Zum Inhalt springen

Unedle Metalle

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 18. Januar 2026 um 15:52 Uhr durch imported>Georg Hügler.
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
H He
Li Be B C N O F Ne
Na Mg Al Si P S Cl Ar
K Ca Sc Ti V Cr Mn Fe Co Ni Cu Zn Ga Ge As Se Br Kr
Rb Sr Y Zr Nb Mo Tc Ru Rh Pd Ag Cd In Sn Sb Te I Xe
Cs Ba * Hf Ta W Re Os Ir Pt Au Hg Tl Pb Bi Po At Rn
Fr Ra ** Rf Db Sg Bh Hs Mt Ds Rg Cn Nh Fl Mc Lv Ts Og
 
* La Ce Pr Nd Pm Sm Eu Gd Tb Dy Ho Er Tm Yb Lu
** Ac Th Pa U Np Pu Am Cm Bk Cf Es Fm Md No Lr

Unedle Metalle sind heute Metalle, deren Redoxpaare ein negatives Standardpotential (bezüglich der Normal-Wasserstoffelektrode) aufweisen. Metalle mit einem positiven Standardpotential werden dagegen als Edelmetalle bezeichnet.<ref>Helmut Kaesche: Die Korrosion der Metalle. 3. Auflage. Springer-Verlag, Berlin/Heidelberg 2011, ISBN 978-3-642-18427-7, S. 31.</ref><ref>Bernhard Adler: Strategische Metalle - Eigenschaften, Anwendung und Recycling. 1. Auflage. Springer-Verlag, Berlin/Heidelberg 2017, ISBN 978-3-662-53035-1, S. 31.</ref> Unedle Metalle besitzen einen großen Lösungsdruck.<ref>Robert Müller: Allgemeine und technische Elektrometallurgie. 1. Auflage. Springer-Verlag, Berlin/Heidelberg 1932, ISBN 978-3-662-00001-4, S. 40.</ref>

Unedle Metalle reagieren unter Normalbedingungen mit Sauerstoff aus der Luft, sie oxidieren. Während dabei beispielsweise Eisen durchrostet, passivieren (schützen) sich beispielsweise Zink und Aluminium, indem sie eine korrosionsbeständige Oxidschicht ausbilden, die weitere Oxidation verhindert. Passivierte Metalle erscheinen häufig edel, sind es aber nicht, da sie prinzipiell weiter oxidieren würden, wenn die Oxidschicht den Kontakt mit Oxidationsmitteln (etwa Sauerstoff) nicht verhindern würde. Sie sind inert, aber nicht thermodynamisch stabil. Auf Grund ihrer Reaktivität kommen unedle Metalle natürlich nur in geringen Mengen in gediegener Form vor.<ref>Jürgen Fenner, Jochen Jander, Harald Siegers: Kurzes Lehrbuch der anorganischen und allgemeinen Chemie. 8. Auflage. Springer-Verlag, Berlin/Heidelberg 1977, ISBN 978-3-540-08153-1, S. 263.</ref>

In der früheren Alchemie galten im Gegensatz zum „vollkommenen“ Gold die sechs Metalle Silber, Kupfer, Quecksilber, Zinn, Eisen und Blei als unedel.<ref>Allison Coudert: Der Stein der Weisen. Die geheime Kunst der Alchemisten. (Originalausgabe: Alchemy: the Philosopher’s Stone. 1980) Lizenzausgabe. Pawlak, Herrsching 1992, ISBN 3-88199-911-6, S. 19–20.</ref>

Einzelnachweise

<references/>