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Volmari Iso-Hollo

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Iso-Hollo bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin
Iso-Hollo bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin

Voller Name Volmari Fritijof Iso-Hollo
Nation FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg Finnland
Geburtstag 5. Januar 1907
Geburtsort Ylöjärvi
Größe 176 cm
Gewicht 64 kg
Sterbedatum 23. Juni 1969
Sterbeort Heinola
Karriere
Disziplin Hindernislauf, Langstreckenlauf
Bestleistung 30:12,6 min (10.000 m)
9:03,8 min (3000 m Hindernis)
Verein Keravan Veikot, Helsingin Toverit, Keravan Urheilijat
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 2 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
 Olympische Spiele
Gold Los Angeles 1932 3000 m Hindernis
Silber Los Angeles 1932 10.000 m
Gold Berlin 1936 3000 m Hindernis
Bronze Berlin 1936 10.000 m

Volmari Fritijof „Vomma“ Iso-Hollo (* 5. Januar 1907 in Ylöjärvi; † 23. Juni 1969 in Heinola) war ein finnischer Leichtathlet und zweifacher Olympiasieger im 3000-Meter-Hindernislauf.

Biografie

Iso-Hollo war einer der letzten in einer Reihe von finnischen Langstreckenläufern, die wegen ihrer Überlegenheit zwischen den beiden Weltkriegen „fliegende Finnen“ genannt wurden. Er verbrachte seine Jugend in Kerava, wo sich Iso-Hollo im Skilanglauf, Kunstturnen und Boxen versuchte. Als er in die Armee eintrat, begann er mit dem Leichtathletiktraining. Er bestritt Rennen auf allen Mittel- und Langdistanzen, vom 400-Meter-Lauf bis zum Marathonlauf.<ref name="keravan_historia">Historia. In: www.kerava.fi. Keravan kaupunki (Stadt Kerava), abgerufen am 26. November 2019.</ref>

Bei den Olympischen Spielen 1932 in Los Angeles gewann Iso-Hollo seine erste Goldmedaille im 3000-Meter-Hindernislauf. Ein möglicher Weltrekord wurde verhindert, weil die Funktionäre sich in der Anzahl der gelaufenen Runden irrten. Der offizielle Rundenzähler schaute in die falsche Richtung, weil er lieber den Stabhochsprungwettbewerb der Zehnkämpfer mitverfolgen wollte. Als Iso-Hollo die letzte Runde erreicht hatte, vergaß der Funktionär, die Glocke zu läuten. Das gesamte Feld lief über eine Runde weiter, bis die Läufer schließlich nach 3460 Metern gestoppt wurden. Wenn alles korrekt abgelaufen wäre, hätte Iso-Hollo wohl den Weltrekord gebrochen. Einige Tage später gewann er im 10.000-Meter-Lauf die Silbermedaille.

1933 brach Iso-Hollo gleichwohl den Weltrekord im 3000-Meter-Hindernislauf und lief eine Zeit von 9:09,4 min. Bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin war er der Topfavorit. Das 3000-Meter-Hindernisrennen gewann Iso-Hollo mit neuem Weltrekord (9:03,8 min); die ersten drei hatten alle die alte Weltrekordzeit unterboten. Iso-Hollo trat auch über 10.000 Meter an und gewann eine Bronzemedaille.

Schon vor den Spielen von Berlin litt Iso-Hollo an Rheuma<ref name="keravan_historia" />, setzte jedoch seine Karriere bis 1945 fort. Er starb im Alter von 62 Jahren. Ihm zu Ehren ist eine Statue auf dem Platz vor dem Bahnhof in Kerava aufgestellt, direkt neben einem nach ihm benannten Geschäftszentrum und es finden jährlich Leichtathletikwettkämpfe in seinem Namen in Kerava statt.<ref name="keravan_historia" />

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Volmari Iso-Hollo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

2500 m

1900: Kanada 1868Datei:Canadian Red Ensign (1868-1921).svg George Orton

4000 m

1900: Vereinigtes Konigreich 1801Datei:Flag of the United Kingdom.svg John Rimmer

2590 m

1904: Vereinigte Staaten 45Datei:Flag of the United States (1896-1908).svg James Lightbody

3200 m

1908: Vereinigtes Konigreich 1801Datei:Flag of the United Kingdom.svg Arthur Russell

3460 m

1932: FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg Volmari Iso-Hollo

3000 m

1920: Vereinigtes Konigreich 1801Datei:Flag of the United Kingdom.svg Percy Hodge • 1924: FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg Ville Ritola • 1928: FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg Toivo Loukola • 1936: FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg Volmari Iso-Hollo • 1948: SchwedenSchweden Tore Sjöstrand • 1952: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Horace Ashenfelter • 1956: Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Chris Brasher • 1960: Polen 1944Datei:Flag of Poland (1928-1980).svg Zdzisław Krzyszkowiak • 1964: BelgienDatei:Flag of Belgium (civil).svg Gaston Roelants • 1968: KeniaDatei:Flag of Kenya.svg Amos Biwott • 1972: KeniaDatei:Flag of Kenya.svg Kipchoge Keino • 1976: SchwedenSchweden Anders Gärderud • 1980: Polen 1980Datei:Flag of Poland.svg Bronisław Malinowski • 1984: KeniaDatei:Flag of Kenya.svg Julius Korir • 1988: KeniaDatei:Flag of Kenya.svg Julius Kariuki • 1992: KeniaDatei:Flag of Kenya.svg Matthew Kiprotich Birir • 1996: KeniaDatei:Flag of Kenya.svg Joseph Keter • 2000: KeniaDatei:Flag of Kenya.svg Reuben Kosgei • 2004: KeniaDatei:Flag of Kenya.svg Ezekiel Kemboi • 2008: KeniaDatei:Flag of Kenya.svg Brimin Kiprop Kipruto • 2012: KeniaDatei:Flag of Kenya.svg Ezekiel Kemboi • 2016: KeniaDatei:Flag of Kenya.svg Conseslus Kipruto • 2020: MarokkoDatei:Flag of Morocco.svg Soufiane el-Bakkali • 2024: MarokkoDatei:Flag of Morocco.svg Soufiane el-Bakkali

Liste der Olympiasieger in der Leichtathletik

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