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Berge (Homberg)

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Berge
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(209)&title=Berge 51° 3′ N, 9° 23′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(209) 51° 3′ 25″ N, 9° 22′ 48″ O
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Höhe: 175 m ü. NHN
Fläche: 19,25 km²<ref name="DF" />
Einwohner: 209 (Okt. 2016) HW+NW<ref name="DF">Einwohner (1. und 2. Wohnsitz). In: Webauftritt. Stadt Homberg (Efze), archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 30. Dezember 2020; abgerufen im November 2020.</ref>
Bevölkerungsdichte: 11 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahl: 34576
Vorwahl: 05681
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Berge ist ein Stadtteil von Homberg (Efze) im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis.

Geographie

Der Ort liegt 3,4 km nordwestlich von Homberg an der Efze, in die am östlichen Ortsrand der von Osten kommende Klingelbach mündet.

Geschichte

Ortsgeschichte

Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Berge erfolgte im Jahr 1266 unter dem Namen monte in einer Urkunde des Klosters Haina.<ref name="lagis" />

Datei:Evangelische Kirche Berge.jpg
Evangelische Kirche

Um 1510 gab es im Dorf acht wehrhafte Männer und vier Pflüge.

Im Ort gibt es zwei Kirchen. Die Kirche der evangelischen Gemeinde war ursprünglich die Kirche des benachbarten Mardorf; sie wurde im Jahre 782 in einer Schenkungsurkunde von Karl dem Großen erstmals erwähnt, als er dem St. Petri-Stift in Fritzlar Güter zu Mardorf übertrug, die ihm zuvor Erzbischof Lullus von Mainz abgetreten hatte.<ref>Mardorf (Großenmardorf), Schwalm-Eder-Kreis, im Historischen Ortslexikon Hessen (LAGIS)</ref> Die Kirche war die Mutterkirche für die in den umliegenden Orten errichteten kleinen Kapellen, und hatte daher eine beeindruckende Größe: 400 Personen fanden Platz im Kirchenschiff. Im Dreißigjährigen Krieg wurde sie zerstört und erst 1791 wiedererrichtet. Nach einem Einbruch von Dach und Decke im Jahre 1972 wurde bei der Renovierung ein Teil der für das kleine Dorf zu großen Kirche abgetrennt und zu Gemeinschaftsräumen umgestaltet. 1974 wurde das Gotteshaus in seiner neuen Form eingeweiht.<ref>Kirche in Berge feiert am 8. Dezember ihr Jubiläum, Hessische/Niedersächsische Allgemeine, 4. Dezember 2024</ref>

Die zweite Kirche im Ort wurde 1879 für die selbständige evangelisch-lutherische Gemeinde erbaut.

Hessische Gebietsreform

Zum 31. Dezember 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Berge im Zuge der Gebietsreform in Hessen als Stadtteil der Stadt Homberg, Bezirk Kassel, heute Homberg (Efze), auf freiwilliger Basis eingegliedert.<ref name="DEZ71">Gemeindegebietsreform in Hessen: Zusammenschlüsse und Eingliederungen in Hessen vom 14. Dezember 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1972 Nr. 01, S. 5, Punkt 8; Abs. 49. (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 4,9 MB]).</ref><ref></ref> Für Berge, wie für die in der Kreisstadt Homberg (Efze) eingegliederten ehemals selbständigen Gemeinden (Stadtteile), wurden Ortsbezirke mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 159 kB) § 7. In: Webauftritt. Stadt Homberg (Efze), abgerufen im April 2023.</ref>

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011, in Berge 213 Einwohner. Darunter waren 6 (= 2,8 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 42 Einwohner unter 18 Jahren, 87 zwischen 18 und 49, 45 zwischen 50 und 64 und 39 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 93 Haushalten. Davon waren 27 Singlehaushalte, 24 Paare ohne Kinder und 30 Paare mit Kindern, sowie 6 Alleinerziehende und 3 Wohngemeinschaften. In 18 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 63 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />

Einwohnerentwicklung

Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />
• um 1510: 8 wehrhafte Männer (4 Pflüge, 10 Fastnachtshühner)
• 1537: 5 landgräfliche Hübner, 5 Köttner, 4 Beisassen (12 landgräfliche Huben).
• 1575/85: 16 Hausgesesse
• 1639: 4 verheiratete Hausgesesse
• 1742/47: 25 Häuser
• 1769: 147 Einwohner
Berge: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2015
Jahr  Einwohner
1834
  
232
1840
  
220
1846
  
217
1852
  
217
1858
  
219
1864
  
229
1871
  
230
1875
  
217
1885
  
242
1895
  
225
1905
  
211
1910
  
238
1925
  
257
1939
  
273
1946
  
519
1950
  
542
1956
  
410
1961
  
339
1967
  
242
1980
  
?
1990
  
?
2000
  
?
2011
  
213
2015
  
214
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: <ref name="lagis" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" />; Stadt Homberg (Efze)<ref name="DF" />

Historische Erwerbstätigkeit

• 1961: Erwerbspersonen: 51 Land- und Forstwirtschaft, 83 Produzierendes Gewerbe, 12 Handel und Verkehr, 13 Dienstleistungen und Sonstiges.<ref name="lagis" />

Religion

Da Hessen mit der Einführung der Reformation im Jahre 1526 protestantisch wurde, waren auch die Einwohner von Berge evangelisch. Erst im 20. Jahrhundert und insbesondere nach dem Zweiten Weltkrieg zogen dann auch katholische Menschen in das Dorf.

Historische Konfessionszugehörigkeit

• 1861: alle Einwohner evangelisch-reformiert
• 1885: 242 evangelische (= 100 %) Einwohner
• 1961: 272 evangelische (= 80,24 %), 65 katholische (= 19,17 %) Einwohner

Politik

Für Berge besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Berge) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung. Der Ortsbeirat besteht aus fünf Mitgliedern.<ref name="HS" /> Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat Berge 62,87 %. Alle Kandidaten gehörten der „Einheitsliste Berge“ an.<ref>Ortsbeiratswahl Berge. In: Votemanager. Kommunales Gebietsrechenzentrum, abgerufen im April 2023.</ref> Der Ortsbeirat wählte Jörg Dreytza zum Ortsvorsteher.<ref>Ortsbeirat Berge. In: Rathausinformationssystem. Stadt Homberg (Efze), abgerufen im April 2023.</ref>

In Berge geboren

Einzelnachweise

<references> <ref name="lagis">Berge, Schwalm-Eder-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 29. März 2022). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="Z2011E"> Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 34 und 90, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020;. </ref> </references>

Weblinks

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