Karl Lintner
Karl Josef Ludwig Lintner (* 3. Oktober 1855 in Kaufbeuren; † 9. April 1926) war ein deutscher Brauwissenschaftler und Professor für Gärungschemie an der TH München in Weihenstephan.
Leben
Lintners Vater Carl Lintner hatte die Wissenschaftliche Station für Brauerei in München gegründet. Karl Lintner studierte nach dem Abitur am Gymnasium in Freising an der Universität München Naturwissenschaften mit Schwerpunkt Chemie. Anschließend wurde er Assistent von Jacob Volhard, beide wechselten zusammen 1878 an die Universität Erlangen. Während seines Studiums wurde er Mitglied des AGV München im Sondershäuser Verband.<ref>Otto Grübel, Sondershäuser Verband Deutscher Studenten-Gesangvereine (SV): Kartelladreßbuch. Stand vom 1. März 1914. München 1914, S. 100.</ref> Zur Promotion ging Lintner 1882 wieder nach München zurück. Von 1883 bis 1885 arbeitete er an der Agrikultur-chemischen Versuchsstation in Halle und anschließend an der Versuchs- und Lehranstalt für Brauerei in Berlin. 1884 wurde Lintner in München habilitiert.
1885 ging er wie sein Vater an die Landwirtschaftliche Zentralversuchsstation für Bayern in Weihenstephan. 1888 wurde er zum außerordentlichen, 1896 dann zum ordentlichen Professor an der Technischen Hochschule München befördert. Von 1902 bis 1914 war er Direktor der wissenschaftlichen Station Weihenstephan. Von 1915 bis 1917 bekleidete Lintner das Amt des Rektors der Universität.<ref>TU München: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Altpräsidenten, Altrektoren, Altdirektoren ( vom 4. August 2009 im Internet Archive)</ref> 1922 trat Lintner in den Ruhestand.
Schriften (Auswahl)
- Über Tolanderivate. München, Univ., Diss., 1882.
- Die Malzbereitung. Freising 1890
- Grundriß der Bierbrauerei. Parey Verlag: Berlin 1910, 4. neubearbeitete Auflage; 6. völlig neu bearbeitete Auflage von Heinrich Lüers. Parey, Berlin 1928.
Literatur
- Karl Heim: Lintner, Carl Josef, 1855-1926; In: Angewandte Chemie; 1926, 39, S. 1113.
- Günther Thömmes: Carl und Karl Lintner. Vater und Sohn. In: Ders.: Giganten der Biergeschichte. 45 Porträts eindrucksvoller Persönlichkeiten (und mehr…). Hans Carl GmbH, Nürnberg 2025, ISBN 978-3-418-00138-8, S. 292–299.
Weblinks
- Literatur von und über Karl Lintner im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Einzelnachweise
<references />
Direktoren (1868–1903): Karl Maximilian von Bauernfeind | Wilhelm von Beetz | August von Kluckhohn | Karl Maximilian von Bauernfeind | Karl Haushofer | Egbert von Hoyer. Rektoren (1903–1976): Walther von Dyck | Friedrich von Thiersch | Moritz Schröter | Siegmund Günther | Heinrich von Schmidt | Karl Lintner | Karl Heinrich Hager | Walther von Dyck | Jonathan Zenneck | Kaspar Dantscher | Johann Ossanna | Richard Schachner | Anton Schwaiger | Albert Wolfgang Schmidt | Lutz Pistor | Hans Döllgast | Georg Faber | Robert Vorhoelzer | Ludwig Föppl | Hans Piloty | August Rucker | Robert Sauer | Ernst Schmidt | Max Kneissl | Gustav Aufhammer | Franz Patat | Heinrich Netz | Gerd Albers | Horst von Engerth | Heinz Schmidtke | Ulrich Grigull. Präsidenten (seit 1976): Ulrich Grigull | Wolfgang Wild | Herbert Kupfer | Otto Meitinger | Wolfgang A. Herrmann | Thomas Hofmann
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Lintner, Karl |
| ALTERNATIVNAMEN | Carl Joseph Ludwig |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Brauwissenschaftler |
| GEBURTSDATUM | 3. Oktober 1855 |
| GEBURTSORT | Kaufbeuren |
| STERBEDATUM | 9. April 1926 |
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- Brauer (Deutschland)
- Bier (Bayern)
- Chemiker (19. Jahrhundert)
- Chemiker (20. Jahrhundert)
- Hochschullehrer (Technische Universität München)
- Korporierter im SV
- Deutscher
- Geboren 1855
- Gestorben 1926
- Mann
- Rektor (Technische Universität München)