Diagnostikum
Der Begriff Diagnostikum (Synonym Erkennungsmerkmal<ref name="Duden">Diagnostikum. Duden online</ref>) wird insbesondere auch in der Medizin im Rahmen der Erkennung und Unterscheidung von Krankheiten verwendet (Diagnostik). Dabei bezeichnet er entweder ein direktes Erkennungsmerkmal,<ref name="Duden" /> oder aber ein Hilfsmittel (z. B. chemische Substanz oder bildgebendes Untersuchungsverfahren), das mit dem Ziel eingesetzt wird, ein solches hervorzubringen.<ref>H. Schulz u. a.: Deutsches Fremdwörterbuch. Walter de Gruyter, ISBN 3-11-016235-0, S. 482, books.google.de</ref><ref>C. Sohn u. a.: Ultraschall in Gynäkologie und Geburtshilfe. Thieme Verlag, 2003, ISBN 3-13-101972-7, S. 624, books.google.de</ref><ref>Deutsche Pharmazeutische Gesellschaft …. In: Vossische Zeitung. (Morgen-Ausgabe) 4. März 1909, S. 25. Zitiert nach: Vorlage:Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache</ref><ref>Diagnostikum. dict.cc.</ref> Der Begriff wird auch in der Pädagogik im Rahmen individueller Lernstandsanalysen<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" /> Individuelle Lernstandsanalysen in der Grundschule (ILeA). ( des Vorlage:IconExternal vom 8. März 2019 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Brandenburgischer Bildungsserver</ref> und in der Psychologie<ref>K. Boerner: Das psychologische Gutachten. Beltz, 2004, ISBN 3-407-22163-0, S. 71, books.google.de</ref> analog angewendet.
Bücher, die mit diesem Begriff im Titel aufgelegt wurden, verstehen sich als Hilfsmittel zur Findung einer Diagnose und enthalten die Darstellung entsprechender Vorgehensweisen (Befunderhebung und Interpretation).<ref>H. U. Debrunner u. a.: Orthopädisches Diagnostikum. Thieme Verlag, 2004, ISBN 3-13-324007-2, S. 3, books.google.de</ref><ref>C. Jacobs u. a.: Rechenfertigkeiten- und Zahlenverarbeitungs-Diagnostikum für die 2. bis 6. Klasse. Hogrefe, 2005.</ref>
Grundsätzlich kann man zwischen „In-vivo-“ und „In-vitro-Diagnostika“ unterscheiden. Das Medizinproduktegesetz definiert als „In-vitro-Diagnostika“ Hilfsmittel, die geeignet sind, aus dem menschlichen Körper entnommene Proben zu untersuchen. Dazu gehören Reagenz, Reagenzprodukt, Abgleichungs- und Kalibriermaterial, Probenbehältnisse, Kontrollmaterial, Kit, Instrument, Apparat, Gerät oder System.<ref>Aushangpflichtige Gesetze und andere wichtige Vorschriften im Gesundheitswesen. Forum Verlag Herkert, 2004, ISBN 3-89827-833-6, S. 459, books.google.de</ref> Als typische Beispiele seien Atemtest (Alkoholtest und Untersuchung des Magen-Darm-Trakts) und Drogen-(schnell)tests (Blutanalyse, Urinkontrolle, Speicheltest, Haaranalyse, Nageluntersuchungen und Wischtest, d. h. der Schweiß wird untersucht) genannt. Typische Beispiele für In-vivo-Diagnostika sind bildgebende Verfahren.
Siehe auch
Einzelnachweise
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