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Nafion

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Strukturformel
Nafion-Polymer
Allgemeines
Name Nafion
Andere Namen

2-[1-[Difluor[(trifluorethenyl)oxy]methyl]-1,2,2,2-tetrafluorethoxy]-1,1,2,2-tetrafluorethansulfonsäure

CAS-Nummer Vorlage:CASRN
Monomere/Teilstrukturen
Art des Polymers

Ionomer

Kurzbeschreibung

farbloser bis blassbrauner Feststoff<ref name="Sigma" />

Eigenschaften
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,98 g·cm−3<ref>DuPont Fuel Cells: DuPont Nafion PFSA Membranes, abgerufen am 22. September 2019.</ref>

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="Sigma">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 319​‐​335
P: 261​‐​305+351+338<ref name="Sigma" />
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Nafion ist ein eingetragenes Warenzeichen der Firma Chemours für ein perfluoriertes Copolymer mit ionischen Eigenschaften. Als ionische Gruppe fungiert eine Sulfogruppe. Es wurde in den späten 1960er-Jahren federführend von Walther Grot (DuPont) als eine Modifikation von Teflon entwickelt.<ref>Walther G. Grot: Nafion® Membrane and its Applications. In: Electrochemistry in Industry: New Directions. Springer US, Boston, MA 1982, ISBN 978-1-4684-4238-0, S. 73–87, doi:10.1007/978-1-4684-4238-0_8.</ref> Nafion gehört zu den Ionomeren.

Eigenschaften

Die stark sauren Sulfonsäuregruppen im Nafion ermöglichten erstmals ein perfluoriertes Polymer mit ionischen Eigenschaften. Es zeigt einige grundlegend von denen des Teflon abweichende Charakteristiken unter Beibehaltung der hohen chemischen Resistenz:

  • schnelle Diffusion von Wasser und Alkoholen, aber hydraulisch dicht
  • selektiv leitend für Protonen und andere Kationen (Sperreffekt für Anionen)
  • hohe Betriebstemperaturen im Vergleich zu anderen Polymeren (bis 190 °C)

Technische Anwendungen für Nafion-Membranen

Wie andere perfluorierte Austauschermaterialien verliert Nafion ab einer Temperatur von 100 °C weitgehend seine Protonenleitfähigkeit und zeigt in Direktmethanolbrennstoffzellen eine zu hohe Durchlässigkeit für Wasser und Methanol.

Weblinks

Handelsnamen

Einzelnachweise

<references />