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Rubidiumazid

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Kristallstruktur
Kristallstruktur von Rubidiumazid
Vorlage:Farbe Rb+ 0 Vorlage:Farbe N1/3−
Kristallsystem

tetragonal

Raumgruppe

I4/mcm (Nr. 140)Vorlage:Raumgruppe/140

Gitterparameter

a = 630,8 pm, c = 753,7 pm, Z = 4

Allgemeines
Name Rubidiumazid
Verhältnisformel RbN3
Kurzbeschreibung

farblose, leicht hygroskopische Kristalle<ref name='Lax'>Jean D’Ans, Ellen Lax: Taschenbuch für Chemiker und Physiker. 3. Elemente, anorganische Verbindungen und Materialien, Minerale, Band 3. 4. Auflage, Springer, 1997, ISBN 978-3-540-60035-0, S. 688 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 127,488 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

2,79 g·cm−3<ref name='Perry'>Dale L. Perry, Sidney L. Phillips: Handbook of inorganic compounds. CRC Press, 1995, ISBN 978-0-8493-8671-8, S. 333 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Schmelzpunkt

310 °C (Zersetzung)<ref name='Perry' />

Löslichkeit
  • 1070 g·l−1 (16 °C)<ref name='Perry' />
  • nahezu unlöslich in absolutem Ether<ref name='Lax' />
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar<ref name="NV">Dieser Stoff wurde in Bezug auf seine Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.</ref>
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Rubidiumazid ist eine chemische Verbindung aus Rubidium und Stickstoff. Es gehört zu den Aziden.

Herstellung

Rubidiumazid kann aus Rubidiumcarbonat und Natriumazid hergestellt werden.<ref name="Balzer">Dissertation: "Strukturchemische Untersuchungen von Halogenidaziden des Bariums, Thalliums und Zinks", Universität Dortmund, 2001. PDF</ref>

<chem>Rb2CO3 + 2NaN3 -> 2RbN3 + Na2CO3</chem>

Rubidiumazid entsteht auch bei der Einwirkung von Stickstoff auf Rubidium unter dem Einfluss einer elektrischen Entladung. Parallel dazu entsteht Rubidiumnitrid.<ref name="Wattenberg">H. Wattenberg: Über zwei Bildungsweisen von Natriumnitrid und Kaliumnitrid in Ber. d. dt. chem. Ges. 1930, 63(7), S. 1667–1672. doi:10.1002/cber.19300630708.</ref>

Eigenschaften

Physikalische Eigenschaften

Rubidiumazid kristallisiert im tetragonalen Kristallsystem in der Raumgruppe I4/mcm (Raumgruppen-Nr. 140)Vorlage:Raumgruppe/140 mit den Gitterparametern a = 630,8 pm, c = 753,7 pm, und 4 Formeleinheiten pro Elementarzelle.<ref name="Lax"/><ref name="Müller">Ulrich Müller: "Verfeinerung der Kristallstrukturen von KN3, RbN3, CsN3 und TlN3" in Z. anorg. allg. Chem. 1972, 392(2), S. 159–166. doi:10.1002/zaac.19723920207</ref>

Chemische Eigenschaften

Bei der thermischen Zersetzung von Rubidiumazid entsteht bei 310 °C neben elementarem Rubidium (60 %) auch Rubidiumnitrid.<ref name="Yost">Don M. Yost: "Systematic Inorganic Chemistry", Verlag Read Books, 2007. ISBN 978-1-4067-7302-6. S. 128ff. (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.)</ref> Es ist jedoch nicht explosiv.<ref name='Abegg'>R. Abegg, F. Auerbach: 'Handbuch der anorganischen Chemie'. Verlag S. Hirzel, Bd. 2, 1908. S. 430. Volltext</ref>

<chem>2RbN3 -> 2Rb + 3N2 ^</chem>

<chem>3RbN3 -> Rb3N + 4N2 ^</chem>

Verwendung

Durch die thermische Zersetzung der Verbindung kann elementares Rubidium gewonnen werden.<ref>R.J. Meyer, Erich Pietsch: . Hrsg.: Deutsche Chemische Gesellschaft. 8. völlig neu bearbeitete Auflage. Band 24. Verlag Chemie GmbH, Berlin 1937, S. 114</ref>

Einzelnachweise

<references/>

Vorlage:Navigationsleiste Alkalimetallazide