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Neil Sedaka

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Datei:Neil Sedaka - Royal Albert Hall - Monday 18th September 2017 SedakaRAH180917-4 (37448314971) (cropped).jpg
Neil Sedaka (2017)

Neil Sedaka [<templatestyles src="IPA/styles.css" />səˈdæːkə] (* 13. März 1939 in New York; † 27. Februar 2026 in Los Angeles, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Sänger und Songschreiber.

Vor allem in den späten 1950er- und frühen 1960er-Jahren hatte er zahlreiche Hits wie Oh! Carol, Calendar Girl, Stupid Cupid und Breaking Up Is Hard to Do. Mitte der 1970er-Jahre erlebte er ein Comeback mit den Nummer-eins-Hits Laughter in the Rain und Bad Blood. Als Komponist verfasste Sedaka mehr als 1000 Songs für zahlreiche andere Künstler (u. a. Is This the Way to Amarillo?, Love Will Keep Us Together). Bekannte Musiker wie Elton John, Frank Sinatra, Elvis Presley, Connie Francis, ABBA oder Tom Jones arbeiteten mit Sedaka oder coverten seine Lieder.

Leben

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Neil Sedaka (1974)

Neil Sedaka wurde 1939 im New Yorker Stadtteil Brooklyn geboren. Sein Vater war der Sohn türkisch-jüdischer Einwanderer; seine Mutter die Tochter russisch-polnisch-jüdischer Einwanderer. Der Vater arbeitete als Taxifahrer und Neil Sedaka musste zeitweise mit 11 Verwandten in einer Zweizimmerwohnung zusammenleben.<ref name="cnn" /> Die Sängerin Eydie Gormé war seine Cousine.<ref>Singer Eydie Gormé Dead at 84. In: The Jewish Press. Abgerufen am 26. Oktober 2014.</ref>

Als Jugendlicher lernte er Klavierspielen, wo er schnell Begabung zeigte. Er erhielt einen Studienplatz am renommierten Juilliard-Konservatorium<ref>Neil Sedaka Biography auf musicianguide.com</ref><ref name="rollingstone">Jon Blistein: Neil Sedaka, Pop-Hitmaker zweier Epochen, mit 86 verstorben. In: Rolling Stone. 28. Februar 2026, abgerufen am 28. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und arbeitete bei einem Klassik-Radiosender. Zunächst experimentierte er auch mit Doo Wop und Rock ’n’ Roll. So war er Gründungsmitglied der Doo-Wop-Gruppe The Tokens, verließ diese aber bereits 1957 (vor deren Welthit The Lion Sleeps Tonight), um stattdessen eine Solokarriere einzuschlagen.<ref name="variety">Jem Aswad, Payton Turkeltaub: Neil Sedaka, Legendary Singer-Songwriter Behind ‘Breaking Up Is Hard to Do,’ ‘Bad Blood’ and ‘Love Will Keep Us Together,’ Dies at 86. In: Variety. 27. Februar 2026, abgerufen am 28. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Seinen ersten Erfolg als Komponist hatte er mit Stupid Cupid. Der Song wurde 1958 für Connie Francis ein großer Hit, für die er später auch noch den weiteren Hit Where the Boys Are schrieb. Stupid Cupid wurde von vielen anderen Künstlern nachgesungen, darunter auch von Sedaka selbst.

Sedaka erhielt anschließend einen Vertrag als Solokünstler bei RCA Records. Im Herbst 1958 landete er mit The Diary einen ersten Charthit, der bis auf Platz 14 der Billboard Hot 100 kam. 1959 war er weltweit erfolgreich mit dem Lied Oh! Carol, das in den USA bis auf Platz 9 kam und in mehreren anderen Ländern die Spitzenposition der Charts erreichte. Die B-Seite zu Oh! Carol war das Lied One Way Ticket, welches 1979 durch die Discogruppe Eruption zum Hit werden sollte. Sedaka schrieb und sang in den späten 1950er- und frühen 1960er-Jaren weitere Hits wie Standing on the Inside, Stairway to Heaven (nicht mit dem Hit von Led Zeppelin identisch), Calendar Girl, Little Devil, Happy Birthday Sweet Sixteen und Next Door to an Angel. Das Trennungslied Breaking Up Is Hard to Do war 1962 sein erster Nummer-eins-Hit.<ref>Nähere Informationen zu dem Titel in: Bronson, Fred: The Billboard Book of Number One Hits. 3. überarbeitete und erweiterte Aufl. New York City, New York: Billboard Publications, 1992, S. 114</ref> Sedaka war bekannt für seine Sopranstimme sowie heitere und eingängige, zugleich musikalisch ausgefeilte Melodien.<ref name="cnn">Neil Sedaka, the singer-songwriter behind dozens of hits of the 1960s and ‘70s, dies at age 86. In: CNN Entertainment. 27. Februar 2026, abgerufen am 28. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Nach eigenen Angaben verkaufte er allein zwischen 1959 und 1963 mehr als 40 Millionen Schallplatten.<ref>Neil Sedaka, songwriter to the stars for decades, dies at 86. In: NBC. 28. Februar 2026, abgerufen am 28. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

1963 endete die Hitserie; in der Zeit der sogenannten British Invasion teilte Sedaka das Schicksal vieler anderer Künstler der Prä-Beatles-Ära, zunächst keine weiteren Hits mehr landen zu können. Auf dem Tiefpunkt seiner Karriere hatte er 1969 mit Star Crossed Lovers einen unerwarteten Hit in Australien. Sein in Großbritannien unter Mitarbeit der Musiker von 10cc produziertes Album Solitaire (1972) bildete den Auftakt zu einem Comeback, das Titellied Solitaire wurde später u. a. von den Carpenters, Andy Williams und Elvis Presley gecovert.<ref name="variety" /> 1974 belegte Sedaka mit Laughter in the Rain wieder Platz 1 der amerikanischen Singlecharts. Es war Teil des sehr erfolgreichen Albums Sedaka’s Back (1974). Im Folgejahr gelang ihm erneut ein Nummer-eins-Hit mit Bad Blood, bei dem Elton John den Background-Gesang übernahm. Elton John, der Sedakas Musik sehr schätzte, hatte diesem zuvor einen Plattenvertrag bei seinem Label Rocket Records vermittelt.<ref name="jpost">Jewish pop legend Neil Sedaka dies at 86. In: The Jerusalem Post. 28. Februar 2026, abgerufen am 28. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

1975 war Sedaka zudem als Songwriter erfolgreich: Der für Captain & Tennille geschriebene Song Love Will Keep Us Together wurde mit einem Grammy als „Record of the Year“ ausgezeichnet. Zusammen mit seinem häufigen Schreibpartner Howard Greenfield komponierte Sedaka auch den Song Is This the Way to Amarillo?, der von ihm selbst interpretiert nur Platz 44 in den USA erreichte, aber 1972 für Tony Christie ein Nummer-eins-Hit in Deutschland wurde. 1973 verfasste Sedaka zusammen mit Phil Cody den englischen Liedtext zu ABBAs Ring Ring. Gemeinsam mit Howard Greenfield schrieb Sedaka vor allem in den 1960er- und 1970er-Jahren weitere Hits für Künstler wie Frank Sinatra (The Hungry Years), Tom Jones (Puppet Man), The Monkees (When Love Comes Knocking at Your Door) und The 5th Dimension (Workin’ on a Groovy Thing).<ref name="variety" />

Im Duett mit seiner Tochter Dara erreichte Sedaka 1980 mit dem Titel Should’ve Never Let You Go letztmals einen Platz in den Charts der USA (Platz 19). 2003 machte der Sänger Clay Aiken Sedakas Lied Solitaire wieder bekannt, als er es in der US-Castingshow American Idol sang. Danach trat Sedaka mehrfach als Gastjuror bei American Idol auf.<ref name="cnn" /> 2005 spielte er sich selbst in einer Episode der Sitcom King of Queens.<ref>"King of Queens": Sandwiched Out (Fernsehepisode 2005). Abgerufen am 28. Februar 2026.</ref> Daneben widmete sich Sedaka in späteren Jahren wieder verstärkt der klassischen Musik, er komponierte u. a. eine Symphonie und ein Klavierkonzert. Als Livekünstler spielte er noch mit über 80 Jahren Dutzende Konzerte im Jahr.<ref name="jpost" /><ref name="cnn" /> Während der COVID-19-Pandemie nahm er zu Hause kleine Konzerte auf und postete sie frei auf Social Media.<ref name="rollingstone" />

Mit seiner Ehefrau Leba war er von 1962 bis zu seinem Tod verheiratet, das Paar bekam zwei Kinder.<ref>Leanne Italie: Neil Sedaka dies at age 86. In: Seattle Times. 27. Februar 2026, abgerufen am 28. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Februar 2026 starb Sedaka im Alter von 86 Jahren.<ref>Jon Blistein, Neil Sedaka, a pop hitmaker across two eras, dead at 86, rollingstone.com, 27. Februar 2026</ref>

Auszeichnungen

1978 erhielt Sedaka einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame in der Kategorie „Recording“,<ref>Walk of Fame (1978). Abgerufen am 28. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 1983 fand er Aufnahme in die Songwriters Hall of Fame.

Er war fünfmal für einen Grammy Award nominiert, erhielt die Auszeichnung jedoch nie (wenngleich das von ihm komponierte Love Will Keep Us Together ausgezeichnet wurde).<ref>Neil Sedaka | Artist | GRAMMY.com. Abgerufen am 28. Februar 2026.</ref>

Diskografie

Studioalben

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Weitere Studioalben

  • 1959: Rock with Sedaka
  • 1961: Circulate
  • 1961: Neil Sedaka Sings Little Devil and His Other Hits
  • 1963: Three Great Guys (mit Paul Anka & Sam Cooke)
  • 1969: Workin’ on a Groovy Thing / Sounds of Sedaka
  • 1971: Emergence
  • 1978: All You Need Is the Music
  • 1981: Now
  • 1983: Come See About Me
  • 1986: The Good Times
  • 1998: Tales of Love and Other Passions
  • 2003: Brighton Beach Memories: Neil Sedaka Sings Yiddish
  • 2005: The Miracle of Christmas
  • 2012: The Real Neil (Akustikalbum)
  • 2016: I Do It for Applause

Livealben und Kompilationen

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Weitere Livealben und Kompilationen

  • 1974: Sedaka Live in Australia at the South Sydney Junior Leagues Club
  • 1977: Neil Sedaka and Songs: A Solo Concert
  • 1977: Neil Sedaka and Songs
  • 1993: Love Will Keep Us Together
  • 1994: Laughter in the Rain – The Best of Neil Sedaka 1974–1980
  • 2000: Singer and His Songs
  • 2003: The Show Goes On
  • 2003: The Complete Recordings 1955–1966

Singles

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Auszeichnungen für Musikverkäufe

Goldene Schallplatte

  • KanadaDatei:Flag of Canada (Pantone).svg Kanada
    • 1975: für das Album Sedaka’s Back
    • 1975: für das Album The Hungry Years
    • 1975: für die Single Bad Blood
    • 1977: für das Album Laughter and Tears – The Best of Neil Sedaka Today

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Filmografie (Auswahl)

  • 1967: Playgirl Killer
  • 1994: Food Rocks (Kurzfilm)
  • 1999: New Jersey Turnpikes
  • 2005: King of Queens (Fernsehserie, Folge 8x05 Sandwiched Out)

Autobiografie

  • Laughter in the Rain: My Own Story. New York: Putnam 1982. ISBN 0-399-12744-5.

Literatur

  • Stambler, Irwin: The Encyclopedia Of Pop, Rock And Soul. 3. überarbeitete Auflage, New York City, New York: St. Martin’s Press, 1989, S. 604f – ISBN 0-312-02573-4.

Quellen

<references />

Weblinks

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