973 existierte eine LPG.<ref name="Rohrlach64" />

Bis zur Eingemeindung nach Beelitz am 31. Dezember 2001 war Buchholz bei Beelitz eine eigenständige Gemeinde, die im 19. und 20. Jahrhundert bis zu dessen Auflösung zum Landkreis Zauch-Belzig gehörte.<ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>

Wappen

[[Datei:{{#property:p94}}|100px|links|Wappen von Buchholz]] Blasonierung: „In Rot ein aus dem Schildfuß hervorkommender, an den Seiten anstoßender und oben bis in den Schildhaupt reichender Torbogen aus schwarz-gefugten Ziegelsteinen, mit silberner Toröffnung einen pfahlweise gestellten schwebenden grünen Ast mit beiderseits je drei schräg nach oben gerichteten grünen Buchenblättern umschließend.“<ref name="Wappen">Alexander Hoffmann: Kommunale Wappenschau. In: HEROLD, Verein für Heraldik, Genealogie und verwandte Wissenschaften (Hrsg.): Der Herold, Vierteljahrsschrift für Heraldik, Genealogie und verwandte Wissenschaften. Band 20, Nr. 3-4/2022. Selbstverlag, Berlin 2022, S. 640.</ref>
Wappenbegründung: Die markante Ziegelarchitektur der Torbögen der ältesten Höfe auf der Dorfstraße ist noch heute gut erhalten und in Brandenburg eine Ausnahme. Die Beschreibung zur Ziegelarchitektur wurde in Büchern bebildert und veröffentlicht. Viele Buchholzer leben seit Generationen auf diesen Höfen. Die Farbe Rot steht für die Zugehörigkeit zu Beelitz, Potsdam-Mittelmark und Brandenburg. Buchholz als grüner Buchenstamm mit Buchenblättern steht selbstredend zentral auf dem Schild.

Das Wappen wurde vom Heraldiker Ismet Salahor aus Frankfurt/Main gestaltet und am 21. April 2017 unter der Registratur 53 BR in die Deutsche Ortswappenrolle des HEROLD eingetragen und dokumentiert. Gestiftet wurde es vom Ortsvorstand des Ortsteiles Buchholz und vom Gemeinnützigen Dorfverein Buchholz/Zauche e. V., um es als Symbol der örtlich-lokalen Identität außerhalb von Amtshandlungen zu führen.

Sehenswürdigkeit

Die renovierte Dorfkirche in Buchholz/Zauche
Dorfkirche Buchholz

Die Dorfkirche Buchholz entstand im 18. Jahrhundert und wurde 1882 um einen Chor erweitert. Im Innern des flach gedeckten Sakralbaus steht eine Kanzel aus dem 18. Jahrhundert sowie eine Fünte aus dem Jahr 1794.

Wirtschaft und Infrastruktur

Unterhalb von Buchholz befindet sich ein Speicher der VNG für Erdgas. Der Aquifer-Speicher hat eine Kapazität von 175 Millionen m³.

Der Haltepunkt Buchholz (Zauche) liegt an der Bahnstrecke Jüterbog–Nauen.

Veranstaltungen

Zu den jährlich stattfindenden Veranstaltungen gehören die Fastnacht, das Zempern, ein Tanz in den Frühling sowie ein vorweihnachtliches Kirchenkonzert. Unterstützt werden diese Veranstaltungen unter anderem durch ein Jugendblasorchester der Feuerwehr. Jährlich im Mai findet außerdem ein Fest der Blasmusik statt.

Weblinks

Commons: Buchholz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur

  • Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 64 und 64)

Einzelnachweise

<references />

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