Altendorf (Naumburg)
Altendorf Stadt Naumburg
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(250)&title=Altendorf 51° 13′ N, 9° 12′ O
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dim=10000 | globe= | name=Altendorf | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 248 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 9,09 km²<ref name="lagis" /> | |||||
| Einwohner: | 250 (2020) ca.<ref name="DF">Altendorf. In: Webauftritt der Stadt Naumburg (Hessen). Abgerufen im August 2023.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 28 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 31. Dezember 1971 | |||||
| Postleitzahl: | 34311 | |||||
| Vorwahl: | 05625 | |||||
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Altendorf ist der nach Einwohnerzahl kleinste Stadtteil der Stadt Naumburg im nordhessischen Landkreis Kassel.
Geographie
Das Dorf liegt circa sechs Kilometer südlich von Naumburg im Tal des Eder-Zuflusses Elbe, eingefasst von den Hügelzügen des Hardtkopfes im Osten und des Alten Waldes (südlicher Ausläufer des Waldecker Waldes) im Westen. Die Umgebung ist geprägt von der Flussaue der Elbe sowie Feldern, welche ihrerseits in einen dichten Mischwald übergehen.
Geschichte
Ortsgeschichte
Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Altendorf erfolgte unter dem Namen Aldendorp im Jahr 1206.<ref name="lagis" /> Vom 13. bis zum 16. Jahrhundert war Altendorf, zusammen mit Elbenberg und der heutigen Wüstung Beltershausen, Teil der Elber Mark, einer Markgenossenschaft unter der Oberhoheit des Stifts St. Alban vor Mainz, das die Herren von Elben als Vögte einsetzte. Diesen gelang es, spätestens mit Einführung der Reformation in Hessen im Jahre 1526, aus ihrer Vogtei einen Besitz zu machen. Nach dem Aussterben der Herren von Elben im Mannesstamm ging das Lehen 1559 an das Adelsgeschlecht der von Buttlar über, Lehnsherr blieb das Kurfürstentum Mainz. 1803 fiel Altendorf infolge des Reichsdeputationshauptschlusses an die Landgrafschaft Hessen-Kassel.
Zum 31. Dezember 1971 wurde im Zuge der Gebietsreform in Hessen die bis dahin selbständige Gemeinde Altendorf auf in die Stadt Naumburg eingemeindet.<ref>Gemeindegebietsreform in Hessen: Zusammenschlüsse und Eingliederungen in Hessen vom 14. Dezember 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1972 Nr. 01, S. 5, Punkt 8; Abs. 63. (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 4,9 MB]).</ref><ref></ref> Für alle nach Naumburg eingegliederten Gemeinden und die Kernstadt wurden Ortsbezirke mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 411 kB) § 6. In: Webauftritt. Stadt Naumburg, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 19. März 2022; abgerufen im August 2023. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
Galeriegrab
1907 wurde am Ortsrand von Altendorf ein Galeriegrab aus dem 4. Jahrtausend v. Chr. entdeckt und 1934 freigelegt. Es wird der megalithischen Wartberg-Kultur zugerechnet und enthielt Werkzeuge, Töpferwaren sowie die Überreste von 235 Menschen.<ref>Gero von Merhart 1936. Bericht des Vertrauensmannes für kulturgeschichtliche Bodenaltertümer im Regierungsbezirk Kassel. Nachrichtenblatt Deutsche Vorzeit 12, S. 130–141; Gustav Perret, Cro-Magnon-Typen vom Neolithikum bis heute. (Ein Beitrag zur Rassengeschichte Niederhessens). Zeitschrift für Morphologie und Anthropologie 37/1 (1937), 5-8</ref> Sichtbare Überreste des Grabes sind heute nicht mehr vorhanden.
Burgstall und Wüstung
Am südlichen Rand des Stadtteils am unteren, östlichen Ende einer flachen Anhöhe nördlich des Heiligenbergs am Ufer des Ederzuflusses Elbe, wo diese in ihrem allgemein südlichen Verlauf eine enge Nordost-Schleife beschreibt, liegt links der Elbeschleife der Burgstall Beltershausen und rechts in der Schleife der ehemals zugehörige Ort, die heutige Wüstung Beltershausen.
Bevölkerung
Einwohnerstruktur 2011
Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011, in Altendorf 225 Einwohner. Darunter waren keine Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 39 Einwohner unter 18 Jahren, 81 zwischen 18 und 49, 45 zwischen 50 und 64 und 174 Einwohner waren 60 und älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 87 Haushalten. Davon waren 18 Singlehaushalte, 30 Paare ohne Kinder und 36 Paare mit Kindern, sowie 6 Alleinerziehende und keine Wohngemeinschaften. In 21 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 45 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />
Einwohnerentwicklung
| Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" /> | |
| • 1579: | 21 Haushaltungen |
| • 1692: | 28 Haushaltungen |
| • 1731: | 24 Häuser |
| Altendorf: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2020 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1834 | 330 | |||
| 1840 | 350 | |||
| 1846 | 346 | |||
| 1852 | 327 | |||
| 1858 | 297 | |||
| 1864 | 355 | |||
| 1871 | 341 | |||
| 1875 | 303 | |||
| 1885 | 267 | |||
| 1895 | 245 | |||
| 1905 | 250 | |||
| 1910 | 247 | |||
| 1925 | 260 | |||
| 1939 | 270 | |||
| 1946 | 466 | |||
| 1950 | 400 | |||
| 1956 | 328 | |||
| 1961 | 302 | |||
| 1967 | 293 | |||
| 1970 | 297 | |||
| 1980 | ? | |||
| 1990 | ? | |||
| 2000 | ? | |||
| 2011 | 225 | |||
| 2020 | 250 | |||
| Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: Die Bevölkerung der Gemeinden 1834 bis 1967. Wiesbaden: Hessisches Statistisches Landesamt, 1968. Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; Stadt Naumburg<ref name="DF" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" /> | ||||
Historische Religionszugehörigkeit
| Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" /> | |
| • 1885: | 267 evangelische (= 100 %) Einwohner |
| • 1961: | 284 evangelische (= 94,04 %), 18 katholische (= 5,96 %) Einwohner |
Politik
Der Ortsbeirat für den Ortsbezirk Altendorf besteht aus fünf Mitgliedern. Die Wahlbeteiligung zur Wahl des Ortsbeirats bei der Kommunalwahl 2021 betrug 78,16 %. Dabei wurden gewählt: drei Mitglieder der CDU und zwei Mitglieder der „Freien Wählergemeinschaft“.<ref>Ortsbeiratswahl Altendorf. In: Votemanager. Stadt Naumburg, abgerufen im August 2023.</ref> Der Ortsbeirat wählte Michaela Viereckt (CDU) zur Ortsvorsteherin.<ref>Ortsvorsteher Naumburg. In: Webauftritt. Stadt Naumburg, abgerufen im August 2023.</ref>
Kirche
Im Dorfkern steht auf einer leichten Anhöhe die Bonifatiuskirche. Ihr Turm stammt aus dem 12. Jahrhundert, aber das heutige Kirchenschiff wurde 1830 erbaut.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bonifatiuskirche Altendorf ( vom 4. August 2010 im Internet Archive)</ref>
Eine Kapelle wird im Bestandsverzeichnis der heutigen Wüstung Immenhausen bestätigt.<ref>„Wüstung Immenhausen, Landkreis Kassel“. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).</ref> Papst Innozenz (1198–1216) schenkte das Kirchenpatronat der Kapellen in Ippinghausen, Altendorf und Herberge dem Erzbistum Riga. 1444 übernahmen die hessischen Landgrafen das Patronat.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Riesenstein, ein Sandsteinfels, der vermutlich als vorzeitliche Opferstätte diente.
Veranstaltungen
- Brunnenfest des Fördervereins Altendorf, jährlich im Juli.
- Nach über 70 Jahren finden vom 27. bis 29. Juni 2025 die Verbandstage der Feuerwehren des Wolfhager Landes wieder in Altendorf statt.
Einzelnachweise
<references> <ref name="lagis">Altendorf, Landkreis Kassel. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 1. April 2022). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="Z2011E"> Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,0 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 26 und 84, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020. </ref> </references>
Weblinks
- Stadtteil Altendorf. In: Webauftritt der Stadt Naumburg (Hessen).
- Altendorf, Landkreis Kassel. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Literatur/Interner Fehler
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2024-07
- Ort im Landkreis Kassel
- Kurort in Hessen
- Geographie (Naumburg, Hessen)
- Ehemalige Gemeinde (Landkreis Kassel)
- Ersterwähnung 1198
- Gemeindeauflösung 1971