Zum Inhalt springen

Kurt Georg Wernicke

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 29. Januar 2026 um 08:47 Uhr durch imported>InternetArchiveBot (InternetArchiveBot hat 1 Archivlink(s) ergänzt und 0 Link(s) als defekt/tot markiert.) #IABot (v2.0.9.5).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Kurt Georg Wernicke (* 6. Oktober 1909 in Berlin; † 8. November 1997 in Bonn) war ein deutscher Jurist und Bibliothekar.

Leben

Nach seinem Jurastudium arbeitete Wernicke bis zum Zweiten Weltkrieg als Richter in Berlin. 1948–1949 war er wissenschaftlicher Assistent im Ausschuss für Grundsatzfragen des Parlamentarischen Rates. Nach Verkündung des Grundgesetzes sorgte er in der Abwicklungsstelle des Parlamentarischen Rates für die Aufbereitung und Dokumentation der Entstehungsmaterialien. 1952 übernahm er die redaktionelle Bearbeitung des Bonner Kommentar zum Grundgesetz und betreute ihn bis 1960. Von 1953 bis 1958 war er Beisitzer am Bundesdisziplinarhof.<ref name="NJW">Nachruf in: Neue Juristische Wochenschrift, 1998, S. 1469.</ref>

Ebenfalls 1953 wurde er Leiter der Wissenschaftlichen Abteilung der Bundestagsverwaltung und zugleich – bis 1964 – Direktor der Bibliothek.<ref>Raymund Kottje: Parlamente brauchten immer viele Bücher. In: Das Parlament, 17. Mai 2004.</ref> In dieser Eigenschaft richtete er etwa die systematische Dokumentation der Entstehungsgeschichte aller Bundesgesetze ein.<ref name="NJW" /> Er legte als Teil der Pressedokumentation des Bundestages auch die Karikaturensammlung an, die mittlerweile die größte Europas ist.<ref>Gunnar Leue: Pointenlager im Betonbunker. In: Das Parlament, 22. Januar 2007.</ref> Von 1972 bis zu seiner Pensionierung 1974 leitete er die 1970 neu organisierte Hauptabteilung Wissenschaftliche Dienste des Bundestages.<ref name="NJW" />

Geehrt wurde er insbesondere durch die Verleihung des Großen Bundesverdienstkreuzes und durch die Widmung einer Festschrift der Arbeitsgemeinschaft der Parlaments- und Behördenbibliotheken unter dem Titel Information und Dokumentation im behördlichen Bereich zu seinem 65. Geburtstag.<ref name="NJW" />

Wernicke verstarb am 8. November 1997.<ref>Michael F. Feldkamp: Datenhandbuch zur Geschichte des Deutschen Bundestages 1990 bis 2010 Baden-Baden 2011, ISBN 978-3-8329-6237-1 (online <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />bundestag.de (Memento des Vorlage:IconExternal vom 2. November 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bundestag.de).</ref><ref>Biobibliographische Angaben zu Wernicke in: Recht, Bibliothek, Dokumentation, Sonderheft 1997. (PDF; 1,3 MB) makrolog.de, S. 102; abgerufen am 31. Mai 2014 (= Ralph Lansky: Die juristischen Bibliothekarinnen und Bibliothekare in Deutschland, Österreich und der Schweiz.).</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein