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Limabohne

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Limabohne
Datei:Butterbeans seedlings.jpg

Keimlinge der Limabohne (Phaseolus lunatus)

Systematik
Ordnung: Schmetterlingsblütenartige (Fabales)
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Unterfamilie: Schmetterlingsblütler (Faboideae)
Tribus: Phaseoleae
Gattung: Phaseolus
Art: Limabohne
Wissenschaftlicher Name
Phaseolus lunatus
L.

Die Limabohne (Phaseolus lunatus), auch Mondbohne genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Phaseolus in der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae). Diese Nutzpflanze ist nahe verwandt mit einer Reihe anderer „Bohnen“ genannter Feldfrüchte. Es gibt eine groß- und eine kleinsamige Unterart, die manchmal als Limabohne (groß) und Mondbohne (klein) unterschieden werden.

Datei:Phaseolus lunatus MHNT.BOT.2008.1.40.jpg
Samen der Limabohne

Herkunft

Die Limabohne stammt aus den Anden und Mittelamerika. Man nimmt an, dass die Kultivierung an beiden Orten unabhängig voneinander begann, in den Anden um 2000 v. Chr.,<ref name="motta" /> wo eine großsamige Varietät entstand (Lima-Typ), und um 800 in Mittelamerika, wo eine kleinsamige Varietät (Sieva-Typ) entstand.<ref name="motta" /> Um 1300 hatte sich der Anbau bis nördlich des Rio Grande ausgebreitet.<ref name="motta" />

Beschreibung

Die Limabohne ist eine einjährige buschige oder rankende, ausdauernde krautige Pflanze, deren Stängel Längen von 2 bis zu 4 Meter erreichen kann. Die Kronblätter sind meist hell-grün, manchmal violett.

Datei:NCI lima beans.jpg
Frische Samen

Die meist gekrümmten Hülsenfrüchte sind 5 bis zu 15 Zentimeter lang, 1,5 bis 2,5 Zentimeter breit und enthalten zwei bis vier Samen. Die in ihrer Form, Größe und Farbe sehr variablen Samen sind 1 bis 3 Zentimeter lang, oval bis rund, und weiß oder dunkel gefärbt.

Dunkel gefärbte Samen enthalten Linamarin<ref name="Stählin1957" /><ref name="Schuster1998" /><ref name="Schuster1998Archive" />, ein cyanogenes Glycosid, aus dem Blausäure entstehen kann. Samen mit weißer Schale gelten als unbedenklich.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 22.<ref name="IPCN" />

Vorkommen

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet reicht von Mexiko bis Peru.<ref name="ILDIS" />

Taxonomie

Die Limabohne wurde 1753 von Carl von Linné in Species Plantarum Band 2, Seite 724 als Phaseolus lunatus erstbeschrieben.

Nutzung

Die Limabohne braucht ausreichend Wärme und kann daher in Mitteleuropa nur bedingt wirtschaftlich angebaut werden.

Literatur

Weblinks

Commons: Limabohne (Phaseolus lunatus) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Limabohne – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

<references> <ref name="motta"> Jenny R. Motta-Aldana, Martha L. Serrano-Serrano, Jorge Hernández-Torres, Genis Castillo-Villamizar, Daniel G. Debouck, Maria I. ChacónS.: Multiple Origins of Lima Bean Landraces in the Americas: Evidence from Chloroplast and Nuclear DNA Polymorphisms. In: Crop Science. Band 50, Nr. 5, 2010, S. 1773–1787, doi:10.2135/cropsci2009.12.0706. </ref> <ref name="IPCN">Phaseolus lunatus bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="Stählin1957"> Adolf Stählin: Nährstoffzusammensetzung von Samen der Bohnenarten. In: Die Beurteilung der Futtermittel. Methodenbuch Bd. XII. Verlag Neumann, Radebeul und Berlin. 1957, S. 370–372. </ref> <ref name="Schuster1998">Walter H. Schuster, Joachim Alkämper, Richard Marquard & Adolf Stählin: Leguminosen zur Kornnutzung: Kornleguminosen der Welt, Justus-Liebig-Universität Gießen, 1998.: W. Schuster: Mondbohne, Limabohne (Phaseolus lunatus L. [= Ph. bipunctatus Jacq.)]</ref> <ref name="Schuster1998Archive">Walter H. Schuster, Joachim Alkämper, Richard Marquard & Adolf Stählin: Leguminosen zur Kornnutzung: Kornleguminosen der Welt, Justus-Liebig-Universität Gießen, 1998.: W. Schuster: Mondbohne, Limabohne (Phaseolus lunatus L. [= Ph. bipunctatus Jacq.)]</ref> <ref name="ILDIS">Datenblatt Phaseolus lunatus bei International Legume Database Information Service = ILDIS - LegumeWeb - World Database of Legumes, Version 10.38, 2010.</ref> </references>