Zum Inhalt springen

Franz Bernert

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 15. Februar 2026 um 14:39 Uhr durch imported>ⵓ (•2 externe Links geändert• 🌐︎).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Franz Bernert Grab Dresden.jpg
Grab Franz Bernerts in Dresden

Franz Bernert (* 4. April 1811 in Grafenstein, Kaisertum Österreich;<ref>Archivní VadeMeCum des Staatlichen Gebietsarchives in Litoměřice/Leitmeritz. Abgerufen am 9. Juni 2020.</ref> † 18. März 1890 in Dresden<ref>Standesamt Dresden, Standesamt Dresden I, Sterberegister 1890, Nr. 467.</ref>) war ein deutscher römisch-katholischer Geistlicher.

Leben

Der aus dem böhmischen Grafenstein stammende Bernert wurde am 4. August 1834 in Leitmeritz zu Priester geweiht. Weitere Stationen waren 1837 als Kaplan in Neustadt bei Böhmisch Leipa, 1841 Kaplan in Raspenau bei Friedland in Böhmen, 1842 Pfarrer in Meißen, 1848 Pfarrer in Zwickau. Als Superior und Pfarrer an der Katholischen Hofkirche in Dresden wurde er 1862 zum zweiten geistlichen Rat des sächsischen katholischen Konsistoriums ernannt.<ref>Zeitschrift für Verwaltungs-Praxis und Gesetzgebung..., S. 65</ref> Nach dem Tod von Ludwig Forwerk wurde er am 28. Januar 1876 zum Apostolischen Vikar in den Sächsischen Erblanden und Administrator des ehemaligen Bistums Meißen im Markgrafentum Oberlausitz und gleichzeitig wurde er zum Titularbischof von Azotus ernannt. Die Bischofsweihe spendete ihm am 18. März 1876 Augustin II. Pavel Vahala, der Bischof von Leitmeritz; Assistenten waren Abt Salesius Mayer vom Kloster Osek und der Leitmeritzer Stadtdechant Johann Rzehak.

Als Dekan des Domstifts zu Bautzen gehörte Bernert von 1875 bis zu seinem Tod der I. Kammer des Sächsischen Landtags an.<ref>Josef Matzerath: Aspekte sächsischer Landtagsgeschichte. Präsidenten und Abgeordnete von 1833 bis 1952. Dresden 2001, S. 38</ref> 1884 erlangte er sein Goldenes Priesterjubiläum. Er war Beichtvater des sächsischen Königs Albert.

Franz Bernert hatte fünf Geschwister (nur er schrieb seinem Namen mit der Endung „t“): Joseph Berner, Ignaz Valentin Berner, Veronika Genoveva Berner, Karolina Berner und Anna Berner. Letztgenannte ist die Mutter der Bildhauerbrüder Franz Schwarz, Adolf Schwarz, Anton Schwarz und Joseph Schwarz sowie des Malers Wenzel Schwarz. Franz Bernert war ihr Taufpate. Entsprechend dieser Prägung haben die Brüder auch zahlreiche Statuen und Bilder für Kirchen gestaltet.<ref>Kirchenbücher v. a. Spittelgrund und Grottau: Digitales Archiv - Landesarchiv Opava. Abgerufen am 13. Juni 2019.</ref><ref name=":0">Rudolf Dar: Grenzland Zeitung - Das Heimatmuseum in Grottau. 25. Juli 1936, S. 9 f.</ref><ref>Buch Alte Ansichtskarten aus dem Gebiet von Grottau und Kratzau, PhDr. František Vydra, 2005, Hostivice, S. 73</ref>

Franz Bernert starb im Alter von 79 Jahren. Sein Grab befindet sich auf dem Alten Katholischen Friedhof in Dresden<ref>Lars Herrmann: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Innerer Katholischer Friedhof auf dresdner-stadtteile.de (Memento vom 3. August 2022 im Internet Archive) </ref> und wurde durch seinen Neffen Franz Schwarz geschaffen.

Wirken

Weblinks

Einzelnachweise

<references responsive />

VorgängerAmtNachfolger
Ludwig ForwerkApostolischer Vikar in den Sächsischen Erblanden
1876–1890
Ludwig Wahl
Ludwig ForwerkApostolischer Präfekt der Oberlausitz
(für Meißens ehem. Diözesangebiet dort)

1876–1890
Ludwig Wahl

<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

(Vorgänger: Johann IX. von Haugwitz, Bischof)

Ludwig Liegeritz | Leo Rauch | Augustin Eggs | Franz Herz | Johann Alois Schneider | Ignaz Bernhard Mauermann | Franz Laurenz Mauermann | Joseph Dittrich | Ludwig Forwerk | Franz Bernert | Ludwig Wahl | Carl Maaz (Apostolischer Provikar) | Georg Wuschanski | Aloys Schäfer | Franz Löbmann | Jakub Skala (Administrator der Präfektur)

Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang

auch Apostolische Präfektur Bautzen oder Apostolische Präfektur der Lausitzen

(Vorgänger: Johann IX. von Haugwitz, Bischof)

Johann Leisentrit | Gregor Leisentrit | Christoph von Blöbel | August Wiederin von Ottersbach | Gregor Kathmann von Maurugk | Johann Hasius von Lichtenfeld | Martin Saudrius von Sternfeld | Bernhard von Schrattenbach (stellvertr. Administrator) | Christophorus Johannes Reinheld von Reichenau | Peter Franz Longinus von Kieferberg | Martin Ferdinand Brückner von Brückenstein | Matthäus Johann Josef Vitzki | Martin Bernhard Just von Friedenfels | Johann Josef Ignaz Freyschlag von Schmidenthal | Jakob Wosky von Bärenstamm | Carl Lorenz Cardona | Martin Nugk von Lichtenhoff | Johann Joseph Schüller von Ehrenthal | Wenzel Kobalz | Franz Georg Lock | Ignaz Bernhard Mauermann | Matthäus Kutschank | Joseph Dittrich | Ludwig Forwerk | Franz Bernert | Ludwig Wahl | Georg Wuschanski (Dekansadministrator) | Georg Wuschanski | Aloys Schäfer | Franz Löbmann | Jakub Skala (Administrator der Präfektur)

(Nachfolger: Christian Schreiber, Bischof)

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein