Pfalz-Veldenz
| Datei:Banner of the Holy Roman Emperor with haloes (1400-1806).svg Territorium im Heiligen Römischen Reich | |
|---|---|
| Pfalz-Veldenz | |
| Wappen | |
| Datei:DEU Pfalz-Veldenz COA.svg | |
| Karte | |
| Datei:Map of Pfalz-Veldenz (1592)-Final-variant.svg | |
| Pfalz-Veldenz nach dem Tod von Georg Johann I. (1592) | |
| Alternativnamen | Pfalz-Veldenz-Lützelstein |
| Entstanden aus | Pfalz-Zweibrücken |
| Herrschaftsform | Pfalzgrafschaft |
| Herrscher/ Regierung |
Pfalzgraf |
| Heutige Region/en | DE-RP, FR-57, FR-67 |
| Reichskreis | Oberrheinischer Reichskreis |
| Hauptstädte/ Residenzen |
Lützelstein |
| Dynastien | 1543: Pfalz-Veldenz |
| Konfession/ Religionen |
evangelisch-lutherisch |
| Sprache/n | Deutsch |
| Aufgegangen in | 1733: Kurpfalz, Pfalz-Sulzbach, Pfalz-Birkenfeld |
Pfalz-Veldenz war ein Fürstentum des Heiligen Römischen Reiches, das 1543 im Marburger Vertrag von Pfalz-Zweibrücken abgespalten wurde. Neben dem namensgebenden Amt Veldenz an der Mosel umfasste die anfängliche Ausstattung des Fürstentums auch Besitzungen im Glantal. 1559/66 kamen aus der Kurpfälzer Erbschaft die halbe Herrschaft Guttenberg in der Pfalz und die Grafschaft Lützelstein im Gebiet der in Frankreich so genannten Nordvogesen hinzu. 1694 erlosch die Linie und die Besitzungen wurden nach 40-jährigem Zwist 1733 vertraglich zwischen Kurpfalz, Pfalz-Sulzbach und Pfalz-Birkenfeld aufgeteilt.
Geschichte
Im Jahre 1543 wurde durch den Marburger Vertrag geregelt, dass der Onkel und Vormund Pfalzgraf Wolfgangs von Zweibrücken, Ruprecht, für sich und seine Nachkommen ein eigenes Territorium erhalten sollte. Ruprecht starb bereits im folgenden Jahr 1544; sein Sohn Georg Hans trat bei seiner Volljährigkeit die Regierung an. Sein Territorium umfasste neben dem namengebenden Amt Veldenz die Ämter Lauterecken, das Jettenbacher Gericht und die Propstei St. Remigius bei Kusel, wo sich die Erbgrablege der Pfalzgrafen von Pfalz-Veldenz befindet.
Im Jahre 1553 erreichte Wolfgang im Heidelberger Sukzessionsvertrag, der die gegenseitigen Erbansprüche aller wittelsbachischen Linien regelte, dass Pfalz-Veldenz um die Grafschaft Lützelstein, die Hälfte der Herrschaft Guttenberg und zwei Drittel von Alsenz erweitert wurde. 1584 wurde die Herrschaft zum Stein für 47.000 Gulden von der Familie Rathsamhausen erworben.
Pfalz-Veldenz gehörte wie alle wittelsbachisch-pfälzischen Nebenlinien nicht zum Kurrheinischen Reichskreis (wo die Heidelberger Kurfürsten Sitz und Stimme hatten), sondern zum Oberrheinischen Reichskreis.<ref>Winfried Dotzauer: Die deutschen Reichskreise (1383–1806). Franz Steiner Verlag, Stuttgart 1998, ISBN 3-515-07146-6, S. 39.</ref>
Die Linie Pfalz-Veldenz erlosch 1694; das Territorium wurde nach langem Streit der Erben 1733 in Mannheim zwischen den übrigen pfälzischen Linien vertraglich aufgeteilt. Kurfürst Karl Philipp erhielt die Ämter Veldenz und Lauterecken, Christian III. von Pfalz-Birkenfeld die Hälfte der Grafschaft Lützelstein und die Guttenberger Gemeinschaft und Karl Theodor von Pfalz-Sulzbach die andere Hälfte der Grafschaft Lützelstein, die er jedoch bald nachher an Pfalz-Zweibrücken abtrat. Die Herrschaft Stein war nach dem Tode Leopold Ludwigs dessen drei hinterlassenen Töchtern verblieben. Nach dem Tode der letzten, Dorothea, im Jahr 1723 zog Frankreich das Lehen, das ursprünglich zum Reich gehört hatte, ein.<ref>Theodor Gümbel: Geschichte des Fürstentums Pfalz-Veldenz. Eugen Crusius, Kaiserslautern 1900, S. 339.</ref>
Die ehemaligen Besitzungen liegen heute in Rheinland-Pfalz und in den beiden französischen Departements Moselle und Bas-Rhin.
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden.Linie Pfalz-Veldenz
Die angegebenen Daten sind bei den regierenden Fürsten die Regierungsdaten, bei den übrigen Personen die Lebensdaten.
<templatestyles src="Stammbaum/styles.css" />
| Ruprecht (1543–1544) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Anna (1540–1586) | Georg Johann (1544–1592) | Ursula (1543–1578) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Georg Gustav (Pfalz-Veldenz) (1592–1634) | Anna Margarete (1571–1621) | Ursula (1572–1635) | Johann August (Pfalz-Lützelstein) | Ludwig Philipp (Pfalz-Guttenberg) | Georg Johann II. (Pfalz-Lützelstein) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Leopold Ludwig (1634–1694) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Anna Sophia (1650–1706) | Gustav Philipp (1651–1679) | Elisabeth Johanna (1653–1718) | Dorothea (1658–1723) | Karl Georg (1660–1686) | August Leopold (1663–1689) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Literatur
- Gerhard Köbler: Historisches Lexikon der deutschen Länder. Die deutschen Territorien vom Mittelalter bis zur Gegenwart. 3., verbesserte, um ein Register erweiterte Auflage. C.H. Beck, München 1990, ISBN 3-406-34838-6, S. 412.
- Theodor Gümbel: Geschichte des Fürstentums Pfalz-Veldenz. Eugen Crusius, Kaiserslautern 1900 (dilibri.de).
Siehe auch
Weblinks
- Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Pfalz-Veldenz.] (PDF; 4 S.) Residenzen-Kommission Arbeitsstelle Kiel; Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 24. November 2016.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung
Einzelnachweise
<references />
Bank der geistlichen Fürsten: Hochstift Worms | Hochstift Speyer | Hochstift Straßburg | Fürstbistum Basel | Hochstift Fulda | Fürstabtei Murbach | Fürstentum Heitersheim | Fürstpropstei Weißenburg | Abtei Prüm | Frühere Mitglieder: Erzstift Besançon | Hochstift Sitten | Hochstift Lausanne | Hochstift Genf | Hochstift Metz | Hochstift Toul | Hochstift Verdun | Stift Hersfeld (bis 1606/1648)
Bank der weltlichen Fürsten: Fürstentum Pfalz-Lautern | Fürstentum Pfalz-Simmern | Fürstentum Pfalz-Veldenz | Fürstentum Pfalz-Zweibrücken | Landgrafschaft Hessen-Darmstadt | Landgrafschaft Hessen-Kassel | Herzogtum Savoyen | Fürstentum Hersfeld (ab 1648) | Markgrafschaft Nomeny | gefürstete Grafschaft Sponheim | gefürstete Grafschaft Waldeck | gefürstete Grafschaft Salm (Wild- und Rheingrafen) | gefürstete Grafschaft Salm-Kyrburg (Wild- und Rheingrafen) | gefürstete Grafschaft Nassau-Usingen | gefürstete Grafschaft Nassau-Saarbrücken | gefürstete Grafschaft Nassau-Weilburg | gefürstete Grafschaft Solms-Braunfels | gefürstete Grafschaft Isenburg-Birstein | Frühere Mitglieder: Herzogtum Lothringen | Herzogtum Savoyen
Rheinische Prälaten: Kloster und Ritterstift Odenheim | Frühere Mitglieder: Kloster Kaufungen
Bank der Grafen und Herren: Grafschaft Hanau-Münzenberg | Grafschaft Solms-Hohensolms | Grafschaft Solms-Lich | Grafschaft Solms-Laubach | Grafschaft Solms-Rödelheim | Grafschaft Königstein | Grafschaft Ysenburg-Büdingen-Büdingen | Grafschaft Ysenburg-Büdingen-Meerholz | Grafschaft Ysenburg-Büdingen-Wächtersbach | Grafschaft Salm-Grumbach (Wild- und Rheingrafen) | Grafschaft Salm-Stein-Grehweiler (Wild- und Rheingrafen) | Grafschaft Leiningen-Hardenburg | Grafschaft Leiningen-Westerburg | Grafschaft Sayn-Wittgenstein-Wittgenstein | Grafschaft Sayn-Wittgenstein-Berleburg | Grafschaft Kriechingen | Grafschaft Hanau-Lichtenberg | Grafschaft Salm-Dhaun (Wild- und Rheingrafen) | Grafschaft Falkenstein | Herrschaft Reipoltskirchen | Grafschaft Wartenberg | Herrschaft Bretzenheim | Herrschaft Dagstuhl | Herrschaft Olbrück | Schloss und Dorf Mensfelden | Burggrafschaft Friedberg
Bank der Städte (Reichsstädte): Frankfurt am Main | Friedberg | Gelnhausen | Wetzlar | Speyer | Worms | Frühere Mitglieder: Straßburg (Strasbourg) | Colmar | Oberehnheim (Obernai) | Kaysersberg | Türkheim (Turckheim) | Rosheim | Benfeld | Schlettstadt (Sélestat) | Hagenau (Haguenau) | Weißenburg (Wissembourg) | Münster im Gregoriental | Landau in der Pfalz