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Leibniztempel

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Datei:Leibniztempel monument Georgengarten Nordstadt Hannover Germany.jpg
Leibniztempel im Georgengarten

Der Leibniztempel im Georgengarten in Hannover ist ein Pavillonbau, der von 1787 bis 1790 zu Ehren des in Hannover tätigen Bürgers und Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz (1646–1716) errichtet wurde. Er gilt als das erste öffentliche Denkmal in Deutschland für einen Nichtadeligen. Der offene, überdachte Rundtempel aus Sandstein mit zwölf ionischen Säulen trägt in vergoldeten Lettern die Inschrift „Genio Leibnitii“.

Geschichte

Datei:1798 circa Julius Franz Salzenberg Leibnitzens Monument gegen Hannover (Königsbastion mit Stadtgraben), kolorierte Radierung.jpg
Leibnitzens Monument“ auf der Königsbastion am Stadtgraben;
um 1798, kolorierte Radierung von Salzenberg; Leibniz Bibliothek
Datei:Leibnizbüste Leibniztempel.jpg
Kopie der Leibniz-Büste im Leibniztempel
Datei:Friederikenschlösschen Archiv Leibnizetempel 1825.jpg
Der Leibniztempel am Waterlooplatz, um 1825
Datei:Adolfstrasse und Leibnitzens Denkmal in Hannover Kretschmer E. Höfer G. G. Lange 1857.jpg
Um 1858: Leibniztempel als point de vue der Adolfstraße;
Stahlstich von E. Höfer nach W. Kretschmer

Der Leibniztempel (auch Leibniz-Monument genannt) wurde nach einem Entwurf des hannoverschen Hofrats Johann Daniel Ramberg geschaffen und 1790 geweiht. Der Tempel wurde als malerischer Point de vue errichtet. Er stand ursprünglich auf einem Hügel auf dem heutigen Waterlooplatz. Damals war dies ein dem Leineschloss vorgelagerter Parade- und Exercierplatz. 1935/36 wurde der Leibniztempel vom Waterlooplatz an seinen heutigen Standort im Georgengarten transloziert.

Vom Leibniztempel ging die Adolfstraße aus und verband die Stadt Hannover mit dem damaligen Garten- und Villenvorort Linden. Die Straße legte man im zweiten Viertel des 19. Jahrhunderts in der Calenberger Neustadt an, von wo sie zum Schwarzen Bären über die bis dahin einzige Ihmebrücke führte.

In der Mitte des Tempels befand sich auf einem Sockel die Leibniz-Büste aus Carrara-Marmor, die der irische Bildhauer Christopher Hewetson in Italien geschaffen hatte. Die Büste war aus Mitteln des ZN-Ordens finanziert und wurde 1789 erstmals im Haus des hannoverschen Staatsmanns August Wilhelm Rehberg aufgestellt. Die Büste wurde von Charlotte Kestner gepriesen. Zum Schutz vor Vandalismus versetzte die Stadt Hannover die Büste 1986 in das Technologie-Centrum Hannover (TCH), das ehemalige Verwaltungsgebäude der Continental AG an der Vahrenwalder Straße. Am 1. Juli 2010 als dem Geburtstag von Leibniz wurde eine aus Beton gegossene<ref>Heike Schmidt: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Leibniz-Büste schwer beschädigt. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 12. August 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/haz.de In: haz.de. 31. August 2012, abgerufen am 12. August 2017.</ref> Kopie der Leibniz-Büste im Leibniztempel aufgestellt. 2013 fand die Original-Büste einen neuen Standplatz im Museum Schloss Herrenhausen.

Siehe auch

Literatur

  • Eva Benz-Rababah in: Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein (Hrsg.) u. a.: Stadtlexikon Hannover. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Schlütersche, Hannover 2009, ISBN 978-3-89993-662-9, S. 213 (unter „Georgengarten“).
  • Wilhelm Totok, Carl Haase (Hrsg.): Leibniz – Sein Leben, sein Wirken, seine Welt. Hannover 1966, S. 88.
  • Ingrid Weibezahn: Das Leibnizdenkmal in Hannover, Geschichte Herkunft und Wirkung. In: Niederdeutsche Beiträge zur Kunstgeschichte, Band 11, 1972, S. 191–248.

Weblinks

Commons: Leibniztempel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 52° 23′ 12,62″ N, 9° 42′ 17,15″ O

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