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Taborturm

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Datei:Steyrer Taborturm 2.jpg
Blick von der Ennsbrücke auf den Taborturm

Der Taborturm auf der Anhöhe Tabor in Steyr besteht seit etwa 1480. Er war früher ein Bestandteil der Stadtbefestigung und Wachtturm der Feuerwache.<ref>Reinhard Kaufmann: Kleiner Führer durch Steyr. 3. Auflage. Ennsthaler, Steyr 2004, ISBN 3-85068-297-8, S. 64.</ref>

Geschichte

Das Wort „Tabor“ ist eine Entlehnung aus dem Tschechischen und bedeutet Lager, Verschanzung, Burg. Es ist eine junge Entlehnung aus nachhussitischer Zeit.

Da es in der Stadt durch offenes Feuer und Licht immer wieder zu Brandkatastrophen kam, war im Befestigungsturm eine ständige Feuerwache mit zwei Feuerwächtern eingerichtet. Der größte Brand griff 1727 von einer Färberei im Stadtteil Ennsdorf auf die Altstadt und die Styraburg (Schloss Lamberg) über und richtete große Zerstörungen an.<ref>Broschüre Historisches Steyr. 4. Auflage. Verlag Kellner, Korneuburg 2007, S. 12.</ref>

Der Taborturm wurde ab 1956 erneuert und umgebaut. Damals erhielt er statt des alten Dachreiters mit Laterne von 1808 das heutige der Fassade erkerartig vorgelagerte Türmchen, überdies wurden die verbauten Doppelarkaden zur Stadt hin freigelegt.<ref>Der Umbau des Taborturmes. In: Amtsblatt der Stadt Steyr, 1958. 1. Jahrgang, Nr. 2 S. 7–10</ref> Seit der Fertigstellung 1959<ref>Raimund Ločičnik: Steyr – Arbeitswelt im Wandel. Sutton Verlag, Erfurt 2008, ISBN 978-3-86680-315-2, S. 87.</ref> beherbergt er (mit Unterbrechungen) ein Restaurant.

Umgebung

In direkter Nachbarschaft befinden sich der Urnenfriedhof am Tabor mit Krematorium (eröffnet 1927) und die Taborstiege von der Schlüsselhofgasse mit dem Panoramalift Tabor<ref>Hannes Fehringer: Tabor trennen nicht länger 241 Stufen vom Stadtplatz. In: nachrichten.at vom 10. August 2020, aufgerufen am 20. April 2025</ref>. Die nahe Wachtturmstraße ist nach dem ehemaligen Wachthaus benannt. Sie verbindet die Anzengruberstraße mit der Bogenhausstraße.<ref>steyr.at: Straßennamen: W (Wachtturmstraße) aufgerufen am 13. Juli 2013.</ref>

Galerie

Weblinks

Commons: Taborturm – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references/>

Koordinaten: 48° 2′ 38,6″ N, 14° 25′ 21,9″ O

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