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Achom

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colspan="2" class="darkmode-hintergrundfarbe-neutral" style="background:#Vorlage:Ägyptologie Farbe; color:inherit;"| Achom in Hieroglyphen
<hiero>D36:F32-G17-G7</hiero>
Achom
ˁšm (ˁẖm, ˁḫm)
Achom, Götterbild<ref group="A">Auch mit <hiero>G11</hiero> oder <hiero>G12</hiero> als Determinativ</ref>

Achom ist ein Begriff aus der Ägyptischen Mythologie, der in der älteren religiösen Literatur eine Bezeichnung für gotthafte Wesen ist, zu denen auch der König gehört.<ref group="A">Dieser wird mitunter als „Stärkster der Achom“ (Pyr. 407) bezeichnet</ref>

Charakteristisch für einen Achom ist eine „alles Überwindende, rasch zufahrende Kraft, die dem Stoß eines Raubvogels gleicht“.<ref>H. Bonnet: Reallexikon der ägyptischen Religionsgeschichte. Berlin 1952, S. 4.</ref> Im Laufe der Zeit wandelte sich die Assoziation des Wortes von einem Kraftbegriff zur äußeren Erscheinung falkengestaltiger Götter. Zugleich verschob sich im Totenglaube die Bedeutung vom Begriff für „Seele“ hin zum „Gottesleib“.<ref>Staatliche Museen zu Berlin: Hieratische Papyrus aus den Königlichen Museen zu Berlin. Band 1–5, Leipzig 1901–1911; Wilhelm Spiegelberg: Die Falkenbezeichnung des Verstorbenen in der Spätzeit. In: Zeitschrift für Ägyptische Sprache und Altertumskunde. Band 62, S. 29.</ref> Ab der Spätzeit wird „Achom“ nahezu ein anderes Wort für „Falke“ und ab dem Neuen Reich erfährt es einen erweiterten Gebrauch und wird zur allgemeinen Bezeichnung für Götterbilder. Gelegentlich ist der Begriff auch auf den Totenleib bezogen. In der Spätzeit wird der Tote schließlich öfters als „Achom NN“ angeredet.

Literatur

  • Hans Bonnet: Reallexikon der ägyptischen Religionsgeschichte. Berlin 1952, DNB 450553388, S. 4.

Anmerkungen

<references group="A" />

Einzelnachweise

<references />