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Brauchitsch

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Datei:Brauchitsch-Wappen.png
Wappen derer von Brauchitsch
Datei:Brauchitsch-Wappen Hdb.png
Historische Wappenabbildung der Brauchitsch

Brauchitsch (auch Brauchwitz, polnisch Brochwicz)<ref>Emilian von Zernicki-Szeliga: Der polnische Adel: General-Verzeichniss. Grand, 1900, S. 105.</ref> ist der Name eines schlesischen Uradelgeschlechts.

Geschichte

Der Überlieferung nach sollen die Brauchitsch von Polen aus in das Herzogtum Schlesien gezogen sein. Die Wappenlegende berichtet von einem Ahnenherr der einem springenden Hirsch zum Teil das Geweih abbrach.<ref>Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon. F. Voigt, Leipzig 1860, S. 24.</ref><ref>Graesse: Geschlechts-, Namen- und Wappensagen des Adels deutscher Nation. Schönfeld, 1876, S. 22.</ref> Stammhaus ist Brauchitschdorf (seit 1945 Chróstnik, frühere Namen vor der Umbenennung in Brauchitschdorf: Krostenik<ref>Vorlage:SammlungDunckerGrafik</ref> bzw. Crustenik<ref>Codex diplomaticus Silesiae, Band 7, 1875; Regesten zur schlesischen Geschichte, Th. 2: Bis zum Jahre 1280. Hrsg. Colmar Grünhagen, (dokumentyslaska.pl aufgerufen 30. April 2024).</ref>) im Herzogtum Liegnitz, 1348–1453 Herzogtum Lüben. Erstmals urkundlich erwähnt wurde im Dezember 1259 ein Ritter Velislaus. Für seine geleisteten Dienste erhielt er von Boleslaw II. (Schlesien), Herzog von Liegnitz den Ort Chrostnik mit einem Stück Land als Schenkung.<ref>Friedrich Wilhelm Schirrmacher (Hrsg.): Urkundenbuch der Stadt Liegnitz und ihres Weichbildes bis zum Jahre 1455, №. 8, Druck H. Krumbaar, Liegnitz 1866, S. 6. books.google.de</ref> Velislaus begann mit dem Wiederaufbau des zerstörten Ortes Chrostnik, und er nannte sich als neuer Besitzer des Anwesens fortan "Herr von Brauchitsch". Die Stammreihe beginnt 1418 mit Hans von Brauchitsch, Gutsbesitzer auf Oberau. Im 15. Jahrhundert teilte sich die Familie u. a. in die Linien Oberau, Pohldorf, Kleinkriechen, Bielwiese, Rüstern, Rostersdorf in den Herzogtümern Wohlau und Liegnitz, sowie in die Linien Schreibendorf und Pangel im Herzogtum Brieg. Im 18. Jahrhundert kamen Familienzweige, anfangs mit dem gebürtigen Schlesier Heinrich von Brauchitsch (vormals Brauchitz) in Preußen und danach in der Provinz Brandenburg, zu Grundbesitz. Ein königlich-sächsischer Major Brauchitsch erlangte am 10. Februar 1812 zusammen mit seinen zwei Söhnen den Adel des Königreichs Sachsen.<ref>Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon. F. Voigt, Leipzig 1860, S. 24–25.</ref>

Wappen

Das Wappen zeigt in Silber einen springenden rot bewehrten schwarzen Hirsch. Auf dem Helm mit schwarz-silbernen Decken ein gestürzter schwarzer Halbmond.

Bekannte Familienmitglieder

Datei:Battle of Legnica1241-From Legend of Saint Hedwig.jpg
Ein Brauchitsch-Ritter oben rechts auf einer Darstellung der Schlacht bei Liegnitz (1241) aus dem 14. Jahrhundert

Karl von Brauchitsch

Eduard von Brauchitsch

Literatur

Weitere Literatur

  • Johannes Voigt: Namen-Codex der Deutschen Ordens-Beamten, Hochmeister, Landmeister, Großgebietiger, Komthure, Vögte, Pfleger, Hochmeister-Kompane, Kreuzfahrer und Söldner-Hauptleute in Preußen. Gebrüder Bornträger, Königsberg 1843, S. 125. Digitalisat

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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