Zum Inhalt springen

Anthony Pateras

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 29. März 2024 um 10:46 Uhr durch imported>Thomas Dresler (Format).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Anthony Pateras peforming live in Melbourne 2012, by Aaron Chua.jpg
Anthony Pateras

Anthony Pateras (* 1979 in Melbourne) ist ein australischer Jazz-Musiker und Komponist Neuer Musik.

Leben und Schaffen

Er studierte an der La Trobe University Melbourne Komposition bei Neil Kelly und John McCaughey sowie an der Monash University bei Thomas Reiner.<ref name=amc>Anthony Pateras im Australian Music Centre</ref> Seine Instrumente sind das Klavier sowie diverse analoge Keyboards. Er komponiert für Orchester, Kammermusik-Ensembles und Solomusiker. Seine großen Orchesterwerke wurden unter der Leitung von Brett Dean vom BBC Symphony Orchestra, Los Angeles Philharmonic und Toronto Symphony Orchestra aufgeführt.<ref name=amc />

Da er eine besondere Affinität zur Perkussion hat, spielte er häufig in Duo-Formation mit zahlreichen Schlagzeugern wie Han Bennink, Paul Lovens, Tony Buck, Lê Quan Ninh, Will Guthrie und Robbie Avenaim. In diese Reihe gehörte auch ein musikalisches Projekt mit Max Kohane, das es unter dem Titel PIVIXKI (Sabbatical) mit einer Debüt-CD-Veröffentlichung in die Endauswahl der best jazz/improv list of 2009 der Zeitschrift The Wire schaffte.<ref>The Wire – Best Jazz & Improv 2009 list</ref><ref>The Wire vom 12. Januar 2010: 2009 Rewind, abgerufen am 24. Juni 2010.</ref>

Auf Bestellung des Südwestrundfunks komponierte Pateras ein Werk für das SWR New Jazz Meeting 2009. Unter seiner musikalischen Leitung kam es im November 2009 in einer Quintett-Besetzung zur Aufführung. Zu diesem Improvisationsquintett Thymolphthalein gehörten Pateras selbst (künstlerischer Leiter, präpariertes Piano, Elektronik), Natasha Anderson, (Kontrabass Recorder, Elektronik), Jérôme Noetinger (Revox b-77), Clayton Thomas (Kontrabass), Will Guthrie (Perkussion, Elektronik).<ref>Südwestrundfunk vom 10. September 2009: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />SWR2 NEWJazz Meeting 2009 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 14. Dezember 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.swr.de, abgerufen am 23. Juni 2010</ref>

Seit 2000 ist Pateras auch als Filmkomponist tätig.<ref>Vorlage:IMDb/1Vorlage:IMDb/Wartung/Unnötige Verwendung von Parameter 2</ref> Von ihm stammt die Musik etwa zu Errors of the Human Body (2012) von Eron Sheean oder zu The Man Who Disappeared (2015) von Sylvère Lotringer.<ref name=ASS />

Pateras lebt und arbeitet in seiner Heimatstadt Melbourne.

Musikalische Einordnung

Das Hauptinteresse von Pateras laut Cyclic Defrost-Interview zum Album Chasms vom Juli 2007 gilt als Solo-Pianist dem präparierten Klavier. Er möchte den Klangraum des Pianos ohne Zuhilfenahme eines Computers oder anderer Nachbearbeitung erweitern.<ref name="Cyclic07">Bob Baker Fish in Cyclic Defrost: Interview mit Anthony Pateras vom 26. Juli 2007 (web only), abgerufen am 8. Dezember 2018</ref>

Pateras beruft sich auf Vorbilder wie die Freejazzer Derek Bailey oder Peter Brötzmann und weitere. Sie zeigten auf, dass es Möglichkeiten gibt, die gemäß Pateras Wünschen „beyond scales, harmony, fixed rhythm, and melody“ liegen.<ref name="Cyclic07"/>

Als die ihn inspirierenden musikalischen Gebiete gibt das Fach-Magazin Liquid Architecture an: Kompositionen nach 1940, Balkan-Folkmusik, elektronische Live-Musik sowie zeitgenössische improvisierte Musik.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kurzbiographie (Memento vom 7. Juni 2013 im Internet Archive)</ref>

Auszeichnungen

Pateras war 2004 und 2011 Vertreter Australiens beim UNESCO Rostrum of composers.<ref name=amc /> Er gewann 2017 den Giga-Hertz-Preis für Elektronische Musik am ZKM Karlsruhe.<ref name=GHP>Giga-Hertz-Preis 2017</ref> 2018 war er Stipendiat der Akademie Schloss Solitude Stuttgart.<ref name=ASS><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Stipendiat 2018 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 9. Dezember 2018 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.akademie-solitude.de</ref>

Diskografie

Solo-Alben

  • Chromatophore, 2008 (Tzadik)
  • Chasms, 2007 (Sirr, Portugal)
  • Mutant Theatre, 2004 (Tzadik)
  • Malfunction Studies, 2002

gemeinsam mit Robin Fox

  • End of Daze, 2008/9 (eMego)
  • Flux Compendium, 2006 (eMego)
  • Coagulate, 2003 (Synaesthesia)
  • Asbestos Milkshake 3, 2001 (s/r)

mit dem Trio Pateras/Baxter/Brown

  • Live at L'Usine, 2008 (Cave12 Alive)
  • Interference, 2008 (emd.pl/records)
  • Gauticle, 2006 (Synaesthesia)
  • Ataxia, 2004 (Syanesthesia)

als Studiomusiker

  • Beta Erko: I’m OK You’re OK, 2005 (Quecksilber)

tetema

  • Geocidal, 2014
  • Necroscape, 2020

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Vorlage:Hinweisbaustein