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Schwefeltetrachlorid

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Strukturformel
Strukturformel von Schwefeltetrachlorid
Allgemeines
Name Schwefeltetrachlorid
Andere Namen

Schwefel(IV)-chlorid

Summenformel SCl4
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
ECHA-InfoCard 100.149.178
PubChem 13932016
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 173,88 g·mol−1
Aggregatzustand

fest unter −30 °C<ref name="brauer"></ref>

Schmelzpunkt

−30 °C<ref name="brauer" />

Siedepunkt

Zersetzung ab −20 °C, nur unter −30 °C haltbar<ref name="brauer" />

Löslichkeit

Zersetzung in Wasser<ref name="brauer" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),<ref name="CLP_100.149.178">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.</ref> ggf. erweitert<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 314​‐​400
EUH: 014
P: ?
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Schwefeltetrachlorid ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der anorganischen Schwefelverbindungen und Chloride.

Geschichte

Die Verbindung wurde erstmals im Jahr 1872 von den deutschen Chemikern August Michaelis und O. Schifferdecher hergestellt.<ref name="Soukup_anorg">Rolf Werner Soukup: Chemiegeschichtliche Daten anorganischer Substanzen, Version 2020, S. 136 pdf.</ref><ref name="Michaelis">A. Michaelis, O. Schifferdecher: Über die Existenz und die Dissociation des Vierfach-Chlorschwefels in Ber. deutsch. chem. Ges. 5 (1872) 924–928, doi:10.1002/cber.18720050296.</ref>

Gewinnung und Herstellung

Schwefeltetrachlorid wird durch Chlorierung von Schwefeldichlorid mit Chlor hergestellt.<ref name="brauer" />

<math>\mathrm{SCl_2 + \ Cl_2 \longrightarrow SCl_4}</math>

Eigenschaften

Schwefeltetrachlorid besteht aus den Ionen SCl3+ und Cl <ref>Ralf Steudel, David Scheschkewitz: Chemistry of the Non-Metals: Syntheses – Structures – Bonding – Applications, 2nd ed., de Gruyter, Berlin/Boston 2020, ISBN 978-3-11-057805-8, S. 555–564.</ref><ref></ref> und ist nur im festen Zustand und unterhalb −30 °C beständig, darüber zersetzt es sich zu elementarem Chlor und Schwefeldichlorid. Im festen Zustand liegt es als weiße, feinpulvrige Substanz vor. Im Intervall bis −20 °C sintert und schmilzt es unter gleichzeitiger Zersetzung.<ref name="brauer" /> Mit Wasser hydrolysiert es in einer heftigen Reaktion zu Chlorwasserstoff und Schwefeldioxid.<ref Name="Roth_Weller CD-ROM">L. Roth, U. Weller-Schäferbarthold: Gefährliche Chemische Reaktionen – Potentiell gefährliche chemische Reaktionen zu über 1750 Stoffen, Eintrag für Schwefeltetrachlorid, CD-ROM Ausgabe 8/2021, ecomed Sicherheit Landsberg/Lech, ISBN 978-3-609-48040-4.</ref>

Weblinks

  • Patent US4172115A: Preparation and use of sulfur tetrachloride derivatives of the formula [SA3+.MXn+1- ]. Angemeldet am 31. Juli 1978, veröffentlicht am 23. Oktober 1979, Anmelder: Exxon Research & Engineering Co, Erfinder: Roger Hulme.

Einzelnachweise

<references />