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Sulfamethylthiazol

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Strukturformel
Strukturformel von Neodiseptal
Allgemeines
Freiname Sulfamethylthiazol
Andere Namen
  • 4-Amino-N-(4-methyl-1,3-thiazol-2-yl)benzensulfonamid (IUPAC)
  • Aseptil 2
  • Ciba 3753
  • M. and B. 838
  • N-(4-Methyl-2-thiazolyl)sulfanilamid
  • Novoseptal
  • RP 146
  • Staphylamid
  • Neodiseptal
  • Sulfazol
  • Toriseptin M
  • Ultraseptal
  • Ultraseptyl
Summenformel C10H11N3O2S2
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
EG-Nummer 208-203-8
ECHA-InfoCard 100.007.459
PubChem 68194
ChemSpider 61501
DrugBank DB15882
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Arzneistoffangaben
Wirkstoffklasse

Sulfonamid

Eigenschaften
Molare Masse 269,36 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

238–240 °C<ref name="Druglead">Datenblatt bei Druglead.com (abgerufen am 5. Juli 2010).</ref>

Löslichkeit

wenig in Wasser (0,2 g in 100 ml), leicht in Alkalilaugen oder verdünnten Mineralsäuren<ref name="Druglead" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref>Vorlage:CL Inventory/nicht harmonisiertFür diesen Stoff liegt noch keine harmonisierte Einstufung vor. Wiedergegeben ist eine von einer Selbsteinstufung durch Inverkehrbringer abgeleitete Kennzeichnung von Vorlage:Linktext-Check im Classification and Labelling Inventory der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum</ref>
Datei:GHS-pictogram-exclam.svg

Achtung

H- und P-Sätze H: 315​‐​319​‐​335
P: ?
Toxikologische Daten

27.670 mg·kg−1 (LD50Mausoral)<ref name="ChemCAS">MSDS bei ChemCAS.com (abgerufen am 5. Juli 2010).</ref>

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Sulfamethylthiazol ist ein antibakterieller Wirkstoff aus der Klasse der Sulfonamide. Es ist das Monomethylderivat von Sulfathiazol.

Geschichte

Sulfamethylthiazol wurde unter der Bezeichnung Ultraseptyl während der Zeit des Nationalsozialismus von den Chinoin-Werken (Budapest) hergestellt, in die Hitlers Leibarzt Theo Morell finanziell involviert war.<ref>Notes on an Interview of Prof Dr Dr Ernst-Günther Schenck at Klagenfurt, Austria, May 11-12, 1982 (tape-recorded) (abgerufen am 5. Juli 2010).</ref> Auch Hitler selbst bekam von Morell Ultraseptyl verabreicht, obwohl sich gravierende Nebenwirkungen zeigten.<ref name="books-cYcrAQAAIAAJ-">Hans-Joachim Neumann, Henrik Eberle: War Hitler krank?. Lübbe, 2009, ISBN 3785723865, S. 210–211 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein