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Joachim Wrana

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Joachim Karl Herbert Wrana (* 13. Februar 1909 in Breslau; † 8. November 1986 in Freiberg) war ein deutscher Elektroingenieur und Professor für Elektrotechnik.

Leben

Nach seinem Abitur im Jahr 1929 studierte er bis 1934 Starkstromtechnik an der TH Dresden. Danach arbeitete er bis 1938 als wissenschaftlicher Assistent am Institut für Starkstrom- und Hochspannungstechnik. 1939 promovierte er.<ref>Joachim Wrana: Vorgänge beim Schmelzen und Verdampfen von Drähten mit sehr hohen Stromdichten. Univ.-druckerei, Würzburg 1939, OCLC 313753615 (Dissertationsarbeit, Techn. Hochsch. Dresden, 1939).</ref>

Von 1938 bis 1945 war er Entwicklungsingenieur im Sachsenwerk Niedersedlitz. Bis 1947 wirkte er als Leiter im sowjetischen Konstruktions- und Technologischen Entwicklungsbüro Niedersedlitz.

Im März 1947 wurde Joachim Wrana verhaftet und von einem sowjetischen Militärgericht zu zehn Jahren Arbeitslager verurteilt. Er hatte bei der Demontage des Sachsenwerkes wertvolle Geräte „vor der Versendung in den fernen Osten bewahrt“<ref name="Sabotage">Joachim Wrana in: Berühmte Freiberger. Ausgewählte Biographien bekannter und verdienstvoller Persönlichkeiten. Teil 4: Persönlichkeiten aus den Jahrzehnten ab 1876. Freiberg, 2003. S. 166.</ref>, was ihm als Sabotage zur Last gelegt wurde. Nach zwei Jahren in der Justizvollzugsanstalt Bautzen und einem Jahr in Sachsenhausen wurde er 1950 aus dem Internierungslager entlassen.

Im April 1950 übernahm Wrana die kommissarische Leitung des Lehrstuhls für Elektrotechnik der Bergakademie Freiberg. Am 1. Mai 1951 wurde er Professor und Direktor des Instituts für Elektrotechnik.

Von 1953 bis 1955 war er Prodekan, bis 1963 Dekan an der Fakultät für Bergbau und Hüttenwesen. Im Jahr 1963 wurde er Rektor der Bergakademie Freiberg. Dieses Amt übte er bis 1965 aus, danach leitete er die Fachrichtung Elektrotechnik. Eine Hochschulreform 1968 erforderte die Auflösung der Institute und die Gründung von Sektionen. Wrana verlor seinen Posten als Institutsdirektor, wurde jedoch 1969 zum Ordentlichen Professor für Elektrotechnik neu berufen. 1974 trat er in den Ruhestand, er starb 1986 in Freiberg. Sein Grab befindet sich auf dem Freiberger Donatsfriedhof.<ref>Bergakademische Professorengräber auf Freiberger Friedhöfen. Freiberg, 2006. ISBN 978-3-86012-285-3, S. 71</ref>

Werke (Auswahl)

  • Vorgänge beim Schmelzen und Verdampfen von Drähten mit sehr hohen Stromdichten. TH Dresden, Dissertation, 1939.
  • Thermische und dynamische Wirkungen in Strombahnen von Hochspannungsschaltern bei Kurzschluss-Beanspruchung. Freiberg 1952.

Ehrungen

Datei:Joachimwranaplaque.jpg
Gedenktafel

Literatur

  • G. Winkler: Feierliche Investitur des Rektors der Bergakademie Freiberg, Prof. Dr.-Ing. habil. Joachim Wrana. In: Neue Hütte. 9/1964/2, S. 126–127
  • Stock: Prof. em. Dr.-Ing. habil. Dr.-Ing. E.h. Joachim Wrana †. In: Energietechnik. 37/1987/3, S. 117–118
  • Werner Lauterbach: Berühmte Freiberger : ausgewählte Biographien bekannter und verdienstvoller Persönlichkeiten. Teil 4: Persönlichkeiten aus den Jahrzehnten ab 1876. Freiberg, 2003. S. 165–167.
  • Roland Volkmer: Wrana, Joachim. In: Wer war wer in der DDR? 5. Auflage. Band 2. Ch. Links, Berlin 2010, ISBN 978-3-86153-561-4, S. Vorlage:VonBis (bundesstiftung-aufarbeitung.de).
  • Hartmut Schleiff, Roland Volkmer, Herbert Kaden: Catalogus Professorum Fribergensis: Professoren und Lehrer der TU Bergakademie Freiberg 1765 bis 2015. Freiberg, 2015, ISBN 978-3-86012-492-5, S. 195

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Carl von der Planitz (Vorsitz), Theodor Scheerer und Julius Weisbach (1869-1871) | Bernhard von Cotta (1871) | Gustav Zeuner (1871-1875) | Theodor Richter (1875–1896) | Clemens Winkler (1896–1899) | Adolf Ledebur (1899–1901, 1903–1905) | Erwin Papperitz (1901–1903, 1905–1907, 1923–1924) | Theodor Erhard (1907–1909) | Emil Treptow (1909–1911) | Richard Beck (1911–1913) | Friedrich Kolbeck (1913–1915, 1922–1923) | Johannes Galli (1915–1917) | Carl Schiffner (1917–1919) | Otto Brunck (1919–1920, 1930–1931) | Otto Fritzsche (1920–1922) | Georg Brion (1924–1926) | Paul Wandhoff (1926–1928) | Franz Kögler (1928–1930) | Reinhold von Walther (1931–1933) | Friedrich Schumacher (1933–1935) | Johannes Madel (1935–1937) | Robert Höltje (1937–1939) | Franz Brenthel (1939–1944) | Heinz Uhlitzsch (1944–1945) | Friedrich Regler (1945–1946) | Gerhard Grüß (1946–1947) | Ernst Diepschlag (1947–1949) | Friedrich Leutwein (1949–1953) | Helmut Kirchberg (1953–1955) | Otto Meißer (1955–1957) | Helmut Härtig (1957–1959) | Oscar Oelsner (1959–1961) | Günther Hollweg (1961–1963) | Joachim Wrana (1963–1965) | Karl-Friedrich Lüdemann (1965–1967) | Johann Köhler (1967–1970) | Dietrich Rotter (1970–1976) | Klaus Strzodka (1976–1982) | Hans-Heinz Emons (1982–1988) | Horst Gerhardt (1988–1991) | Dietrich Stoyan (1991–1997) | Ernst Schlegel (1997–2000) | Georg Unland (2000–2008) | Michael Schlömann (2008) | Bernd Meyer (2008–2015) | Klaus-Dieter Barbknecht (2015–2025) | Jutta Emes (2025–) Vorlage:Klappleiste/Ende

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